Ö3-Verkehrsprognose für Weihnachten (20.12. bis 26.12.2019)

Wien (OTS) - Der vierte Adventsamstag bringt noch ein letztes Mal Staus rund um die großen Einkaufsstraßen, Shoppingzentren und Adventmärkte. Am Wochenende brechen außerdem die ersten in den Weihnachtsurlaub auf. Zum einen werden in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und der Obersteiermark einige Zufahrten in die Wintersportzentren überlastet sein. Zum anderen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion sehr starken Reiseverkehr aus Deutschland durch Österreich Richtung Südosteuropa. Ab Samstag gelten an den Wochenenden Fahrverbote für den Durchreiseverkehr auf mehreren Landesstraßen in Tirol. Betroffen sind die Bezirke Innsbruck, Reutte, Schwaz und Kufstein. Das „Ö3-Weihnachtswunder“ gastiert ab 19. Dezember in Villach. Der Hans-Gasser-Platz ist für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung führt über die Italienerstraße und die Steinwenderstraße.

Großeinkauf vor den Feiertagen

  • In Salzburg fahren viele zum Europark bei Klessheim. Zu Verzögerungen kommt es immer wieder auf der A1, der Westautobahn, bei Klessheim und auf der Innsbrucker Bundesstraße. Viel Verkehr wird auch in der Salzburger Innenstadt erwartet und rund um den Weihnachtsmarkt beim Schloss Hellbrunn. Hier sind die Parkplätze sehr bald ausgelastet.
  • In Graz fahren viele zu den Einkaufszentren beim Verteilerkreis Webling und bei Seiersberg. Verzögerungen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion am Samstagvormittag am Weblinger Gürtel, auf der Kärntner- und der Triester Straße. Schließlich geht es nicht nur um die letzten Weihnachtsgeschenke, auch die Kühlschränke wollen vor den Feiertagen gefüllt werden.
  • In Klagenfurt steuern viele die City-Arkaden in der Innenstadt an. Bei der Zu- und Abfahrt zu den Tiefgaragen kann es zu Wartezeiten kommen.
  • Die Einkaufszentren im Großraum Linz sind Hauptanziehungspunkt vor Weihnachten in Oberösterreich, etwa bei Leonding, Pasching und Haid. Staugefahr gibt es auf der B1, der Wiener Straße, im Bereich Traun ebenso auf der B139, der Kremstalstraße.
  • In Innsbruck führt der vierte Einkaufssamstag rund um die Einkaufszentren bei Innsbruck-Ost immer wieder zu Verzögerungen.
  • Hauptanziehungspunkt in Niederösterreich ist südlich von Wien die Shopping City-Süd. Staus gibt es deshalb immer wieder auf der A2 vor der Abfahrt Mödling/SCS, auch auf der B17 im Raum Vösendorf. Großen Andrang gibt es auch rund um das Shoppingcenter G3 in Gerasdorf.
  • In St. Pölten ist der Andrang am stärksten beim Traisenpark, beim Traisencenter und in die Fußgängerzone in der Innenstadt. Geparkt werden kann in einer der Innenstadtgaragen, auf einem der rund 1.000 Parkplätze oder in den Garagen bei den Einkaufscentern.
  • In Eisenstadt konzentriert sich der Einkaufsverkehr im Advent rund um das Einkaufszentrum EZE an der Hauptstraße und auf das Fachmarktzentrum. Dort gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten.
  • In Wien wird die innere Mariahilfer Straße zwischen dem Gürtel und dem Getreidemarkt noch einmal zur Flaniermeile für die Weihnachtseinkäufer, zusätzlich zur bestehenden Fußgängerzone zwischen der Kirchengasse und der Andreasgasse. Die größte Einkaufsstraße der Bundeshauptstadt bleibt am Samstag von 9.00 bis 19.00 Uhr autofrei. Auch Fahrräder und E-Scooter dürfen dann nicht fahren. Queren können Autos nur an der Kreuzung Stumpergasse – Kaiserstraße. Jenseits der Donau sorgen die Shopping City-Nord und die Gewerbeparks bei Stadlau und Kagran für regen Zustrom. Während der Feiertage sind die größeren Adventmärkte attraktive Anziehungspunkte. Hier sind die vorhandenen Parkplätze allerdings sehr bald ausgelastet, z.B. auf der Schönbrunner Schlossstraße vor dem Schloss Schönbrunn. Als Alternative bietet sich die Anreise mit der U4 an. Auch am Ring erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion immer wieder zähen Verkehr im Bereich des Christkindlmarktes am Rathausplatz.

