HC Strache im 1. Interview auf oe24.TV: „Überlege mir, bei Wien-Wahl anzutreten“

Ex-FPÖ-Chef im ersten Interview zu seinem FPÖ-Rauswurf: „Bin traurig und enttäuscht“ – Heftige Kritik an Norbert Hofer und Herbert Kickl

Wien (OTS) - Im Interview mit oe24.TV (Ausstrahlung heute um
19.15 Uhr und um 21 Uhr bei FELLNER! LIVE) spricht Heinz-Christian Strache erstmals zum Parteiausschluss aus der FPÖ: „Ich war 30 Jahre lang Mitglied. Das war eine schöne und erfolgreiche Zeit. Mir war immer wichtig, einen friedlichen, gemeinsamen Weg mit meiner freiheitlichen Familie zu gehen. Leider habe ich erleben müssen, dass ich immer wieder mit einer Vorverurteilungsmaschinerie konfrontiert wurde und mit öffentlichen Ausschlussforderungen. Der Ausschluss war also nur eine Frage der Zeit. Ich finde das traurig und enttäuschend, wie meine ehemaligen Mitstreiter menschlich mit meiner Frau und mit mir umgegangen sind.“

Strache übt im Interview mit oe24.TV auch scharfe Kritik an der FPÖ-Parteispitze, insbesondere an Norbert Hofer und Herbert Kickl:
„Ich habe den Wahlkampf nach meinem Rücktritt mitverfolgt. Die neue Führungsspitze hat einen ziemlichen Anbiederungswahlkampf geführt. Das war teilweise schon unangenehm. Nach dem Motto der Edith Klinger:
„Wer will mich!“ Die wollten unbedingt wieder in die Regierung, es gab überhaupt keine politischen Themen. Man hat sich angebiedert. Der eine wollte Vizekanzler werden, der andere unbedingt Innenminister. Und dann haben die Österreicher erleben müssen, dass die neue Parteispitze nicht bereit war, eine staatspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das war unverantwortlich. Dadurch hat man Türkis-Grün erst möglich gemacht. Es war sicher kein parteischädigendes Verhalten, das richtigerweise zu kommentieren.“

Zu seinem politischen Comeback sagt Strache: „Ich bin und bleibe ein politischer Mensch. Es gibt viele brennende Themen und ich will weiter für die Menschen da sein. Natürlich werde ich die Weihnachtszeit nützen, um über meine politische Zukunft nachzudenken. Wenn es ein gutes Projekt gibt, werde ich mir überlegen, ob es einen Sinn macht, auch in Wien anzutreten. Ich hatte bei der letzten Wiener Wahl als Spitzenkandidat 31 Prozent. Ich habe schon einmal eine Partei bei 0% übernommen, warum soll das nicht noch einmal möglich sein.“

Strache spricht auch über einen möglichen Beitritt zur Allianz für Österreich: „Die Allianz für Österreich ist aufgrund der Entwicklungen der letzten Wochen entstanden. Man hat mir durch meine Suspendierung alle demokratischen Rechte genommen. Manche, die meiner Person und Politik loyal gegenüber sind, haben daher diesen Schritt gemacht. Es braucht jetzt aber schon viel zusätzliche Struktur und Aufbauarbeit. Wenn ich wo mitmache, dann braucht es ein Programm mit Hand und Fuß.“

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