- 16.12.2019, 11:54:16
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Kärntner Volkspartei erstmals mit weiblicher Doppelspitze
Nach den Wahlerfolgen des Jahres 2019 geht die neue Kärntner Volkspartei gestärkt ins neue Jahr – und mit Susi Hager als Landesparteisekretärin erstmals mit weiblicher Doppelspitze.
Utl.: Nach den Wahlerfolgen des Jahres 2019 geht die neue Kärntner
Volkspartei gestärkt ins neue Jahr – und mit Susi Hager als
Landesparteisekretärin erstmals mit weiblicher Doppelspitze. =
Klagenfurt (OTS) - Bei der Pressekonferenz anlässlich des
Landesparteivorstandes der neuen Kärntner Volkspartei blickt
Landesparteiobmann Martin Gruber auf die Erfolge des ablaufenden
Jahres 2019 zurück. Als „historisch“ bezeichnet Gruber das Kärntner
Wahlergebnis der Nationalratswahl Ende Oktober. „Wir sind als Erster
durchs Ziel gegangen“, erinnert er. „Erstmals mit knapp 35 Prozent,
vor der SPÖ.“ Das starke Plus von 8,1 Prozentpunkten lag auch über
dem bundesweiten Plus der Volkspartei.
Auch auf die weiteren Wahlen des Jahres verwies Gruber. „Wir haben
alle Wahlen erfolgreich geschlagen“, freut er sich. Bei der
Arbeiterkammerwahl gewann die ÖVP ein Mandat hinzu, bei der
Europawahl verzeichnete sie ein Plus von neun Prozent und landete bei
29 Prozent. Bei den Personalvertretungswahlen im öffentlichen Dienst
verteidigte die FCG ihre starken 42 Prozent und erreichte damit den
ersten Platz.
Gruber resümiert: „Wir sind motiviert für neue Herausforderungen und
richten unseren Blick bereits klar Richtung 2021.“ Er vergleicht mit
dem Skispringen: „Wir werden den Aufwind nutzen, um auch bei der
nächsten Schanze den K-Punkt zu überspringen.“
Eine wesentliche Rolle wird dabei Susi Hager zukommen. Sie wurde bei
der heutigen Sitzung des Landesparteivorstandes einstimmig zur neuen
Landesparteisekretärin der Kärntner Volkspartei gewählt. Die Position
ist seit dem Wechsel von Sebastian Schuschnig ins Regierungsteam
vakant. „Susi Hager ist als starke Frau die perfekte Besetzung“, so
Gruber. „Mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Familie und Soziales
sowie als jemand, der Stadt und Land in sich verbindet wird sie
maßgeblich zur begonnenen inhaltlichen Verbreiterung der Partei
beitragen.“ Besonders stolz ist Gruber, dass die Volkspartei die
erste Kärntner Landespartei mit einer weiblichen Doppelspitze ist.
Genau dieser Umstand war auch der Landesgeschäftsführerin Julia
Schaar ein großes Anliegen. „Ich bin überzeugt davon, dass deutlich
mehr Frauen als derzeit die Politik maßgeblich mitgestalten sollten“,
sagt Schaar. In der Kärntner Volkspartei gebe es bereits viele
Frauen, die ihre Kompetenz und ihr Wissen einbringen. So sind etwa
die Stellvertreter von Landesparteiobmann Martin Gruber zu 50 Prozent
mit Frauen besetzt, und auch drei der sechs Bünden stehen Frauen als
Obfrauen vor. Aber: „Nur 20 Prozent unserer Gemeindemandatare sind
derzeit weiblich – das sind mir persönlich zu wenige.“
Schaar sieht die Problematik noch immer in der Vereinbarkeit. „Als
Frau mit Kindern hat man viele Bälle gleichzeitig in der Luft“,
analysiert sie, „und es ist eine Herausforderung, alle Bälle zu
jonglieren.“ Sie ist aber froh, dass immer mehr Frauen bereit sind,
Top-Positionen zu übernehmen und dass Susi Hager ab Jänner die
Position der Landesparteisekretärin übernehmen wird.
Schaar: „Ich bin Susi Hager nicht nur menschlich sehr verbunden,
sondern schätze sie auch wegen ihrer politischen Erfahrung und ihrem
Gestaltungswillen.“ Hager ist seit 23 Jahren Mitglied der Volkspartei
und nun die dritte Periode im Klagenfurter Gemeinderat vertreten.
Seit Jahresbeginn sitzt sie dem ÖVP-Fachausschuss „Familie und
Soziales“ vor. Außerdem ist die Juristin seit rund 20 Jahren
ehrenamtlich für das Hilfswerk und das Kinderrettungswerk tätig.
„Familie und Soziales sind ureigenste Werte der Volkspartei“, sagt
Hager. „Diesen Bereichen möchte ich mehr Platz und Gewicht in der
Partei geben.“ Aus ihren Ehrenämtern sind ihr die Herausforderungen
der Zukunft bekannt. „Als berufstätige Mutter, die ehrenamtlich
engagiert und auch politisch aktiv ist, kenne ich die Challenge.“
Theorie und Praxis sei in vielen Fällen noch weit voneinander
entfernt. Hager: „Mich stört, wenn die Politik Müttern oder Familien
vorschreibt, wie sie das Leben und die Kinderbetreuung organisieren
sollen.“ Das müsse genau umgekehrt sein, fordert sie: „Jede Familie
soll selbst entscheiden, was für ihre Lebenssituation die beste
Lösung ist. Die Politik muss dann den Rahmen dafür sicherstellen,
damit niemand aus der Entscheidung einen Nachteil hat.“
Hager will in der Partei auch für die Fokussierung auf urbane Themen
eintreten. „Ich bin am Land aufgewachsen und lebe in der Stadt –
vereine also beides in mir“, so Hager. „Deshalb weiß ich, dass sich
Stadt und Land nicht gegenseitig ausschließt.“ Eine Fokussierung auf
das Leben in den Städten bedeutet kein Abweichen von den Positionen
zum ländlichen Raum. „Es muss der Volkspartei aber auch um Wohnen,
Mobilität und familienfreundliche Infrastruktur in den Städten
gehen“, ist Hager überzeugt.
In der Volkspartei wird sich Hager auf inhaltliche Themenaufbereitung
und Kampagnen kümmern – durch die Arbeit in den Fachausschüssen und
die Fortbildung von Funktionärinnen und Funktionäre in der Akademie.
Bei Landesgeschäftsführerin Julia Schaar bleiben die Agenden
Finanzen, Personal, Organisation, Kommunikation nach außen und
Wahlkampf-Leitung.
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