ASFINAG: Historischer Tag in der Steiermark – „Grünes Licht“ für voll ausgebauten Gleinalmtunnel

Gesamtverkehrsfreigabe nach Neubau und Generalsanierung; A 9 Pyhrnautobahn ist damit durchgehend ausgebaut

Graz/St. Michael (OTS) - Knapp sechs Jahre nach Beginn der Bauarbeiten konnte die ASFINAG heute, am 20. Dezember, kurz nach 12 Uhr gemeinsam mit den steirischen Politikspitzen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang den voll ausgebauten Gleinalmtunnel auf der A 9 Pyhrnautobahn für den Verkehr freigeben. Vier Jahre lang wurde an der zweiten Tunnelröhre gearbeitet, zwei Jahre nahm die Generalsanierung der 1978 eröffneten Bestandsröhre in Anspruch. "Als Freudentag für die Steiermark" bezeichnete Schützenhöfer diesen 20. Dezember. Gleich sah es auch LH-Vize Lang, der „diesen Tag so wie viele Steirerinnen und Steirer herbeigesehnt hat“.

Der Gleinalmtunnel garantiere jetzt „ein Höchstmaß an Sicherheit“, fasste ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl den Anspruch der ASFINAG hinsichtlich Verkehrssicherheit zusammen. Und Vorstand Josef Fiala: „Unser Ziel ist es, ein Verkehrssystem zu schaffen, das kleine Fehler von Verkehrsteilnehmern ausgleichen kann. Bei Tunnel ist der Ausbau der wesentliche Schritt dorthin.“

Die Gesamtverkehrsfreigabe des Gleinalmtunnels markiert auch den finalen Schritt hin zu einer sicheren „Pyhrn“ – die A 9 ist damit erstmals durchgehend vom Voralpenkreuz in Oberösterreich bis zur slowenischen Grenze bei Spielfeld ausgebaut. Allein für diese Maßnahme waren sechs Tunnelneubauten erforderlich, die Investition der ASFGINAG betrug mehr als 700 Millionen Euro.

260 Millionen Investition für Gleinalmtunnel

Der Ausbau des Gleinalmtunnels selbst bedeutet eine Investition von 260 Millionen Euro. Der Neubau der zweiten Tunnelröhre (Start September 2013) kostete 180 Millionen Euro, die Generalsanierung des Bestandstunnels weitere 80 Millionen Euro. Der Gleinalmtunnel verfügt nun über die modernsten Sicherheitseinrichtungen, 34 Fluchtwege und auch über Innovationen wie das akustische Tunnelmonitoring AKUT. Dieses System erkennt untypische Geräusche im Tunnel wie Stimmen oder knallende Autotüren und schlägt Alarm.

Die Dimensionen des Projektes sind gewaltig: So wurden zum Beispiel 978 Kilometer Kabel verlegt, davon 515 Kilometer Energiekabel und 270 Kilometer Lichtwellenleiter-Verkabelung, mehr als 2.700 LED-Leuchten sind im Bereich der Fahrbahn in den Tunnelröhren, 330 Stück bei den Tunnelportalen und weitere 2.000 in Nischen, Technikräumen, Fluchtwegen verbaut. Fast 350 Videokameras und 237 AKUT-Mikrofone sorgen für eine lückenlose Überwachung, 26 Strahlventilatoren, insgesamt acht Abluftmaschinen und 160 Abluftklappen im Tunnel für die erforderliche Luftqualität.

5,6 Milliarden Euro für mehr Tunnelsicherheit

Das Ziel der ASFINAG ist, die sichersten Tunnel in Europa zu bauen und zu betreiben. Seit Beginn der Tunneloffensive – ausgelöst durch den Brand des Tauerntunnels 1999 – wurden mehr als 5,6 Milliarden Euro investiert. Das beinhaltet etwa den Ausbau von Tauern- und Katschbergtunnel, die Vollausbauten der gesamten Pyhrnstrecke mit der Tunnelkette Klaus, dem Bosruck- und ganz aktuell dem Gleinalmtunnel,


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