Mit den Öffis in die Stadtzentren

Weit weniger Stress bedeutet es, am letzten Adventsamstag statt mit dem Auto mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die jeweilige Innenstadt zu fahren:
- In Graz gilt am 4. Adventsamstag wieder Nulltarif auf allen innerstädtischen Linien (mit ein- und zweistelliger Liniennummer, auch auf der Schlossbergbahn, ausgenommen Nightline).
- In Klagenfurt gelten am Samstag die 60-Minuten-Karten als Tageskarten.
- In Salzburg bekommen am vierten Adventwochenende (21.12./22.12.) alle Fahrgäste in der Stadt Salzburg (Kernzone) eine einfache Fahrt mit dem Obus oder Albus geschenkt, sofern sie einen Christbaum mit sich führen und vor Fahrtantritt dem Busfahrer zeigen. Die Fahrer/innen stellen dann ein „Christkindlticket“ aus, das als Gratis-Fahrschein gilt. Der Christkindlmarkt in der Altstadt ist am besten erreichbar mit den Linien 3, 5, 6 und 25, der „Hellbrunner Adventzauber“ mit der Buslinie 25.
- In Linz werden am letzten Einkaufssamstag die Stadtteillinien 101 bis 107 bis 18.00 Uhr verlängert. Die Pöstlingbergbahn fährt am Heiligen Abend bis 19.30 Uhr.
- In Wien sind am Einkaufssamstag die wichtigsten Linien in verkürzten Intervallen unterwegs, auch die U-Bahn-Linien U1, U3, U4 und U6. Wegen der Sperre der Mariahilfer Straße wird die Buslinie 13A von 9.00 bis 19.00 Uhr geteilt geführt. In der Innenstadt fahren die Buslinien 1A, 2A und 3A nicht. Seit dem ÖBB-Fahrplanwechsel (15. Dezember) gibt es für die S-Bahn in Wien eine wichtige Neuerung: In den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen fährt die Schnellbahn auch in der Nacht, und zwar alle 30 Minuten auf der Stammstrecke (von Mödling über Wien-Meidling bis Floridsdorf) und auf der Vorortelinie (S45).

Start in die Weihnachtsferien

Die ersten Weihnachtsurlauber/innen brechen bereits am Samstag in die Ferien auf. Das betrifft zumindest diejenigen, die sich am Montag, den 23. Dezember freigenommen haben und auch am 24. Dezember nicht arbeiten müssen. Zum einen werden in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und der Obersteiermark einige Zufahrten in die Wintersportzentren überlastet sein. Zum anderen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion sehr starken Reiseverkehr aus Deutschland durch Österreich Richtung Südosteuropa.

  • Staustrecken in Tirol sind vor allem die Zufahrt ins Zillertal (B169) und die Fernpassstraße (B179) vor dem Grenztunnel Füssen, im Bereich Reutte – Heiterwang und vor dem Lermooser Tunnel. Viel Verkehr wird auf der B173 im Raum Kufstein – Söll erwartet und dann weiter Richtung Kitzbühel (B161).
  • In Vorarlberg kann es immer wieder auf der Arlberg-Schnellstraße (S16) zwischen Bludenz und dem Arlbergtunnel zu Verzögerungen kommen.
  • In Salzburg ist der Raum Zell am See zeitweise überlastet. Vor allem auf der B311 von Bruck an der Glocknerstraße bis Schüttdorf stehen die Kolonnen immer wieder still.
  • Und in der Steiermark wird die B320 im Ennstal im Abschnitt von Liezen bis Schladming stark befahren.
  • Sehr stark wird unmittelbar vor Weihnachten die Reisewelle durch Oberösterreich und Niederösterreich Richtung Ungarn. Hier sind Zehntausende Fahrzeuge mit deutschen, niederländischen oder auch britischen Kennzeichen auf dem Weg in die Türkei, nach Bulgarien, Rumänien oder Serbien. Massiver Verkehr wird auf der A8, der Innkreisautobahn, ab der Grenze Suben und dann weiter auf der A1, der Westautobahn, Richtung Wien erwartet. Überlastet ist dann zeitweise auch die A21, die Wiener Außenringautobahn, und die S1, die Wiener Außenring-Schnellstraße. Auf der A4, der Ostautobahn, Richtung Budapest ist es in den Vorjahren an den Samstagen vor Weihnachten zu kilometerlangen Staus und Verzögerungen bis zu 1 ½ Stunden gekommen. Auch heuer ist mit ausgedehnten Kolonnen zu rechnen.
  • Zusätzlich müssen an den großen Grenzübergängen strenge Kontrollen und entsprechend lange Wartezeiten eingeplant werden. Das gilt vor allem für die Grenzübergänge Salzburg-Walserberg (A1), Suben (A8), Karawankentunnel (A11) und Kufstein-Kiefersfelden (A12). Hier können die Kolonnen bei der Ausreise aus Österreich immer wieder zum Stillstand kommen.

