Firma Laufen in Wilhelmsburg: 130 MitarbeiterInnen von Job-Abbau betroffen

SPÖ-Silvan an Regierung: Geeignete Jobprogramme rasch installieren

Wien (OTS/SK) - Wie am Mittwochnachmittag bekannt wurde, will die Firma Laufen rund 130 ihrer insgesamt 200 Beschäftigten am Standort der Österreich-Zentrale im niederösterreichischen Wilhelmsburg abbauen. Diese müssen sich nun auf Jobsuche machen. Der niederösterreichische SPÖ-Abgeordnete Rudolf Silvan stellt diesbezüglich eine Forderung an die Regierung: „Diese sollte sich mehr um die Einführung und Stärkung geeigneter Jobprogramme bemühen. Hier denke ich z.B. an die von der SPÖ seinerzeit ins Leben gerufene Aktion 20.000. Nur einen strengeren Vollzug beim Arbeitslosengeld zu fordern, ist keine umfassende Lösung. Vor allem ältere Arbeitslose haben es überdurchschnittlich schwer, einen neuen Job zu finden“ so Silvan. ****

Silvan weiter: „Meint Wirtschaftsministerin Schramböck auch hier, dass diese nun vor dem Job-Aus stehenden Personen arbeitsunwillig sind, wenn Sie keine Jobs im Westen des Landes annehmen können? Solchen Ansagen erteile ich eine klare Absage.“

Insgesamt beschäftigt der Keramikhersteller für Bad und WC 340 MitarbeiterInnen in Österreich. Bestürzt zeigt sich Rudolf Silvan über diesen schweren Schlag für die Region. Begründet wird die Entlassungswelle in einer ersten Stellungnahme des spanischen Rocca-Konzerns mit der Verlagerung der Produktion ins Ausland sowie mit einer negativen Bilanz im Vorjahr.

Silvan: „Betriebsrat und Gewerkschaft kämpfen nun vehement um einen fairen Sozialplan. Eines ist klar: Den MitarbeiterInnen sowie deren Familien und Kindern darf nicht von einem Tag auf den anderen die Existenzgrundlage genommen werden. Jeder kann sich ausmalen, wie düster die Stimmung heute Abend bei diesen 130 Familien in und um Wilhelmsburg sein wird.“

Trotz der geplanten großzügigen Steuergeschenke der schwarz-grünen Bundesregierung an Großunternehmen verlagert nun wieder ein großer Konzern Arbeitsplätze ins Ausland. Die neue Regierung müsse sich wieder viel weiter auf die Seite der ArbeitnehmerInnen stellen, „anstatt sich noch einmal mit den Superreichen und Konzernen ins Bett zu legen“.

Silvan weiter: „Erst im September habe ich ein Statement von Christian Schäfer, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Firma Laufen gelesen, da wollte man noch das Österreich-Geschäft ausbauen und nach Möglichkeit den Marktanteil halten. Das war zum 100-jährigen Jubiläum dieses niederösterreichischen Traditionsunternehmens – und nun das.“

Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Bezirk St. Pölten und St. Pölten Land im letzten Jahr leicht rückläufig war, sei es laut Silvan für die betroffenen ArbeitnehmerInnen eben keineswegs leicht, einen adäquaten Job mit gleicher Bezahlung zu finden. Denn: „Überall, wo man mit einem Job neu beginnt, muss man sich klarerweise erst einmal beweisen. Wenn jetzt viele Personen in einer Region aus der gleichen Branche auf Jobsuche sind, wird es natürlich schwieriger für den Einzelnen“, erklärt Silvan. Bei der Jobvermittlung vertraut Silvan vor allem auf die Expertinnen und Experten des AMS, denn diese seien es, so Silvan, die vielen ArbeiterInnen nach einer Entlassung wieder Hoffnung und neue Chancen bieten können. (Schluss) bj

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