FPÖ Wien will Praterstraße in jetziger Form beibehalten

Dianabad soll von der Stadt Wien übernommen werden, fordern die Freiheitlichen

Wien (OTS/RK) - Die Wiener FPÖ fordert, dass der momentane Zustand der Praterstraße in der Leopoldstadt „beibehalten“ wird, wie FPÖ-Klubobmann Toni Mahdalik und FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Seidl heute, Montag, in einem Pressegespräch formuliert haben. Seit Jahren wird über die Neugestaltung der wichtigen Verkehrsverbindung, die rund einen Kilometer lang ist und den Praterstern mit dem Donaukanal verbindet, diskutiert. Seitens der Bezirksvorstehung und der Stadt Wien ist ein Umbau samt der Reduktion einer Fahrspur stadtauswärts sowie die Einführung einer 30er-Zone angedacht. Konkrete Pläne dazu sollen im Frühjahr präsentiert werden. Ziel ist die Schaffung einer attraktiven Geschäftsstraße mit mehr öffentlichem Raum inklusive mehr Grünflächen und Trinkbrunnen. „Der Umbau ist nicht notwendig, denn die Praterstraße funktioniert als Geschäftsstraße und als Verkehrsverbindung bereits jetzt sehr gut. Die grüne Bezirksvorsteherin soll hier mit ihren Plänen nichts verschlimmbessern“, verlangte Mahdalik: „Es gibt kaum Leerstände in Geschäftslokalen, sichere Radwege und genügend Sitzplätze entlang der Straße.“ Gemeinderat Seidl bezeichnete den Plan, eine Fahrspur dem Autoverkehr wegzunehmen als „verkehrspolitischen Super-GAU“. Auch die eventuelle Einführung einer Tempo-30-Zone in der Praterstraße würde den Ausstoß klimaschädlicher Stoffe „in keiner Weise verringern“, sagte Mahdalik.

Laut Seidl gäbe es im zweiten Wiener Gemeindebezirk dringendere Themen als den Umbau der Praterstraße. So wie den drohenden „Badeschluss“ für das Dianabad. Das privat betriebene Hallenbad soll Ende Oktober schließen, wie der Betreiber kürzlich ankündigte. Was mit dem Gebäude in der Lilienbrunngasse passiert, ist nicht geklärt. Die Stadt Wien hatte eine Übernahme des Bades abgelehnt, da „zu viel Geld“ in notwendige Sanierungsarbeiten, Miete und laufenden Betrieb geflossen wären. „Dazu werden wir in der Sitzung des Gemeinderats am kommenden Mittwoch einen Anfrage stellen, damit die konkreten Kosten einer möglichen Übernahme des Dianabads durch die Stadt genannt werden“, kündigte Seidl an. Das Geld, das in den Umbau der Praterstraße fließen soll, wäre in der Übernahme und dem weiteren Betrieb des Dianabads besser investiert, sagten die beiden FPÖ-Gemeinderäte. „Zumal damit das einzige Hallenbad im Bezirk dichtmachen würde und viele Schulklassen für Schwimmkurse aus der Leopoldstadt auspendeln müssten“, ergänzte Seidl.

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