• 24.01.2020, 22:25:01
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  • OTS0148

Lackner zum Schönborn 75er: "Wahrlich ein Freund der Menschen!"

Festkonzert als Höhepunkt der Feierlichkeiten am Freitagabend im Wiener Stephansdom - Kardinal dankt Mitarbeitern und blickt zugleich auf bewegte letzte Wochen seit Lungeninfarkt zurück "Dankbar, dass ich am Leben geblieben bin. Es war knapp"

Utl.: Festkonzert als Höhepunkt der Feierlichkeiten am Freitagabend
im Wiener Stephansdom - Kardinal dankt Mitarbeitern und blickt
zugleich auf bewegte letzte Wochen seit Lungeninfarkt zurück
"Dankbar, dass ich am Leben geblieben bin. Es war knapp" =

Wien (KAP) - Mit einem Benefizkonzert im Stephansdom hat die
Erzdiözese Wien am Freitagabend ihren Erzbischof, Kardinal Christoph
Schönborn, aus Anlass seines 75. Geburtstages am 22. Jänner hochleben
lassen. Unter dem Motto "Laudamus te!" führten das Vokalensemble St.
Stephan und das Wiener Domorchester die Große Messe in c-Moll (KV
427) von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Der Salzburger Erzbischof Franz
Lackner würdigte Schönborn in einer kurzes Ansprache mit den Worten,
Schönborn sei "wahrlich ein Freund der Menschen". Kardinal Schönborn
wiederum dankte seinen Mitarbeitern und blickte zugleich auf die
bewegten letzten Wochen seit seinem Lungeninfarkt zurück: "Ich bin
dankbar, dass ich am Leben geblieben bin. Es war knapp".

Anwesend waren im vollbesetzten Dom u.a. der Apostolische Nuntius in
Österreich, Erzbischof Pedro López Quintana, zahlreiche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien sowie ein
Großteil des österreichischen Episkopats - darunter die Wiener
Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovszky, die Bischöfe
Manfred Scheuer (Linz), Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Wilhelm
Krautwaschl (Graz), Alois Schwarz (St. Pölten) die emeritierten
Bischöfe Egon Kapellari, Maximilian Aichern, Ludwig Schwarz, Alois
Kothgasser sowie Paul Iby, der St. Pöltner Weihbischof Anton
Leichtfried sowie Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka.
Seitens der Politik waren u.a. Außenminister Alexander Schallenberg
und SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner unter den Gästen.

Erzbischof Lackner gratulierte im Anschluss an das Konzert namens der
gesamten Bischofskonferenz und würdigte zudem die besondere Gabe
Schönborns, trotz seiner vielfältigen weltkirchlichen Aufgaben nie
den Kontakt zu den Gläubigen vor Ort und auf Augenhöhe verloren zu
haben. "Du bist wahrlich ein Freund der Menschen!", so Lackner, der
dies daran erläuterte, dass Schönborn etwa bei Gottesdiensten während
der Bischofskonferenz-Vollversammlungen stets der letzte gewesen sei,
der nach diesen Gottesdiensten beim Essen erschien - weil er noch so
lange das Gespräch mit den Menschen gesucht habe.

Nach Lackner ergriff auch der Wiener Generalvikar Nikolaus Krasa das
Wort und gratulierte seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem
Kardinal. Er verwies - in Anlehnung an einen mitgebrachten,
überdimensionalen roten Luftballon - auf drei besondere
Eigenschaften, die Schönborn auszeichnen würden: Die demütige,
gleichermaßen auf Gott und auf die Menschen ausgerichtete
Grundhaltung; die "weltkugelweite Vernetzung" Schönborns und seine
weltmännische Weite, sowie sein zugleich einfacher Lebensstil.

"Es war knapp"

Zuletzt - nach einem von allen Anwesenden angestimmten
Geburtstags-Kanon "Viel Glück und viel Segen - dankte ein sichtlich
bewegter Kardinal Schönborn "für diesen wunderbaren Abend" im
Stephansdom, der ihn seit seinem Amtsantritt 1995 bis heute
beeindrucke. Zugleich richtete er einen Dank an seine
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und blickte zugleich auf die
bewegten letzten Wochen seit seinem Lungeninfarkt zurück: "Ich bin
dankbar, dass ich am Leben geblieben bin. Es war knapp".

Dankbarkeit empfinde er auch, wenn er auf die Kirche insgesamt
blicke: Für viele sei Kirche "ein Reiz-, ja, ein Unwort" - er habe
Kirche indes von jung an bis heute bei allen Konflikten und Krisen
doch stets als sein "Zuhause" erleben dürfen. Kirche sei schließlich
immer mehr als eine bloße Institution - sie sei "Seelen- und
Herzensgemeinschaft", auch wenn dieses Wesen oftmals "verdeckt und
verschmutzt" erscheine. Sein eigenes Leben habe er stets als "von
Gott gefügt" erlebt, schloss Schönborn: "Das ist das, was ich im
Rückblick auf Leben sagen kann: Gott fügt - auch dort, wo wir es oft
gar nicht vermuten".

Konzerterlös für Projekte in Wien und Syrien

Der Erlös des Konzerts kommt sowohl der Hilfsorganisation "Open
Hospitals - Medizinische Versorgung in Syrien" und dem
Caritas-Projekt "Le+O" für Bedürftige in Österreich zugute. Im
Anschluss lud die Erzdiözese zu einer Agape in den Innenhof des
Erzbischöflichen Palais.

Die Erzdiözese Wien hat zum 75. Geburtstag von Kardinal Schönborn
eine eigene Gratulations-Website freigeschaltet. Unter
www.kardinalschoenborn.at/geburtstag kann man persönliche
Glückwünsche für den Jubilar hinterlassen. Auf den
Social-Media-Kanälen lädt die Erzdiözese außerdem dazu ein, unter dem
Hashtag "#GlückwunschKardinal" Grüße zu posten.

Weitere Meldungen, Hintergründe und ein umfassendes Portrait von
Kardinal Schönborn bietet ein Kathpress-Dossier unter
www.kathpress.at/schoenborn.

((ende)) HKL/PWU
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