- 09.01.2020, 13:31:36
- /
- OTS0105
Kärntner Volkspartei ruft das „Jahr der Regionen“ aus
ÖVP setzt im Jubiläumsjahr vier Schwerpunkte: Ländlicher Raum, Wirtschaftsstandort, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Familie in allen Phasen des Lebens.
Utl.: ÖVP setzt im Jubiläumsjahr vier Schwerpunkte: Ländlicher Raum,
Wirtschaftsstandort, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Familie
in allen Phasen des Lebens. =
Klagenfurt (OTS) - Mit dem ländlichen Raum, dem Wirtschaftsstandort,
der Umwelt und Nachhaltigkeit sowie der Familie setzt sich die
Kärntner Volkspartei vier Arbeitsschwerpunkte für das Jubiläumsjahr
2020. Das gaben Landesparteiobmann Martin Gruber, Landesrat Sebastian
Schuschnig und Clubobmann Markus Malle bei einer Pressekonferenz
bekannt. „Wir verordnen kein Einheitskonzept für ganz Kärnten,
sondern erarbeiten mit den Protagonisten regional unterschiedliche
Lösungen“, sagt Martin Gruber über die Grundhaltung der politischen
Arbeit. „Deshalb ist 2020 für uns das Jahr der Regionen.“
Bei Umwelt und Nachhaltigkeit setzt Gruber die Regionalitätsoffensive
fort, stellt die Orts- und Regionalentwicklung gesetzlich auf neue
Beine und erarbeitet eine neue Wald- und Forststrategie. „Als
Ergebnis des Radmasterplans bauen wir die überregionale
Radinfrastruktur kontinuierlich aus“, so Gruber. 2,5 Millionen Euro
fließen heuer in das Kärntner Radwegenetz.
Für die Regionen Kärntens steht 2020 im Zeichen des Masterplans
„Ländlicher Raum“, den Gruber im Jubiläumsjahr startet. Ziel sei,
nach Umsetzung des Standortmarketings regionale Strategien zu
erarbeiten. Auch durch Innovationsförderung und Diversifizierung
sollen landwirtschaftliche Betriebe gestärkt werden und spezielle
Förderprogramme – wie der Kleinprojektefonds – sollen den
gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Ehrenamt fördern.
Für den Wirtschaftsstandort setzt Gruber auf Investitionen in die
Infrastruktur. Neben den 2,5 Millionen Euro für die Radwege
investiert er erstmal 35 Millionen Euro in den Straßenbau und weitere
zehn Millionen in das ländliche Wegenetz.
Maßnahmen für die Stärkung des Wirtschaftsstandort sind auch für
Landesrat Sebastian Schuschnig ein vordringliches Anliegen, nachdem
sich die Konjunktur international eintrüben wird. „Wenn der Aufwind
nachlässt, müssen wir in Kärnten an unserer Sprungkraft arbeiten“,
zieht Schuschnig einen Vergleich zum Skispringen. „Die Neue
Volkspartei ist und bleibt die Partei, die für beste
Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sorgt.“ Geplant sind unter
anderem weitere Maßnahmen für Entbürokratisierung und Deregulierung
sowie für den Export. Im Tourismus wird die neue Regionsstruktur
umgesetzt und ein „Drei-Jahres-Aktionsplan“ erarbeitet. „Diesen
Aktionsplan stimmen wir mit dem Plan T der neuen Bundesregierung ab“,
so Schuschnig.
„Klimaschutz und wirtschaftliche Innovationskraft können Hand in Hand
gehen“, sagt Schuschnig klar. In der Mobilität will er heuer
entsprechende Impulse setzen und Kärnten weiter intensiv zu einer
Wasserstoff-Modellregion entwickeln. Weiters ist der Reformplan ÖV
2020+ in Erarbeitung; eine breite Umfrage soll im Februar den Bedarf
der Kärntner erheben. „Speziell für Pendler werden wir ein
Schnellbus-System für die großen Siedlungskerne der Regionen
entwickeln“, kündigt Schuschnig an. Als Ergänzung zur S-Bahn soll es
Siedlungskerne miteinander verbinden.
Dass Kärnten – neben Wirtschafts- und Arbeitsstandort – auch als
Lebensstandort attraktiv bleibt und noch attraktiver wird, ist
Clubobmann Markus Malle ein besonderes Anliegen. „Die Familie als
Orientierung und Halt muss in ihrer Struktur mehr Stellenwert in der
politischen Arbeit bekommen“, ist Malle überzeugt. „Das gilt für alle
Generationen – vom Kleinkind bis zum betagten Menschen.“ Wichtig sei
allerdings, Maßnahmen an den tatsächlichen Lebensrealitäten der
Menschen in Kärnten auszurichten und entsprechende Maßnahmen für die
Zukunft zu entwickeln. Malle: „Die Bevölkerungsentwicklung
beschleunigt die Veränderung der Lebensrealitäten.“
So sei es nötig, sieben neue Pflegeheime zu errichten, weil laut
Prognose bereits in zehn Jahren vom fast 38.000 mehr Kärntner über 65
Jahre alt sein werden. „Es ist aber der Wunsch von 94 Prozent der
Menschen zuhause alt werden zu können“, sagt Malle. „Dem müssen wir
Rechnung tragen.“ Und dafür müsse die Familie Bedingungen vorfinden,
die dies ermöglicht.
Gleiches gilt für Familien mit kleinen Kindern. „Ich halte es für
dringend notwendig, dass wir Verbesserungen bei den Tageseltern
herbeiführen“, sagt Malle klar. Neben den stationären Angeboten
brauche es zusätzlich flexible und kurzfristige Lösungen für
Familien, in denen Unvorhergesehenes passiert. Malle: „Nicht selten
wohnen Großeltern 50 und mehr Kilometer entfernt und können nicht
rasch einspringen – dafür müssen wir eine Lösung finden.“
Großes Potenzial ortet Malle bei den betrieblichen Tageseltern. „Das
Interesse von Unternehmerinnen und Unternehmern ist vorhanden“, ist
er überzeugt. Oft seien aber für kleinere Betriebe die Hürden zu
hoch. „Ich werde für eine Anschubfinanzierung eintreten“, kündigt
Malle an. „Damit können dann Räumlichkeiten in Betrieben – oder auch
gemeinsam für mehrere kleine Betriebe – unkompliziert eingerichtet
werden.“
Gemeinsam kündigen Gruber, Schuschnig und Malle eine Klausur des
Landesparteivorstandes an, bei dem für alle vier Schwerpunkte der
Volkspartei Ende Jänner Maßnahmen im Detail ausgearbeitet werden.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LKV






