Volksbegehren "Ethik für ALLE" begrüßt Anfragen von SPÖ und NEOS zum Ethikunterricht

Zankapfel Ethikunterricht wird bei Koalitionsverhandlungen nun zur Chefsache

Wien (OTS) - Das Volksbegehren „Ethik für ALLE“, das sich für die flächendeckende Einführung eines gemeinsamen Ethikunterrichtes für alle SchülerInnen ab der ersten Klasse einsetzt, begrüßt das Einbringen von gleich zwei parlamentarischen Anfragen von der SPÖ und den NEOS zum Ethikunterricht. „Die Einführung eines Ethikunterrichtes muss, anders als der von Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache im März verkündete Ethikunterricht als Pflichtfach ausschließlich für Religionsverweigerer, entlang sachlicher und nicht ideologischer Überlegungen erfolgen. Dazu sind Informationen notwendig und es bleibt zu hoffen, dass die für die Formulierung einer tragfähigen Lösung unerlässlichen Zahlen und Fakten vom Bildungsministerium demnächst auch geliefert werden“, meint Sprecher Eytan Reif.

Vor dem Hintergrund der Koalitionsverhandlungen und des (vom „Standard“) kolportierten zähen Ringens um den Ethikunterricht nun auf Chefebene, zeigt sich Reif zudem zuversichtlich, dass „die Vernunft letztendlich ihren Siegeszug feiern wird“. Reif kann sich nämlich „kaum vorstellen“, dass die Grünen, die sich von allen Parlamentsparteien „am längsten und am konsequentesten“ für einen allgemein verpflichtenden Ethikunterricht eingesetzt haben, nun „für die FPÖ ganz einfach einspringen werden“, um das „verfassungsrechtlich bedenkliche ÖVP-Prestigeprojekt“ zu ermöglichen.

Douglas Hoyos, der gemeinsam mit KollegInnen die NEOS-Anfrage eingebracht hat, gibt hingegen zu bedenken, dass „in einer zunehmend fragmentierten und pluralistischen Gesellschaft traditionelle Formen der Wertevermittlung nur mehr einen Teil der Kinder und Jugendlichen erreichen“. Ein Unterrichtsfach „Ethik und Religionen" könnte laut Hoyos „als wichtiger Träger für eine offene und demokratische Gesellschaft hier einen ganz wesentlichen Beitrag“ leisten. „Es soll allerdings nicht um die Verdrängung von Religion, sondern um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit allen Weltreligionen, um wechselseitiges Verständnis zu stärken, gehen“, meint Hoyos.

Klare Worte kommen auch von SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid: „Fragen des Zusammenlebens, interkulturelle Konflikte oder die Auswirkungen der Digitalisierung auf Medienkonsum und soziale Beziehungen sind Themen, die für alle Kinder wichtig sind. Unabhängig vom religiösen Bekenntnis und jedenfalls auch für 10- bis 14-Jährige“. Hammerschmied hofft deshalb, dass der Plan der türkis-blauen Regierung von den türkis-grünen Koalitionsverhandlern überarbeitet wird. „Die SPÖ tritt klar für einen Ethikunterricht für alle SchülerInnen ein. Warum sollten junge Menschen, die etwa eine Lehre absolvieren, diese wichtigen Themen eines Ethikunterrichts nicht vermittelt bekommen?“, so Hammerschmied abschließend.

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