Größter Aufgriff an gefälschten Luxusuhren im Originalwert von 15 Mio. Euro in Österreich

Wien (OTS) - Nach dem spektakulären Aufgriff von sechs Tonnen Fälschungen im Wert von 5,2 Mio. Euro Mitte November deckten die Flughafenzöllner wiederholt einen dreisten Fall von Produktpiraterie auf. Zur Verzollung angemeldet wurden 62 Sporttaschen, deren Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen aufgefallen sind. Darüber hinaus konnten weder Packliste noch Rechnung vorgelegt werden. Auch die Art der Verpackung erschien den Zöllnerinnen und Zöllnern für die deklarierten Sporttaschen eigentümlich. Die darauffolgende Kontrolle brachte den tatsächlichen Sendungsinhalt zu Tage.

Entgegen den Angaben der Versender machten tatsächlich Uhren, Schuhe, Handtaschen, Trainingsanzüge verschiedener Luxusmarken den Hauptteil der Sendung aus. Insgesamt sind 17 Rechtsinhaber von diesen Produktfälschungen betroffen.

„Unsere Zollbeamten leisten mit ihrer professionellen Arbeit einen wertvollen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Österreich und schützen Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie sind an vorderster Front im Einsatz unter anderem im Kampf gegen Produktpiraterie“, so Finanzminister Blümel. „Ich bedanke mich für ihre wichtige Arbeit und darf zu diesem spektakulären Aufgriff gratulieren“, so Blümel.

Größter Aufgriff an gefälschten Luxusuhren in Österreich

869 der rund 2.400 beschlagnahmten Plagiate sind gefälschte Luxusuhren. Ausgehend vom legalen Verkaufspreis für Uhren der in dieser Frachtsendung imitierten Luxusmarken kann ein Originalwert von 15 Mio. Euro angenommen werden. Damit stellt diese Sendung gleichzeitig den größten Aufgriff an gefälschten Luxusuhren, den es jemals in Österreich gab, dar.

783 Paare Designerschuhe stellten sich als Plagiate von namhaften Designern heraus. Weitere 510 Trainingsanzüge geben vor, von einer namhaften Sportmarke zu sein.

Eine chinesische Handelsfirma ließ diese Produktplagiate wie Luxusuhren, Designerschuhe und – handtaschen oder auch Markentrainingsanzüge über eine Transportfirma in Hongkong abwickeln, die die Waren über Taiwan nach Österreich weiterleitete. Österreich sollte dabei nur als Drehscheibe fungieren. Bestimmungsort der 1,5 Tonnen Fälschungen war Bratislava in der Slowakei. Weitere Details zu den Hintermännern und dem Betrugsszenario sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

2019 10mal so viele Plagiate vom Zoll sichergestellt wie 2018

Nach Studien der OECD und des Amtes der EU für geistiges Eigentum (EUIPO) steigen Produktfälschungen stetig. Auch in Österreich zeigt sich dieser Trend bestätigt. Konnte der Zoll 2018 noch 760 Aufgriffe verzeichnen, hat sich diese Anzahl 2019 auf 3.000 Aufgriffe vervierfacht. Gleich auf das Zehnfache stieg dabei die Anzahl der dabei beschlagnahmten Artikel an: von knapp 40.000 im Jahr 2018 stiegen die Plagiate im Jahr 2019 auf über 400.000 an.

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