- 10.02.2020, 12:37:14
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Klimaneutralität 2040 – eine Verpflichtung, keine Option
LR Rauch und Klimawissenschafterin Kromp-Kolb zeigten Herausforderungen für Vorarlberg auf
Utl.: LR Rauch und Klimawissenschafterin Kromp-Kolb zeigten
Herausforderungen für Vorarlberg auf =
Bregenz (OTS) - „Die Klimakrise ist auch in Österreich in Form
zunehmender Wetterextreme und Klimarekorde spürbar. Zur Erreichung
der Klimaneutralität werden in allen Sektoren und Themenfeldern
sinnvolle Maßnahmen eingesetzt werden müssen. Die zentrale Maßnahme
ist aber die sozial ausgewogenen Bepreisung von CO2 und Energie. Erst
wenn klimafreundliche Energieträger, Mobilitätssysteme,
Nahrungsmittel etc. die einfachste und auch wirtschaftlich die
günstigste Option für die Menschen sind, können wir Klimaneutralität
erreichen“, so Kromp-Kolb. Im Zuge der Erstellung des Nationalen
Klima- und Energieplans haben Österreichs führende
KlimawissenschafterInnen einen Referenzplan entwickelt, der Maßnahmen
zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele aufzeigt. Das im
Regierungsprogramm vorgesehene Ziel, Österreich bis 2040 klimaneutral
zu machen, ist aus Sicht der KlimawissenschafterInnen ambitioniert.
„Das ist aber kein Grund, Angst davor zu haben. Gut aufgesetzt führen
Klimaschutzmaßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität“, betonte
Kromp-Kolb.
Energieautonomie Vorarlberg – Herausforderungen bis 2030
Landesrat Rauch umriss die Maßnahmen des Landes zur Erreichung der
Klimaneutralität: „Das können wir nur mit einem Bündel von Maßnahmen
erreichen“. Der Prozess Energieautonomie 2020 wird in eine neue Phase
2030 übergeführt. Mit Hilfe der Optimierung der baurechtlichen
Rahmenbedingungen sowie der Wohnbauförderung sollen Neubauten
grundsätzlich nur mehr als Niedrigenergiegebäude ausgeführt werden.
Neubauten nach 2021 sollen grundsätzlich ohne den Einsatz fossiler
Brennstoffe für Raumwärme, Warmwasser und Kühlung auskommen. „Unser
Ziel für Vorarlberg lautet, dass ab 2021 keine Ölkessel mehr
installiert werden“, betonte Rauch. Ab 2021 soll ein Stopp der
Installation von Ölkesseln baurechtlich verankert werden. Auch bei
Erneuerung von Heizungsanlagen sollen keine Ölfeuerungsanlagen mehr
zum Einsatz kommen. Die bestehenden Ölkessel (derzeit ca. 27.000)
sollen sukzessive bis 2030 halbiert werden. „Klimaschutz muss
prioritär werden in Bund und Land. Wir haben keine Zeit mehr zu
verlieren“, appelliert Rauch.
Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem die Verdreifachung der
Photovoltaik – in Vorarlberg gibt es rund 4.000 Dachflächen mit über
400 m² Fläche, vorwiegend im Industriebereich – die weitere Umsetzung
des Mobilitätskonzepts mit Schwerpunkt Mobilitätsverbund, aber auch
Investitionen in die Bildung und den Informationsaustausch, wie
beispielsweise mit dem Verbund aus den e-5-Gemeinden und den
EnergiewirtInnen.
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