Im Gedenken an Friedensreich Hundertwasser

Zum 20. Todestag des Malers, Architekturdoktors und ökologischen Aktivisten

Wien (OTS) - Hundertwasser starb am 19. Februar 2000, aber in seinen Werken lebt er weiter, in seiner Architektur und in seinen Manifesten, seinen Botschaften des Schönen und eines Lebens im Einklang mit der Natur und der individuellen Kreativität.

Mit einer Reihe von Ausstellungen und Publikationen, aber auch mit bedeutenden architektonischen Projekten wird Hundertwasser gewürdigt.

Das Leopold Museum in Wien zeigt vom 21. Februar bis 31. August 2020 die Ausstellung „Hundertwasser – Schiele. Imagine Tomorrow. Anhand von Leihgaben aus österreichischen und internationalen Museen und Sammlungen sowie bisher nicht veröffentlichtem Archivmaterial zeichnet die Ausstellung die künstlerische und geistige Verwandtschaft zweier herausragender österreichischer Künstler des 20. Jahrhunderts nach.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung wird Bazon Brock im Leopold Museum die 1959 in Hamburg von Hundertwasser, Bazon Brock und Herbert Schuldt ausgeführte Aktion „Die endlose Linie“ nachstellen.

Zwei bedeutende Hundertwasser Architekturprojekte sind in Neuseeland und in Korea in Realisation. In Whangarei, Neuseeland, wird das Hundertwasser Art Centre mit Wairau Maori Art Gallery Hundertwassers Erbe in der südlichen Hemisphere zeigen. Dieses Hundertwasser Museum ist dem Werk und Wirken des Künstlers in Neuseeland (1975-2000) gewidmet.

In Korea auf der Jeju Vulkaninsel, einer Naturerbestätte des UNESCO-Welterbes, entsteht ein Hundertwasser Memorial Park mit Hundertwasser Museum, einem digitalen Veranstaltungscenter und Meditationszentrum, eingebettet in einen Erlebnispark auf 40.000 m2.

Hunderwasser ist in Korea nicht nur durch zwei Ausstellungen in den Jahren 2010 und 2016 bekannt, sondern auch durch die Hundertwasser Immersive Art Show, die der Multimedia Künstler Gianfranco Iannuzzi für The Bunker auf Jeju Island geschaffen hat. Mit 600.000 Besuchern war diese Multimedia Installation ähnlich erfolgreich wie zuvor die Produktion zu Klimt und Hundertwasser in den Carrières des Lumières in Les Baux-de-Provence und im Atelier des Lumières in Paris mit 1.000.000 Besuchern. Das von Iannuzzi inszenierte multimediale Hundertwasser Erlebnis ist im Kunstkraftwerk Leipzig seit 2016 ein fixer Bestandteil des Programms.

Anlässlich des 20. Todestages erscheint im Verlag Hatje Cantz, Berlin, das Buch Hundertwasser für die Zukunft – Hundertwasser for Future, mit Zitaten aus Hundertwassers gesellschaftskritischen und ökologischen Manifesten, Briefen, Reden und öffentlichen Demonstrationen.

Im Prestel Verlag München erschien soeben das Bilderbuch Hundertwasser - Ein Haus für dunkelbunte Träume. Ein farbenprächtiges Haus, in dem auch die Bäume ihren Platz haben, verändert die Stadt – als Vorbild diente das Hundertwasser Haus in Wien. Das in englischer und deutscher Sprache veröffentlichte Buch ist eine Lizenzausgabe der französischen Erstpublikation des Verlags L‘Èlan vert.

Für das Jahr 2021 plant das Nordiska Akvarellmuseet in Skärhamn, Schweden eine Ausstellung von Hundertwassers malerischem Werk und wird insbesondere seinen Aquarellen einen Schwerpunkt widmen.

Ebenfalls für 2021 wird vom Verein Bahnhof 2000 Uelzen e.V. eine dezentrale Ausstellung Hundertwasser - Ökologie und Schönheit entwickelt. Hundertwasser wird als Pionier einer ökologischen Moderne gezeigt, als Vorreiter der Grün-Bewegung, als Vordenker einer grünen Architektur und Mahner eines Friedensvertrags mit der Natur. Der Verein Bahnhof 2000 Uelzen e.V. konzipiert darüber hinaus ein Leuchtturmprojekt „Die Waagrechte gehört der Natur“, eine Kampagne für die Begrünung von Dachflächen und die Nutzung von Solarenergie, in die vor allem die Städte Deutschlands mit Hundertwasser Architekturen (Darmstadt, Magdeburg, Frankfurt, Uelzen, Essen) eingebunden werden.

Um Hundertwassers Rolle als Grüner der ersten Stunde neu im Bewusstsein zu verankern, ist ein Filmprojekt zu Hundertwassers ökologischen Aktivitäten geplant in Kooperation mit der Schamoni Filmproduktion in München. Mit Peter Schamoni hatte Hundertwasser 1972 den preisgekrönten Film „Hundertwassers Regentag“ gedreht, in dem Hundertwassers Schiff „Regentag“ eine tragende Rolle spielt. Das Schiff „Regentag“ liegt seit 2004 im Hafen von Tulln an der Donau vor Anker, wurde 2015 unter Denkmalschutz gestellt und wird seit 2018 einer umfangreichen Instandsetzung unterzogen.

Drehscheibe, Anlaufstelle, Vermittler, Koordinator und Organisator aller dieser und ungezählter anderer Projekte ist die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung in Wien. Sie sieht ihre Aufgabe darin, das Werk, das Wirken und die Anliegen Hundertwassers zu wahren, durch Ausstellungen, Publikationen, kooperativen Projekten aller Art zu verbreiten und Bemühungen für eine humanere, natur- und menschengerechtere Welt zu unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung
Dr. Andrea C. Fürst
Hundertwasser Archiv
Colloredogasse 32, A-1180 Wien
Tel: +43/1/470 12 12
archiv@harel.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0008