Über 2000 bringen breiten Protest gegen FPÖ-Ball auf die Straße

Offensive gegen Rechts: „Wir lassen nicht locker!“

Wien (OTS) - Auch 2020 haben erneut Tausende ihren Unmut über das ewiggestrige Spektakel in der Wiener Hofburg, den deutschnationalen FPÖ-Akademikerball, auf die Straße getragen. „Wir freuen uns, dass im zwölften Protestjahr so viele Menschen gegen den Akademikerball auf die Straße gegangen sind. Damit zählen die Proteste gegen den Burschenschafterball zu den beständigsten Protesten in der Geschichte Österreichs“, freut sich Käthe Lichtner, Sprecherin der Offensive gegen Rechts (OGR). Lichtner weiter: „Gleichzeitig müssen wir uns schon über einen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz wundern, der in vielen Fällen darin bestand, bei Minusgraden Menschen mit Schal wegen dem Vermummungsverbot zu perlustrieren.“

Über den Charakter dieser Burschenschaften selbst sollte nach NS-Liederbuchaffären, Verbindungen zu den neofaschistischen Identitären und einem Gedankengut, das vor großdeutschen Wahnvorstellungen und NS-Verharmlosung bis NS-Verherrlichung nur so trieft, kein Zweifel bestehen. Deutschnationale Burschenschafter haben eine Scharnierfunktion zwischen FPÖ und außerparlamentarischer rechtsextremer Bewegung - was nicht zuletzt die Beteiligung von Kadern der neofaschistischen Identitären am Ball zeigt.

Die Offensive gegen Rechts bedankt sich bei allen Antifaschist_innen für ihr Engagement: „Wir haben heute erneut gezeigt, dass wir es nicht hinnehmen, wenn mal wieder der deutschnationale Rechtswalzer in der Hofburg gedreht werden soll - wir lassen nicht locker!“, so Lichtner abschließend.


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