„Bundesheer bleibt Stiefkind“

Harsche Kritik des Dachverbands der wehrpolitischen Vereine Österreichs

Wichtige Entscheidungen – wie z.B. die Erhöhung des Budgets auf zumindest 1% des BIP oder Nachfolgeregelungen für ausgeschiedenes und veraltetes Gerät – wurden wieder einmal auf die lange Bank geschoben. Sie wären nötig gewesen, um das Bundesheer wieder einsatzfähig zu machen. Stattdessen wird es durch die Auflösung der schweren Waffengattungen endgültig zu einem Technischen Hilfswerk degradiert
Erich Cibulka, Plattform Wehrhaftes Österreich
Dass die Wiedereinführung verpflichtender Truppenübungen nicht im Regierungsprogramm vorkommt, ist eine große Enttäuschung. Denn ohne wiederkehrende Übungen gehen die erlernten Fähigkeiten rasch wieder verloren, und es kann keine Einsatzbereitschaft geben
Erich Cibulka, Plattform Wehrhaftes Österreich

Wien (OTS) - Als größte Lobby für das Bundesheer – mit bundesweit 250.000 Mitgliedern – hatte der Dachverband der wehrpolitischen Vereine Österreichs von der neuen Bundesregierung klare Antworten auf die drängenden Probleme und Herausforderungen des Bundesheeres erwartet. Der Zustandsbericht des Bundesheers von Minister Thomas Starlinger hatte immerhin 10 konkrete Maßnahmen für die Zeit bis 2030 vorgeschlagen. Das Regierungsprogramm lässt diese Deutlichkeit jedoch vermissen.

Wird das Bundesheer zum Technischen Hilfswerk?

„Wichtige Entscheidungen – wie z.B. die Erhöhung des Budgets auf zumindest 1% des BIP oder Nachfolgeregelungen für ausgeschiedenes und veraltetes Gerät – wurden wieder einmal auf die lange Bank geschoben. Sie wären nötig gewesen, um das Bundesheer wieder einsatzfähig zu machen. Stattdessen wird es durch die Auflösung der schweren Waffengattungen endgültig zu einem Technischen Hilfswerk degradiert“, sagt der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz, Brigadier Erich Cibulka.

Wehrpflicht bedeutet Grundwehrdienst und Milizverwendung

Wenige Tage vor dem Jahrestag der Volksbefragung über die Wehrpflicht (20. Jänner) freuen wir uns als ‚Plattform Wehrpflicht für ein wehrhaftes Österreich‘ natürlich über das Bekenntnis zur Wehrpflicht, zur Miliz und zur Umfassenden Landesverteidigung. Allerdings bedeutet Wehrpflicht die Ableistung des Grundwehrdienstes und die anschließende Milizverwendung. „Dass die Wiedereinführung verpflichtender Truppenübungen nicht im Regierungsprogramm vorkommt, ist eine große Enttäuschung. Denn ohne wiederkehrende Übungen gehen die erlernten Fähigkeiten rasch wieder verloren, und es kann keine Einsatzbereitschaft geben“, fügt Cibulka seiner Kritik hinzu.

VII. Tag der Wehrpflicht am 20. Jänner 2020

In Erinnerung an die Volksbefragung 2013 findet der „Tag der Wehrpflicht“ heuer zum Thema „Umfassende Landesverteidigung - Die umfassende Antwort auf moderne Bedrohungen“ statt.

Plattform Wehrhaftes Österreich, Dachverband der wehrpolitischen Vereine Österreichs

Der Dachverband ist der Zusammenschluss der größten wehrpolitischen Vereinigungen Österreichs und versteht sich mit 250.000 Mitgliedern als "größte Lobby für das Bundesheer". Der Dachverband ist parteipolitisch unabhängig und setzt sich für die Einhaltung der Bundesverfassung (Umfassende Landesverteidigung, Wehrpflicht, Milizsystem) ein.

VII. Tag der Wehrpflicht

"Umfassende Landesverteidigung: Die umfassende Antwort auf moderne Bedrohungen"

Datum: 20.01.2020, 17:00 - 21:00 Uhr

Ort: Haus der Industrie
Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien, Österreich

Url: http://www.wehrhaftes-oesterreich.at/tag-der-wehrpflicht-2020

Rückfragen & Kontakt:

Plattform Wehrhaftes Österreich,
Dachverband der wehrpolitischen Vereine Österreichs
Brigadier Mag. Erich Cibulka, Vorsitzender der Präsidentenkonferenz
+43 676 3301963
vorsitzender@wehrhaftes-oesterreich.at

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