Elementarpädagogik: Erstmals wissenschaftliche Arbeiten mit Heide Lex-Nalis-Preis“ ausgezeichnet

Wien (OTS) - Die Bildungsexpertin Heidemarie Lex-Nalis ist Namensgeberin für einen neuen Preis im Bereich der Elementarpädagogik: Die vor zwei Jahren verstorbene Expertin und Pädagogin hat mit ihrem Engagement wesentlich zur Aufwertung des wichtigen Berufsfeldes der Kindergartenpädagogik beitragen.

Die von der Uni Wien und dem FH Campus Wien gestiftete Auszeichnung soll nun ExpertInnen vor den Vorhang holen, die sich ähnlich wie Heide Lex-Nalis, mit wissenschaftlichem Engagement mit der Elementarpädagogik auseinander setzen.

Heuer wurden insgesamt drei Arbeiten ausgezeichnet, die Urkunden wurden in der Vorwoche von Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky überreicht: Regina Lins beschäftigt sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit dem sehr aktuellen Thema „Übergang vom Kindergarten in die Schule“. Nazime Öztürk widmet ihre Master-Arbeit dem Zugang zu unterschiedlichen elementarpädagogischen Bildungsinstitutionen in Wien. Dabei geht es unter anderem um die Frage, warum es zu Segregationseffekten in der Wahl von Bildungseinrichtungen kommt. Eva Frick hat ihre Dissertation dem Thema „Literalität. Sprachentwicklung und frühe Sprachförderung in elementaren Bildungseinrichtungen. Ein Spannungsfeld zwischen Institution und Familie?“ gewidmet. Inhaltlich geht es auch hier um ein immens wichtiges Thema, nämlich um die Sprachentwicklung in der Erstsprache.

„All diese Fragenstellungen und Ergebnisse sind spannend und auch für unsere Arbeit in Wien von Bedeutung“, unterstrich Stadtrat Jürgen Czernohorszky im Rahmen der Preisüberreichung. „Wir alle wissen, dass Bildung ein lebender und ständig sich weiterentwickelter Prozess ist. Zu wissen, dass hier wissenschaftlich so aktuell und hochprofessionell gearbeitet wird, lässt mich in eine sehr positive Zukunft blicken!“

Zu Heidemarie Lex-Nalis

Heidemarie Lex-Nalis hat ihre berufliche Laufbahn 1968 als Kindergartenpädagogin bei der Stadt Wien begonnen. Danach folgten Jahre als Pädagogin an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Deutschland. Nach ihrer Rückkehr nach Wien war sie von 1993 bis 2003 Leiterin der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in der Ettenreichgasse. Mit besonderem Engagement war sie auch in der Vortrags- und Fortbildungsarbeit für MitarbeiterInnen und Führungskräfte im Bildungs- und Sozialbereich tätig. Zu einer wichtigen Kooperationspartnerin für Wien wurde sie als Mitbegründerin des bundesweiten Netzwerks „Plattform Educare“, wo sie immer wieder auch zu bildungspolitisch wichtigen Fragen Stellung bezog: Ganz besonders müssen hier ihr großes Engagement und ihr Einsatz im Bereich der Akademisierung von KindergartenpädagogInnen hervorgehoben werden.

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