„Postsportplatz“: Stadt Wien legt klare Vorgaben fest

Gerade vor dem Hintergrund des spürbaren Klimawandels sollten wir unser Augenmerk vermehrt darauflegen, neue Wohnbauten nicht maßlos zu errichten. Die sanfte Stadterneuerung und das behutsame Schaffen von neuem Wohnraum in der Stadt muss auch in einem guten Verhältnis zu Frei-, Grün- und Erholungsflächen stehen. Es ist wichtig beim Postsportplatz klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Anrainerinnen und Anrainer zu informieren und bestmöglich einzubinden.
Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer
In einer wachsenden Stadt sind Grünraum und Platz für Erholung für alle Wienerinnen und Wiener wichtige Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen müssen – besonders in Zeiten der Klimakrise. Das ist auch für die Entwicklung des Hernalser Postsportplatz prioritär. Damit das bestmöglich gelingt, ist mir der Dialog mit den Menschen im Grätzl besonders wichtig. Die Stadtentwicklungskommission hat deshalb einen umfassenden BürgerInnenbeteiligungsprozess sowie die Sicherung von grünen und öffentlich nutzbaren Flächen als Rahmenbedingungen für weitere mögliche Planungen festgelegt.“
Vizebürgermeisterin Birgit Hebein

Wien (OTS) - Stadtentwicklungskommission definiert klare Regeln – Informations- und Beteiligungsveranstaltung Mitte Februar - Sportnutzung, Grün-und Freiraumplanung, Mobilität und Wohnen als zentrale Themen

Ausgelöst durch die Ankündigung der Post AG, neue Nutzungen für das in ihrem Eigentum befindliche traditionsreiche Postsportareal im 17. Bezirk anzustreben, legt die Stadt Wien jetzt klare Rahmenbedingungen für das Areal fest. Die Stadtentwicklungskommission hat in ihrer letzten Sitzung im Dezember 2019 entsprechende Vorgaben beschlossen.

Vier Themen stehen im Mittelpunkt des Beschlusses: Erhalt der Sportnutzung, die Aufwertung und Erweiterung von Grün- und Freiraum sowie Mobilität und Wohnen. Zudem werden die BürgerInnen aktiv eingebunden.

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: „In einer wachsenden Stadt sind Grünraum und Platz für Erholung für alle Wienerinnen und Wiener wichtige Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen müssen – besonders in Zeiten der Klimakrise. Das ist auch für die Entwicklung des Hernalser Postsportplatz prioritär. Damit das bestmöglich gelingt, ist mir der Dialog mit den Menschen im Grätzl besonders wichtig. Die Stadtentwicklungskommission hat deshalb einen umfassenden BürgerInnenbeteiligungsprozess sowie die Sicherung von grünen und öffentlich nutzbaren Flächen als Rahmenbedingungen für weitere mögliche Planungen festgelegt.“

Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer: „Gerade vor dem Hintergrund des spürbaren Klimawandels sollten wir unser Augenmerk vermehrt darauflegen, neue Wohnbauten nicht maßlos zu errichten. Die sanfte Stadterneuerung und das behutsame Schaffen von neuem Wohnraum in der Stadt muss auch in einem guten Verhältnis zu Frei-, Grün- und Erholungsflächen stehen. Es ist wichtig beim Postsportplatz klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Anrainerinnen und Anrainer zu informieren und bestmöglich einzubinden.“

Der Postsportplatz muss in seiner jetzigen Funktion als Sportstätte garantiert erhalten bleiben. Alle derzeitigen Funktionen als Sportstätte sollen auch in Zukunft sichergestellt sein. Weitere Zielsetzungen sind eine Modernisierung der Anlage und eine Erweiterung des Angebotsspektrums, insbesondere die teilweise Öffnung der Sportstätte für die Allgemeinheit.

Ziel ist, neue Grün- und Freiräume zu schaffen, bestehende Grünflächen werden aufgewertet und vernetzt. Der alte Baumbestand bleibt erhalten, Neupflanzungen müssen sicher gestellt sein. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel müssen Teil des Gesamtkonzepts sein.

Um die Barrierewirkung des Areals zu verringern, soll es eine rad- und fußläufige Durchwegung und eine verbesserte Zugänglichkeit geben. Zudem muss ein angemessenes Stellplatzregulativ sichergestellt werden.

Die von der Post AG angestrebte Wohnbebauung ist nur eingeschränkt auf dem derzeit gewidmeten Bauland und der versiegelten Parkplatzfläche im Randbereich denkbar. Die Gebäudehöhen orientieren sich an den im direkten Umfeld (Rosensteingasse) festgesetzten Bauklassen. Voraussetzung ist zudem, dass - neben den oben genannten - auch grundsätzliche Zielsetzungen der Stadt Wien eingehalten werden. Dabei geht es um die Umsetzung von gefördertem Wohnbau oder die Schaffung von technischer und sozialer Infrastruktur.

Mitte Februar (genauer Zeitpunkt und Ort werden zeitgerecht bekannt gegeben) wird die Wiener Stadtentwicklung zu einer ersten BürgerInnenveranstaltung einladen, in der die von der Stadtentwicklungskommission beschlossenen Vorgaben vorgestellt und mit den BürgerInnen diskutiert werden. Ziel ist, über zukünftige Rahmenbedingungen zu reden und gemeinsam die weitere Vorgangsweise zu definieren. Auch der Postsportverein soll eng in den Prozess eingebunden werden. Die Wünsche und die Interessen der BürgerInnen werden aufgenommen. Zudem wird es ab dann für die BürgerInnen regelmäßig Informationen über den Planungsstand und Möglichkeiten der Mitbestimmung geben.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing.in Alexandra Rupp-Ebenspanger
Magistratsabteilung 21 - Stadtteilplanung und Flächennutzung
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Theresa Vonach, MSc
Mediensprecherin Vzbgm. Birgit Hebein
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