NEOS zu Gesundheitszentren: Mediziner_innen brauchen unternehmerische Freiheit statt billiger Kredite

Gerald Loacker: „Wer glaubt, die geringe Zahl an Primärversorgungszentren läge an zu teuren Krediten, der hat überhaupt nichts verstanden.“

Wien (OTS) - Kopfschüttelnd reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf den von Sozialminister Anschober geforderten Ausbau der Gesundheitszentren sowie den Ruf nach billigeren Krediten für Ärzt_innen. „Wer glaubt, die geringe Zahl an Primärversorgungszentren läge an zu teuren Krediten, der hat überhaupt nichts verstanden“, so Loacker. „Junge Ärztinnen und Ärzte zählen für jede Bank zu den 1A-Zielkunden. Außerdem ist das Zinsniveau auch ohne Rudi Anschober sensationell niedrig.“ Das große Problem seien vielmehr die unattraktiven Rahmenbedingungen für Gesundheitszentren, führt Loacker aus: „Die Ärzte müssen solch ein Zentrum betreiben, wie es der Kasse und der Ärztekammer passt, nicht wie sie es als Freiberufler und Unternehmer selbst gestalten würden. Das heißt, Standort und Personalausstattung werden von Kasse und Kammer festgesetzt, nicht von den Ärztinnen und Ärzten, die das Gesundheitszentrum betreiben.“

Die Vergütung von Leistungen der Allgemeinmediziner_innen durch die Kassen sei, so der NEOS-Gesundheitssprecher, bekanntlich nicht mehr zeitgemäß. Daran ändere auch der Betrieb eines Gesundheitszentrums nichts, die Leistungen würden gleich vergütet. Loacker: „Wer das Primärversorgungszentrum in Form einer Gruppenpraxis betreibt, muss zum Teil mit Reduktionen rechnen. Und wenn der Kassenvertrag auf fünf Jahre befristet ist, dann nützt nach Ablauf jener Jahre auch ein günstiger Kredit nichts. Die jungen Medizinerinnen und Mediziner brauchen vielmehr flexible Möglichkeiten der Zusammenarbeit, ebenso wie unternehmerische Freiheit.“

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