- 29.01.2020, 15:09:57
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Bildungslandkarte der metalltechnischen Industrie präsentiert
Teschl-Hofmeister, Zwazl: 41,5 Millionen Euro für Berufsschulen
Utl.: Teschl-Hofmeister, Zwazl: 41,5 Millionen Euro für
Berufsschulen =
St. Pölten (OTS/NLK) - Die metalltechnische Industrie (MIT) hat in
Bezug auf die Regionen in Niederösterreich untersucht, welche
beruflichen Qualifikationen derzeit fehlen und welche Jobs künftig
benötigt werden. Die Ergebnisse dieser Bildungslandkarte
präsentierten Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und
NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl am heutigen Mittwoch bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bildungsdirektor Johann Heuras,
Veit Schmid-Schmidsfelden, Obmann der metalltechnischen Industrie der
WKNÖ, und Studienautor Herwig Schneider vom
Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) in Neunkirchen.
In den nächsten fünf Jahren wird die Fachkräftelücke allein in der
niederösterreichischen metalltechnischen Industrie auf etwa 2.100
Personen anwachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue, vom
Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) erstellte
Bildungslandkarte. „Die vorliegenden Zahlen sind alarmierend und es
bedarf Anstrengungen aller Beteiligten, um hier entgegenzuwirken“, so
Teschl-Hofmeister. „Der Wichtigkeit unserer Berufsschülerinnen und
Berufsschüler für die Wirtschaft sind wir uns bewusst, deshalb ist es
unser oberstes Ziel, im berufsbildenden Landesschulwesen
zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeiten mit möglichst viel
Praxisbezug auf dem neuesten Stand der Technik anzubieten. Dazu
bedarf es moderner Lehr- und Lernwelten. In diesem Zusammenhang
werden wir in den kommenden Jahren rund 41,5 Millionen Euro in die
Berufsschulen investieren, um die Ausstattung und die Räumlichkeiten
weiter zu verbessern“, hob die Landesrätin hervor. „Auch die
Bemühungen des Bundes gehen in die richtige Richtung und wir in
Niederösterreich werden in unserem Wirkungsbereich alles versuchen,
dass das Thema ‚Technik‘ in unseren Bildungseinrichtungen zunehmend
an Attraktivität gewinnt“, betonte sie.
Laut den Ergebnissen der Bildungslandkarte geben neun von zehn
befragten Betrieben an, dass aktuell aus Sicht der Unternehmer ein
Fachkräftemangel besteht. An der Spitze der nachgefragten
Qualifikationen stehen Metalltechnikerinnen und Metalltechniker,
gefolgt von Elektrotechniker und Mechatroniker. Beim Fachkräftebedarf
nach Bildungsabschlüssen liegt die Lehre mit 62 Prozent derzeit mit
Abstand an der Spitze. Sonja Zwazl sieht in der „Bildungslandkarte“
folglich auch eine weitere Bestätigung für den Wert der Lehre.
Niederösterreich brauche noch mehr Lehrlinge, betonte sie. „Wir
müssen verstärkt darauf achten, welche Qualifikationen aufgrund der
jeweiligen Wirtschaftsstruktur in den Regionen besonders wichtig
sind. Diese Chancen sollen den jungen Menschen entsprechend
aufgezeigt werden, etwa durch eine noch weitere Verknüpfung von
regionalen Unternehmen und örtlichen Schulen“, so Zwazl.
Bildungsdirektor Johann Heuras betonte dazu: „Wir sind immer im engen
Kontakt mit Wirtschaft und Industrie und bemühen uns, die Bedürfnisse
des Arbeitsmarktes und der wirtschaftlichen Entwicklung bei unseren
Ausbildungsprozessen zu berücksichtigen. Diese Abstimmung ist umso
wichtiger, weil Veränderungen und neue Akzente erst nach Jahren
spürbar werden. Durch neue Schwerpunktsetzungen und Ausrichtungen
versuchen wir, die wirtschaftlichen Entwicklungen bestmöglich zu
unterstützen“. Das niederösterreichische Bildungswesen zeichne eine
gelebte Partnerschaft mit der Wirtschaftskammer und der
Industriellenvereinigung aus, so Heuras.
Veit Schmid-Schmidsfelden, Obmann der metalltechnischen Industrie,
hielt fest: „Wir müssen stärker denn je darauf achten, dass im
geforderten Moment das Know-how im Unternehmen langfristig vorhanden
ist. Es erfordert dabei ein vorausschauendes Handeln in der
Personalplanung und Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Die Bildungslandkarte gibt uns ein wertvolles Instrument
für mögliche Maßnahmen, die wir in einem gemeinsamen Prozess
erarbeiten und umsetzen können“.
Studienautor und IWI-Leiter Herwig Schneider richtet den Fokus vor
allem auf die Frage, welche Qualifikationen künftig gebraucht werden.
„Ein Drittel der befragten Unternehmen würde sofort neue Fachkräfte
einstellen, wenn diese verfügbar wären. Die Studienergebnisse
unterstreichen auch, dass die metalltechnischen Unternehmen weiter
internationale Marktpotenziale sehen“, hob Schneider hervor.
Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail [email protected], bzw.
Wirtschaftskammer Niederösterreich, Christian Buchar, Telefon
02742/851-14600, [email protected], www.wko.at/noe.
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