• 14.02.2020, 13:39:54
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  • OTS0121

FPÖ-Darmann: Missstände im Kärntner-Pflege-System bestätigt – Tausende Pflegebedürftige werden im Stich gelassen

Mobile Pflege ist in Kärnten laut Rechnungshofbericht viel zu teuer

Utl.: Mobile Pflege ist in Kärnten laut Rechnungshofbericht viel zu
teuer =

Klagenfurt (OTS) - „Der aktuelle Bericht des Bundesrechnungshofes zur
„Pflege in Österreich“ bestätigt die Kritik, welche die FPÖ Kärnten
seit Jahren übt. Kärnten zählt bei der mobilen ambulanten Pflege zu
den Bundesländern mit den höchsten Tarifen. Dies führt dazu, dass
vergleichsweise nur wenige Betroffene die ambulante Hilfe durch
mobile Dienste in Anspruch nehmen und sie auch dabei sparen müssen.
Dadurch entstehen zwei negative Aspekte. Zum einen werden die
Menschen dazu gedrängt, in ein Pflegeheim zu gehen, weil sie sich die
Pflege zuhause nicht leisten können. Zum anderen bleiben rund 20.000
Pflegebedürftige ohne jede Unterstützung“, fasst der Kärntner
FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann die Kärnten
betreffenden Ergebnisse des BRH-Berichtes zusammen.

Er verweist darauf, dass laut Bundessrechnungshof nur 28 % aller
Kärntner Pflegegeldbezieher ambulante Hilfe durch mobile Dienste
erhalten (Vorarlberg 42 %, Tirol:34 %) und ein vom BRH errechnetes
Beispiel einer Betroffenen mit Pflegestufe 3 Folgendes ergab. Eine
Kärntnerin muss für 18 Stunden pro Monat mit 333 € mehr als doppelt
so viel zahlen wie eine Salzburgerin oder Oberösterreicherin. „Die
Kärntner haben die niedrigsten Pensionen, müssen aber mit Burgenland
und Steiermark die höchsten Pflegekosten bezahlen“, stellt Darmann
fest.

Die zuständige Kärntner SPÖ-Referentin LHStv. Beate Prettner habe das
immer bestritten und im Gegenteil sogar behauptet, dass Kärnten die
geringsten Tarife hätte. „Der Bundesrechnungshof belehrt sie jetzt
eines Besseren. Prettner verbreitet mit ihrer Sozialpolitik soziale
Kälte“, so Darmann.

Auch den vergleichsweise hohen Anteil von Heimbewohnern in den
niedrigsten beiden Pflegestufen (über 10 %) wertet Darmann als Beleg
für die Schieflage im Kärntner Pflege-System. „Die Betroffenen
könnten noch zuhause versorgt werden, aber sie können es sich nicht
leisten. Dasselbe zeigt sich an der Tatsache, dass vergleichsweise
wenige Kärntner eine 24-Stunden-Betreuung beanspruchen. Viele
Menschen würden diese bevorzugen, können sie aber nicht finanzieren.
Andere Bundesländer gewähren längst zusätzliche Förderungen für diese
Versorgungsart. Kärnten nicht.

„Der Rechnungshof belegt die dramatische Fehlentwicklung in der
Pflege in Kärnten, welche die SPÖ seit Jahren betreibt. Sie muss
gestoppt werden“, fordert Darmann abschließend.

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