• 10.01.2020, 13:00:16
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  • OTS0093

BMDW: Kampf um Daten - Wettbewerbsrecht in der modernen Welt

Dynamik im Wettbewerb um Daten und Innovation - Veranstaltungsreihe des Wirtschaftsministeriums zur Zukunft des Wettbewerbsrechts

Utl.: Dynamik im Wettbewerb um Daten und Innovation -
Veranstaltungsreihe des Wirtschaftsministeriums zur Zukunft
des Wettbewerbsrechts =

Wien (OTS/BMDW) - Daten ermöglichen die Entwicklung neuer Produkte
sowie neuer Vertriebsmöglichkeiten und sind damit entscheidend für
die Wettbewerbsfähigkeit. Die steigenden Abhängigkeiten sowie
bestehende Konzentrationen stellen das Wettbewerbsrecht allerdings
vor neue Herausforderungen. In Kooperation mit der
Wettbewerbskommission fand heute eine Fachdiskussion zum „Daten &
Wettbewerb“ im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des
Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW)
statt.

Internationale Expertinnen und Experten sowie Praktiker/innen
diskutierten dabei Lösungsansätze. Zahlreiche internationale Studien
untermauern die Ansicht der Teilnehmer/innen, wonach eine stärkere
Berücksichtigung der Bedeutung von Daten im Wettbewerbsrecht dringend
nötig ist. Die neue Europäische Kommission wird einerseits Vorschläge
über mögliche Modernisierungsschritte erarbeiten. Die in Deutschland
aktuell geplante 10. GWB Novelle (Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen) zeigt andererseits, dass es auch auf
nationaler Ebene zahlreiche Möglichkeiten gibt, den Wettbewerb zu
beleben und fairen Wettbewerb sicherzustellen. Ein anhaltender
Meinungsaustausch zwischen betroffenen Unternehmen, Forschung und
Verwaltung soll gewährleisten, dass bei allfälligen Maßnahmen stets
der Fokus auf die konkreten Anliegen der Betroffenen gelegt wird.
Vertreterinnen und Vertreter österreichischer Plattformen sowie
Unternehmer/innen mit eigenem Webshop konnten die Schwierigkeiten zu
erläutern, mit denen sie tagtäglich im ungleichen Kampf mit den
mächtigen Internetriesen konfrontiert sind. Unter dem Strich stand
ein deutlicher Ruf nach mehr Chancengleichheit.

Das BMDW betonte die Notwendigkeit, gleiche Bedingungen im
internationalen Wettbewerb, im Verhältnis zwischen großen und kleinen
Markteilnehmern in der Digitalwirtschaft sowie zwischen der Online-
und der Offline-Welt sicherzustellen. Gleichzeitig wurde die
Entschlossenheit der neuen Bundesregierung unterstrichen, auf
europäischer wie nationaler Ebene an einer Verbesserung der Situation
- vor allem für kleine und mittlere Unternehmen - zu arbeiten. Denn
nur durch engagierte und zielgerichtete Maßnahmen könne die
Ausgangsposition europäischer Unternehmen nachhaltig gestärkt und
Europa zu einem wichtigen Akteur in neuen Schlüsseltechnologien
aufsteigen.

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