vida zu Fachkräftemangel im Tourismus: WKÖ-Präsident soll „Wahlkampfgetöse“ mäßigen

Gewerkschafter Tusch: „Brauchen sachliche Lösungen am Verhandlungstisch, die für Betriebe, Beschäftigte und Gäste zufriedenstellen sind“

Wien (OTS) - Wirtschaftskammerpräsident Mahrer hatte gestern die Argumentation der Gewerkschaft, wonach der Fachkräftemangel in der Tourismusbranche auf zu schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung zurückzuführen sei, als „Humbug“ zurückgewiesen. „Kraftausdrücke bringen uns nicht weiter. Ich fordere Präsident Mahrer auf, sein Kammer-Wahlkampfgetöse zu mäßigen und wieder auf sachlicher Ebene an der Verbesserung der Bedingungen für die Beschäftigten im Tourismus mitzuarbeiten“, betont Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus.

Der aktuelle Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich zeige deutlich, die Jobzufriedenheit der Beschäftigten im Tourismus sei weiter auf Talfahrt. „Diesen seit Jahren anhaltenden Abwärtstrend können die Arbeitgeber nicht länger vom Tisch wischen. Sie müssen hier mit konstruktiven Vorschlägen und Maßnahmen endlich gegensteuern. Wir brauchen sachliche Lösungen am Verhandlungstisch, die für die Betriebe, Beschäftigten und Gäste gleichermaßen zufriedenstellen sind. Wertschätzung, planbare Arbeits- und Freizeit werden, neben einem guten Lohn, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wichtiger“, sagt Tusch.

„Faktum ist, der Arbeitsklima Index weist alarmierende Werte für die Beschäftigten im Tourismus aus. Viele ArbeitnehmerInnen sind auch mit ihren Vorgesetzen und deren Führungsstilen unzufrieden. Ein gutes Arbeitsklima entsteht nicht, wenn Vorgesetzte die verbale Keule auspacken und eine Befehlsstruktur an den Tag legen“, so Tusch. „Wer seine MitarbeiterInnen und Lehrlinge „fair behandelt und entlohnt, der braucht sich vor Personalmangel sicher nicht zu fürchten und kann auf Menschen bauen, die mit Enthusiasmus ihrer Arbeit nachgehen“, ist der vida-Gewerkschafter überzeugt.

Erst wenn die Tourismusbranche es schafft, „eine gute Work-Life-Balance zu bieten, also eine hohe Arbeits- und Freizeitqualität für die Beschäftigten her- und sicherzustellen, wird die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder steil nach oben gehen. Und von motivierten Beschäftigten profitieren auch die Betriebe und Gäste“, bekräftigt Tusch abschließend.

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