• 31.01.2020, 13:56:02
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  • OTS0124

„kulturMontag” über Winter-Tourismus im Wandel und Schwerpunkt zum Thema Digitalisierung

Wien (OTS) - Am 3. Februar um 23.10 Uhr in ORF 2

Mit „Overtourism“ und der Ausbeutung der Alpen beschäftigt sich zu
Beginn der „kulturMontag“ am 3. Februar 2020, um 23.10 Uhr in ORF 2.
Dazu ist die Professorin für Raumforschung und Raumplanung von der
Universität für Bodenkultur, Dr. Gerlind Weber, live zu Gast im
Studio bei Martin Traxl. Außerdem beschäftigt sich die Sendung in
einem Schwerpunkt zur Digitalisierung mit der chinesischen
Social-Media-Videoplattform „TikTok“, die sich derzeit rasch
steigender Beliebtheit erfreut, und widmet sich dem Umgang mit dem
Überwachungskapitalismus, den Harvard-Ökonomin Shoshana Zuboff in
ihrem neuen Buch kritisiert.

Tiroler Zukünfte – Winter-Tourismus im Wandel

In Tirol sollen 64 Hektar neue Pisten durch den geplanten
Zusammenschluss der Skigebiete im Ötz- und Pitztal entstehen und den
Tourismus fördern. Doch das 120-Millionen-Euro-Projekt wurde und wird
von Umweltinitiativen – u. a. von prominenten Gegnern wie Reinhold
Messner – heftig bekämpft. Wie sinnvoll ein Gletscher-Skigebiet ist,
wenn jetzt schon die Gletscher schmelzen, das fragt sich die
Künstlerin „Elsa kann nicht schlafen“ in ihrem
aktivistisch-satirischen Instagram-Account. Sie will anonym bleiben,
denn kritische Fragen zum Thema Umbau der Alpen und zum Klimawandel
hört die mächtige Ski-Tourismusindustrie nicht gerne. Auch der
Tiroler Fotograf Lois Hechenblaikner hat sich in seinen
künstlerischen Arbeiten dieser Problematik gestellt. Die
österreichische Kulturanthropologin Herta Nöbauer meint, dass Schnee,
die Berge und das Skifahren einst wichtig waren für die
österreichische Identität. Doch ist der alpine Sport heute nur noch
einer der Eliten? Ist ein Festhalten an einer Tradition, die schon
keine mehr ist, notwendig? Wie geht man hierzulande mit dem
Schlagwort „Overtourism“ um? Welche alternativen Strategien lassen
sich der Ausbeutung der Alpen entgegensetzen? Und wie sieht die
kulturelle Identität heute aus? Dazu ist Dr. Gerlind Weber,
Professorin für Raumforschung und Raumplanung von der Universität für
Bodenkultur, live zu Gast im Studio.

Die Welteroberer – Smombies, TikTok & Co.

Die erfolgreichste Neuerung auf dem Gebiet der Smartphone-Apps stammt
aus China und heißt TikTok. Keine andere App wurde 2019 öfter
heruntergeladen als jene der chinesischen
Social-Media-Videoplattform, die seit November mehr als eine
Milliarde Nutzer hat. TikTok ist das erste soziale Netzwerk dieser
Größe, das nicht aus dem kalifornischen Silicon Valley kontrolliert
wird. Was auf der Plattform passiert, lässt sich flapsig mit „Junge
Menschen machen coole Sachen zu cooler Musik“ zusammenfassen.
Vergangenen Herbst kam es zu einem entlarvenden Fall. Eine
amerikanische Schülerin hatte ein als Schmink-Tutorial getarntes
Video auf die Plattform geladen, in dem sie ihre Follower über
chinesische Umerziehungslager aufklärte. Das Video war clever
gemacht. Die Schülerin wechselte den Tonfall nicht, während sie
thematisch von Wimperntusche zu Umerziehungslagern schwenkte und so
versuchte, den Algorithmus auszutricksen. Politische Inhalte,
insbesondere chinakritische, werden ganz und gar nicht goutiert.

Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus – Der Mensch als
Datenlieferant

Gesetze hin oder her – ungeniert und ungehindert sammeln
Digitalkonzerne wie Facebook und Google Daten. Wie es so weit kommen
konnte und warum wir dem Überwachungskapitalismus so hilflos
gegenüberstehen, erklärt die renommierte Harvard-Ökonomin Shoshana
Zuboff in ihrer Analyse. Shoshana Zuboff bewertet die soziale,
politische, ökonomische und technologische Bedeutung der großen
Veränderung, die gerade erlebt wird. Sie zeichnet ein
unmissverständliches Bild der neuen Märkte, auf denen Menschen nur
noch Quelle eines kostenlosen Rohstoffs sind – Lieferanten von
Verhaltensdaten. Noch haben wir es in der Hand, wie das nächste
Kapitel des Kapitalismus aussehen wird. Meistern wir das Digitale
oder sind wir seine Sklaven? Zuboffs Buch liefert eine neue Erzählung
des Kapitalismus. An ihrer Deutung kommen kritische Geister nicht
vorbei.

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