„dokFilm“-Premiere „Bahnbrechend anders wohnen – Gleis 21“: Andrea Eders Film über gemeinschaftlichen Wohnbau in Wien

Am Sonntag, 15. Dezember, ab 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Eine Gruppe von Menschen will miteinander Wohnraum schaffen und diesen gemeinsam gestalten: Dies ist der Ausgangspunkt des neuen Dokumentarfilms der österreichischen Regisseurin Andrea Eder, die darin die Entwicklung sozialer Urbanität durch selbstbestimmtes, partizipatives Bauen und gemeinschaftliches Wohnen thematisiert. Die neue ORF-Koproduktion zeigt die Entstehung des solidarischen Gemeinschaftswohnprojekts Gleis 21 in einem neuen Wiener Stadtviertel nahe dem Hauptbahnhof, eines neuen, urbanen Hotspots – von der Grundsteinlegung bis ein halbes Jahr nach Einzug der Bewohnerinnen und Bewohner. Eder hat die Prozesse und Konflikte, die damit einhergehen, filmisch begleitet. „Bahnbrechend anders wohnen – Gleis 21“ ist am Sonntag, dem 15. Dezember 2019, im „dokFilm“ um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen.

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Das Thema Wohnen ist emotional, leidenschaftlich und zutiefst persönlich. Wie es funktionieren kann, die Bedürfnisse von unterschiedlichsten Charakteren auf den „gemeinsamen Nenner“ zu bringen, zeigt dieser Film über ein außergewöhnliches Unterfangen.

Nahe des neuen Hauptbahnhofs, zwischen den Gleisen der ehemaligen Ostbahn und dem neu errichteten Helmut-Zilk-Park in Wien-Favoriten, nordöstlich des bereits bewohnten Sonnwendviertels, entsteht ein weiteres neues Viertel, bei dessen Planung von Anfang an andere Wege gegangen wurden. Mittendrin: das Gemeinschaftswohnprojekt Gleis 21, die Errichtung eines Hauses durch eine Baugruppe. Es begann im Jänner 2015. 22 Leute fanden sich mit dem Architekturbüro einszueins und Realitylab zusammen, entwickelten eine Vision und Leitideen für ihr Projekt: solidarisch wohnen, g’scheit genießen, medial gestalten. Sie begannen die Planung eines Hauses mit Gemeinschaftseinrichtungen am Dach, einer offenen Erdgeschoßzone mit verschiedenen Begegnungsräumen und drei Flüchtlingswohnungen. Das Ziel: sich den Traum eines leistbaren, selbstbestimmten Wohnens zu erfüllen, aber auch, einen sozialen und kulturellen Treffpunkt für das Grätzel zu schaffen und zur Entwicklung einer sozialen Urbanität beizutragen. Der Film von Andrea Eder zeigt die Realisierung dieser ambitionierten Ziele, die gruppendynamischen Prozesse wie auch die finanziellen, rechtlichen und technischen Konflikte, die es zu bewältigen galt: von der Grundsteinlegung bis ein halbes Jahr nach Bezug.

Fünf Protagonisten der Baugruppe „Gleis 21“ – benannt nach dem Grundstück, eines ehemaligen Teils des aufgelassenen Südbahnhofgeländes – wurden über den Zeitraum eines Jahres filmisch begleitet: mit all ihren Ängsten, Sorgen und Erfolgen, die dieses ambitionierte Vorhaben mit sich bringt. Im Lauf des Jahres sieht man das Entstehen eines Wohnhauses für 57 Bewohner/innen – von der Grundsteinlegung bis zum Bezug im Sommer 2019. Der Film thematisiert Diskussionen rund um gruppendynamische Prozesse, das „Sich Zusammenraufen“ zu gemeinsamen Entscheidungen, Mediation zur Konfliktlösung und Basisdemokratie in einem ungeheuren Ausmaß. Das Motto der Baugruppe: partizipativ entscheiden und agieren.

„Bahnbrechend anders wohnen – Gleis 21“ ist eine Koproduktion von ORF, RAUM.FILM Filmproduktion und BMB Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, gefördert von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien.

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