Am Heiligen Abend und am Christtag sind erfahrungsgemäß nicht sehr viele mit dem Auto unterwegs. Die Feiern zu Hause mit Familie und Freunden stehen an erster Stelle. Ändern wird sich das dann am Stephanitag, wenn sich viele weitere Skiurlauber/innen in Richtung Skipiste aufmachen.

Die ÖBB verstärken das Zugangebot rund um die Weihnachtsfeiertage vor allem auf der Süd- und Weststrecke. Neu im Fahrplan speziell für Urlaubsreisende in die Wintersportorte: An allen Samstagen fährt ein direkter Zug zwischen Wien und Bischofshofen über die Pyhrn- und Ennstalbahn. Damit sind die Wintersportregionen rund um Altenmarkt, Radstadt, Schladming-Ramsau, Windischgarsten und Hinterstoder ohne Umsteigen erreichbar.

Winter-Fahrverbote in Tirol

Ab Samstag, den 21. Dezember gelten an den Wochenenden Fahrverbote für den Durchreiseverkehr auf mehreren Landesstraßen in Tirol. Betroffen sind die Bezirke Innsbruck, Reutte, Schwaz und Kufstein. Das Land Tirol will mit dieser Maßnahme verhindern, dass der Transitverkehr bei Staus auf den Transitstrecken durch kleinere Ortschaften ausweicht und dort den Nahverkehr lahmlegt. Anrainer und Zulieferer dürfen aber weiterhin zufahren. Auf die Fahrverbote aufmerksam machen die Überkopfwegweiser der ASFINAG, die Fahrverbotsschilder auf den Landesstraßen und die Navigationsgeräte mit der Funktion „RDS-TMC plus“. Von den Fahrverboten betroffen sind unter anderem folgende Straßen:
- die Jenbacher Straße (L7) zwischen Maurach und Jenbach
- die Ellbögener Straße (L38) zwischen Patsch und Ellbögen
- die Reuttener Straße (L69) zwischen Vils und dem Kreisverkehr Wiesbichl
- die Unterinntalstraße (L211) bei Langkampfen
- die Pinswanger Straße (L288) zwischen Unterpinswang und Pflach
- die Buchberger Straße (L295) zwischen der Schmidtalbrücke und Buchberg
- in Kufstein die Gemeindestraße Endach und die Zufahrt zum Krankenhaus
- und die Alte Erler Straße
Die Fahrverbote gelten jeweils an den Wochenenden bis 13. April 2020, an Samstagen von 7.00 bis 19.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8.00 bis 17.00 Uhr.

Gleinalmtunnel: Eröffnung der zweiten Tunnelröhre

Der Vollausbau des Gleinalmtunnels ist abgeschlossen. Rechtzeitig vor Weihnachten, am Freitag, den 20. Dezember wird der Tunnel auf der A9, der Pyhrnautobahn, erstmals zweiröhrig für den Verkehr freigegeben. Schon seit Juli 2017 rollt zwar der gesamte Verkehr durch die neu gebaute Röhre. Die 40 Jahre alte bestehende Tunnelröhre war aber seither gesperrt. Sie wurde von Grund auf saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dabei wurden die höchsten Sicherheitsstandards berücksichtigt. So sind etwa alle 125 Notrufnischen mit Telefon, Notruf- und Brandmeldetasten sowie Feuerlöschern ausgestattet. Die Lüftungsautomatik wurde verbessert und Sensoren messen die Helligkeit, um die Tunnelbeleuchtung optimal einzustellen. Der höchste Sicherheitsgewinn liegt in den ab nun getrennten Richtungsfahrbahnen. Folgenschwere Frontalunfälle im Gleinalmtunnel sind ab sofort nicht mehr möglich. Mit der Freigabe der zweiten Tunnelröhre ist die gesamte A9 durchgehend vierspurig befahrbar.

Das Ö3-Weihnachtswunder in Villach

Das Ö3-Weihnachtswunder mit der „Ö3-Wunschhütte“ gastiert ab 19. Dezember in Villach. Ö3 sendet fünf Tage lang live aus dem Ö3-Glascontainer am Hans-Gasser-Platz. Robert Kratky, Gabi Hiller und Andi Knoll moderieren 120 Stunden durch. Sie erfüllen gegen Spenden Musikwünsche der Ö3-Hörer/innen und begrüßen viele prominente Gäste. Der Hans-Gasser-Platz ist für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung führt über die Italienerstraße und die Steinwenderstraße. Auch die öffentlichen Busse müssen ausweichen – bis zum 24. Dezember um 16.00 Uhr.

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