• 31.01.2020, 11:25:17
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  • OTS0075

Greenpeace zur BMK-Pfandstudie: “Müll sammeln ist gut, vermeiden ist besser”

Nur ein Pfandsystem mit gesetzlicher Mehrwegquote für Handelsunternehmen bringt notwendige Abfallreduktion

Utl.: Nur ein Pfandsystem mit gesetzlicher Mehrwegquote für
Handelsunternehmen bringt notwendige Abfallreduktion =

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die Ergebnisse der heute vom
Klimaschutzministerium veröffentlichten Pfandstudie, die die
Einführung von Pfand auf Kunststoff- und Metallgetränkeverpackungen
in Österreich und die Förderung von Mehrwegsystemen empfiehlt. Die
Umweltschutzorganisation betont, dass aus Umweltsicht nur beides
gemeinsam eine deutliche Abfallreduktion bringt. Greenpeace fordert
von der Bundesregierung, noch in diesem Jahr ein Pfandsystem mit
gesetzlicher Mehrwegquote umzusetzen und den Mehrweganteil in den
nächsten Jahren konsequent zu steigern. Der vom BMK angekündigte
Runde Tisch zu Kunststoffverpackungsmüll muss schnell zu Ergebnissen
kommen, so Greenpeace.

“Müll sammeln ist gut, aber Müll vermeiden ist besser. Pfand auf
Einwegflaschen zu erheben, fördert zwar die Rückgabe von Flaschen,
allerdings ist aus Umweltsicht die Wiederverwendung von Flaschen die
beste Lösung. Das schaffen wir mit einer gesetzlichen Mehrwegquote”,
so Lisa Panhuber, Konsumexpertin von Greenpeace in Österreich. Auch
ÖVP und Grüne haben sich dazu bekannt, Mehrweg zu fördern. Im
Regierungsprogramm heißt es etwa, es sollen “verbindliche gesetzliche
Rahmenbedingungen für den Ausbau von Mehrwegsystemen insbesondere
auch für Getränkeverpackungen” geschaffen werden.

Auch WissenschaftlerInnen sprechen sich für ein Pfandsystem mit
gesetzlicher Mehrwegquote aus. Der renommierte Abfall-Experte Prof.
Gerhard Vogel, ehemaliger Leiter des Instituts für Technologie und
nachhaltiges Produktmanagement an der WU Wien, sagt: “Mehrwegsysteme
sind eindeutig die ökologischste Verpackungsform. Eine Mehrwegflasche
ersetzt nicht nur bis zu 50 Wegwerf-Flaschen, sondern landet auch
seltener in der Umwelt.” Jeder Recyclingvorgang von Einweg-Flaschen
ist energieintensiv und mit Materialverlusten verbunden, da die
Flasche jeweils eingeschmolzen und neu geformt werden muss.
Mehrwegflaschen werden hingegen wiederverwendet.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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