- 13.12.2019, 19:16:54
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HC Strache im 1. Interview auf oe24.TV: „Überlege mir, bei Wien-Wahl anzutreten“
Ex-FPÖ-Chef im ersten Interview zu seinem FPÖ-Rauswurf: „Bin traurig und enttäuscht“ – Heftige Kritik an Norbert Hofer und Herbert Kickl
Utl.: Ex-FPÖ-Chef im ersten Interview zu seinem FPÖ-Rauswurf: „Bin
traurig und enttäuscht“ – Heftige Kritik an Norbert Hofer und
Herbert Kickl =
Wien (OTS) - Im Interview mit oe24.TV (Ausstrahlung heute um
19.15 Uhr und um 21 Uhr bei FELLNER! LIVE) spricht Heinz-Christian
Strache erstmals zum Parteiausschluss aus der FPÖ: „Ich war 30 Jahre
lang Mitglied. Das war eine schöne und erfolgreiche Zeit. Mir war
immer wichtig, einen friedlichen, gemeinsamen Weg mit meiner
freiheitlichen Familie zu gehen. Leider habe ich erleben müssen, dass
ich immer wieder mit einer Vorverurteilungsmaschinerie konfrontiert
wurde und mit öffentlichen Ausschlussforderungen. Der Ausschluss war
also nur eine Frage der Zeit. Ich finde das traurig und enttäuschend,
wie meine ehemaligen Mitstreiter menschlich mit meiner Frau und mit
mir umgegangen sind.“
Strache übt im Interview mit oe24.TV auch scharfe Kritik an der
FPÖ-Parteispitze, insbesondere an Norbert Hofer und Herbert Kickl:
„Ich habe den Wahlkampf nach meinem Rücktritt mitverfolgt. Die neue
Führungsspitze hat einen ziemlichen Anbiederungswahlkampf geführt.
Das war teilweise schon unangenehm. Nach dem Motto der Edith Klinger:
„Wer will mich!“ Die wollten unbedingt wieder in die Regierung, es
gab überhaupt keine politischen Themen. Man hat sich angebiedert. Der
eine wollte Vizekanzler werden, der andere unbedingt Innenminister.
Und dann haben die Österreicher erleben müssen, dass die neue
Parteispitze nicht bereit war, eine staatspolitische Verantwortung zu
übernehmen. Das war unverantwortlich. Dadurch hat man Türkis-Grün
erst möglich gemacht. Es war sicher kein parteischädigendes
Verhalten, das richtigerweise zu kommentieren.“
Zu seinem politischen Comeback sagt Strache: „Ich bin und bleibe
ein politischer Mensch. Es gibt viele brennende Themen und ich will
weiter für die Menschen da sein. Natürlich werde ich die
Weihnachtszeit nützen, um über meine politische Zukunft nachzudenken.
Wenn es ein gutes Projekt gibt, werde ich mir überlegen, ob es einen
Sinn macht, auch in Wien anzutreten. Ich hatte bei der letzten Wiener
Wahl als Spitzenkandidat 31 Prozent. Ich habe schon einmal eine
Partei bei 0% übernommen, warum soll das nicht noch einmal möglich
sein.“
Strache spricht auch über einen möglichen Beitritt zur Allianz für
Österreich: „Die Allianz für Österreich ist aufgrund der
Entwicklungen der letzten Wochen entstanden. Man hat mir durch meine
Suspendierung alle demokratischen Rechte genommen. Manche, die meiner
Person und Politik loyal gegenüber sind, haben daher diesen Schritt
gemacht. Es braucht jetzt aber schon viel zusätzliche Struktur und
Aufbauarbeit. Wenn ich wo mitmache, dann braucht es ein Programm mit
Hand und Fuß.“
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