- 18.02.2020, 09:37:48
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ÖAMTC: Wenn die Smartphone-Nutzung im Ausland zur Kostenfalle wird (+ Grafik)
Risiko von "Geisterroaming", Satellitennetzwerken & Co. – wie man sich schützt
Utl.: Risiko von "Geisterroaming", Satellitennetzwerken & Co. – wie
man sich schützt =
Wien (OTS) - Auf dem Kreuzfahrtschiff im Internet surfen oder im
Ausland Nachrichten auf die Sprachbox empfangen – die
Smartphone-Nutzung auf Reisen kann unter Umständen teuer werden. Und
das, obwohl im Jahr 2017 die Roaming-Gebühren innerhalb der
EU-Mitgliedstaaten, in Island, Liechtenstein und Norwegen abgeschafft
wurden. "Der Teufel liegt hier im Detail: Ob Fair Use Policy,
'Geisterroaming', Satellitennetzwerk oder Grenzgebiet – solche
Ausnahmen des freien Datenroamings sollte man kennen", warnt
ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Redel. "Reisende sind daher gut beraten,
sich vor der Abfahrt beim Mobilfunkanbieter über die Regelungen ihres
Tarifs im Reiseland zu informieren und die Einstellungen entsprechend
anzupassen."
Vorsicht vor Fair Use Policy und Phänomen "Geisterroaming"
Mit der Fair Use Policy sind Mobilfunkbetreiber gegen die permanente
Roaming-Nutzung von Kunden im EU-Ausland abgesichert – demzufolge
müssen Kunden ihren Anschluss vorwiegend im Inland nutzen. "Wird der
Anschluss hingegen überwiegend im EU-Ausland genutzt, kann ein
Roaming-Aufschlag verrechnet werden", weiß die Expertin des
Mobilitätsclubs. "Im Ausland sollte man daher seinen aktuellen
Verbrauch beobachten – über die Webseite des Mobilfunkbetreibers oder
mittels eigener App."
Auch "Geisterroaming" außerhalb der EU bzw. nahe den EU-Außengrenzen
kann böse Überraschungen bringen. Davon spricht man, wenn die mobile
Datenverbindung zwar deaktiviert ist, im Hintergrund aber über eine
passive LTE-Verbindung weiter Daten übertragen werden. Abhängig vom
persönlichen Tarif kann sich diese Datenmenge summieren und hohe
Kosten verursachen. Vermeiden lässt sich "Geisterroaming", indem man
im Ausland den Netzmodus am Handy auf 3G umstellt – damit wird das
4G-/LTE-Netz deaktiviert und kann keine Signale mehr senden. Oder man
sperrt Roaming komplett: "Daten-Roaming kann am Smartphone oder beim
Provider deaktiviert werden – am besten beides", rät die
ÖAMTC-Expertin.
Achtung auf See und in der Luft – "Kosten-Airbag" funktioniert
dort nicht
"Grundsätzlich legt die EU-Roaming-Verordnung eine Kostengrenze fest
– dieser Schutzmechanismus trennt bei erreichten Roaming-Kosten in
Höhe von knapp 60 Euro an Land die Mobilfunk-Verbindung – der Kunde
wird darüber auch verständigt", erklärt Redel. "Dieser
'Kosten-Airbag' für mobile Datennutzung gilt jedoch nicht in der Luft
und auf hoher See. Auf Schiff- und Flugreisen sollte daher der
Flugmodus unbedingt aktiviert werden. Sonst könnte sich das
Smartphone unbemerkt in ein teures Satellitennetzwerk einwählen."
Auch spezielle Roaming-Reisepakete der Mobilfunkbetreiber gelten
ausschließlich an Land. Am besten erkundigt man sich vorab bei der
Reederei oder Airline, ob an Bord WLAN zur Verfügung steht (bzw.
bieten manche eigene, vorab buchbare Internetpakete an).
An Grenze und außerhalb der EU: Roaming und Sprachbox
deaktivieren
An der Grenze zu einem Nicht-EU-Land (z. B. zwischen Vorarlberg und
der Schweiz oder auf einer griechischen Insel nahe der Türkei) sollte
das Roaming ebenfalls deaktiviert werden – anderenfalls könnte sich
das Smartphone mit dem Nicht-EU Netz verbinden und Kosten
verursachen. Sinnvoll ist auch, die Netzauswahl manuell einzustellen
– so ist eine Verbindung mit einem anderen Netz gar nicht möglich.
"Bei Reisen in außereuropäische Länder sollten noch vor dem Abflug
Roaming und mobile Daten deaktiviert werden. Sonst verbindet sich das
Handy nach dem Einschalten sofort mit dem lokalen Mobilfunknetz –
hohe Roaming-Gebühren sind die Folge", warnt die ÖAMTC-Touristikerin.
Auch für hinterlassene Nachrichten auf der Sprachbox können Gebühren
anfallen – daher sollte man vor der Reise die Sprachbox deaktivieren.
Abschließender Rat der Expertin: "In jedem Fall sollte man nach
Reisen an die Grenzen oder außerhalb der EU stets seine Handyrechnung
kontrollieren. Stößt man auf fragwürde Abbuchungen, nimmt man am
besten Kontakt mit seinem Mobilfunkanbieter auf."
Behilflich bei der Planung der nächsten Reise ist der Reise-Service
des Mobilitätsclubs: Länder-Infos, Checkliste, Meine Reise App u.v.m.
– Details unter www.oeamtc.at/reiseservice.
Aviso an die Redaktionen: Eine Grafik steht im ÖAMTC-Presseportal
unter www.oeamtc.at/presse zur Verfügung.
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