- 14.01.2020, 14:19:54
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LH Wallner: Mehr Eigenständigkeit für hochwertige Musik-Ausbildung
Vom Landeskonservatorium zur Privatuniversität – Land gibt grünes Licht für Akkreditierungsantrag
Utl.: Vom Landeskonservatorium zur Privatuniversität – Land gibt
grünes Licht für Akkreditierungsantrag =
Bregenz (OTS) - Das Vorarlberger Landeskonservatorium geht in seiner
Weiterentwicklung zur künftigen „Stella Vorarlberg Privatuniversität
für Musik“ in die nächste Etappe. Mit der heute, Dienstag, erteilten
Finanzierungszusage der Landesregierung kann der
Akkreditierungsantrag bei der Agentur für Qualitätssicherung
eingereicht werden. Wird die – gesetzlich auf die Dauer von sechs
Jahren festgelegte – Erstakkreditierung erteilt, so ist geplant, dass
die Privatuni zu Beginn des Sommersemesters 2021 ihren Betrieb
aufnehmen kann, teilten Landeshauptmann Markus Wallner und
Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink gemeinsam mit dem
Geschäftsführer des Landeskonservatoriums, Peter Schmid, im
Pressefoyer mit.
Die künftige Privatuniversität soll als führende Musikhochschule
im Bodenseeraum etabliert werden. „Das ist ein wichtiger Schritt für
die Ausbildung von Musiklehrerinnen und Musiklehrer und eine weitere
beträchtliche Aufwertung für den Bildungsstandort Vorarlberg“, sagte
Landeshauptmann Wallner. Ziel des Landes sei eine unabhängige
musikalische Ausbildung auf Hochschulniveau in Vorarlberg, denn
bisher sind akademische Zertifizierungen nur im Rahmen einer
Zusammenarbeit durch die Universität Mozarteum möglich. „Um nicht an
Attraktivität zu verlieren, brauchen wir eine eigenständige
Einrichtung, deren Studienangebot auf die kulturellen und
gesellschaftlichen Bedürfnisse Vorarlbergs ausgerichtet ist“, so
Wallner.
Qualitative Weiterentwicklung
Derzeit sind rund 320 Studierende am Landeskonservatorium
eingeschrieben, die Planzahlen der künftigen Privatuniversität sehen
eine Belegung mit 305 Studierenden vor. „Wir wollen nicht eine
quantitative, sondern eine qualitative Weiterentwicklung“, betonte
Landesstatthalterin Schöbi-Fink. Das Studienangebot umfasst zwei
Bachelor-Lehrgänge und – erstmals in Vorarlberg – darauf aufbauende
Master-Studien. Im Fokus wird wie bisher die Ausbildung von
Musikpädagoginnen und Musikpädagogen für die Vorarlberger
Musikschulen stehen – nicht zuletzt, weil dort in den nächsten Jahren
eine beachtliche Pensionierungswelle ansteht. „Aber zugleich soll der
Blick über die Musikschulen hinaus auf alle denkbaren Bereiche
gerichtet werden, in denen sich Musikerinnen und Musiker beruflich
verwirklichen und positiv in die Gesellschaft wirken können“, so
Schöbi-Fink.
Neben den Universitätsstudien sollen auch Lehrgänge für Elementare
Musikpädagogik und Chor- und Ensembleleitung weiterhin angeboten
werden, da sie für die Bildungs- und Kulturlandschaft Vorarlbergs von
Bedeutung sind. Sie werden mit kostendeckenden Studienbeiträgen
finanziert, erläuterte Schöbi-Fink. Auch das bisherige künstlerische
Basisstudium wird künftig als Pre-College große Bedeutung haben, um
herausragende Musiktalente aus der Region auf ein Musikstudium an der
Privatuni vorzubereiten.
Für Geschäftsführer Schmid gehören zur Mission der künftigen
Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik neben der
hervorragenden künstlerischen und pädagogischen Ausbildung auch ein
bemerkenswerter Beitrag zur Forschung in den Bereichen Musikpädagogik
und Musikwissenschaft sowie die intensive Vernetzung mit regionalen
und internationalen Kultur- und Bildungsanbietern. Schmid hob die
breite Unterstützung für den Akkreditierungsantrag hervor. Rund 25
Kooperationspartner aus Vorarlberg und der angrenzenden
Bodenseeregion begrüßen diesen Weg und haben ihre
Kooperationsbereitschaft mit Letters of Intent dokumentiert.
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