• 18.12.2019, 11:47:32
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„The Green Lie“: Werner Bootes ÖFI-Kinodokumentation als „Dok 1“-Premiere am 19. Dezember in ORF 1

Wien (OTS) - Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte
Lebensmittel, faire Produktionsbedingungen: Glaubt man Konzernen,
können Konsumentinnen und Konsumenten mit ihren Kaufentscheidungen
die Welt retten. Oder ist das alles eine populäre und gefährliche
Lüge? Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann geht
Werner Boote im Rahmen von „Dok 1“ in der ORF-Premiere seiner vom ORF
im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens geförderten Kino-Dokumentation
am Donnerstag, dem 19. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 1 „The Green
Lie“ auf den Grund. Sind wir alle Konsum-Superhelden, die es in der
Hand haben, die Welt zu retten, wenn wir die richtigen Produkte
kaufen? Wie schon in seinen bisherigen Erfolgsdokus nähert sich
Werner Boote der Kernfrage seines neuen Filmes nicht mit analytischer
Trockenheit, sondern mit ganz bewusst inszenierter, emotionaler
Subjektivität mit der kritischen Neugier eines normalen Konsumenten.

Im Jahr 2015 brannten große Teile des indonesischen Regenwalds
nieder. Dass die Brände bewusst gelegt bzw. beschleunigt wurden, ist
ein offenes Geheimnis. Ziel war es, massenweise neue Anbauflächen für
die Gewinnung von Palmöl zu schaffen. Das billigste und
meistverwendete Fett der Welt. Auf den Spuren dieses Skandals beginnt
der Dokumentarfilmer Werner Boote seine Reise um die Welt, auf der
Suche nach der Wahrheit hinter dem allgegenwärtigen Schlagwort
„Nachhaltigkeit“. Die konzernkritische Journalistin und Buchautorin
Kathrin Hartmann ist dabei seine ebenso kompetente wie überzeugende
Begleitung. Sie kennt sich aus mit dem sogenannten „Greenwashing“:
Der Begriff bezeichnet jene Praxis, Produkte mit Hilfe massiver PR
als „nachhaltig“, „umweltschonend“ oder „fair“ zu verkaufen, obwohl
das in Wahrheit keineswegs so ist.

Vom österreichischen Supermarkt reisen Boote und Hartmann nach
Indonesien, Brasilien, in die USA und nach Deutschland. Boote und
Hartmann stehen inmitten des brandgerodeten Regenwaldes und erleben
die ehemalige grüne Lunge der Welt als apokalyptischen Albtraum. Sie
besuchen die indonesische Palmöl-Konferenz IPOC, wo der Innenminister
des Landes sich über die Umweltschützer lustig macht. Sie besuchen in
Texas Raj Patel, den Uni-Professor und Mitbegründer der
Antiglobalisierungsbewegung, der sich darüber empört, dass die Wahl
zwischen fair und unfair produziert immer noch auf die Konsumentin
und den Konsumenten abgewälzt wird.

Dem Tagebau Garzweiler im rheinischen Braunkohlerevier, eine der
größten Kohlegruben Europas, fielen mehrere alte Dörfer und riesige
Waldgebiete zum Opfer. Das Kerngeschäft ist die Förderung und
Verbrennung von Braunkohle, aus der Strom auch für Elektroautos
gewonnen wird. In Brasilien wiederum erzählt Sônia Guajajara,
Oberhaupt der indigenen Bevölkerung, wie ihre Landsleute mit brutaler
Gewalt von ihrem ureigenen Grund und Boden vertrieben oder sogar
ermordet werden, um Platz für Soja-, Mais- und Zuckerrohrplantagen
sowie Rinderfarmen zu schaffen.

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