Neu im Bezirk Melk: NÖGKK präsentiert erstes Primärversorgungsnetzwerk

Neun Ärzte plus Therapeutenteam: Nach dem Erfolg der drei Zentren setzt NÖGKK bei ländlichen Regionen auf neue Form der Primärversorgung

St. Pölten (OTS) - Das erste Primärversorgungsnetzwerk für Niederösterreich beschloss der Vorstand der NÖ Gebietskrankenkasse gestern Mittwoch in St. Pölten. Start des Projekts im Bezirk Melk ist voraussichtlich der 1. April 2020. An den Standorten Bischofstetten, Hürm, Kilb, Kirnberg, Mank, St.  Leonhard/Forst und Texing vernetzen sich fünf NÖGKK-Vertragsärzte sowie zwei NÖGKK-Gruppenpraxen und bieten der Bevölkerung eine umfassende Gesundheitsversorgung auf Kassenkosten, fünf Tage in der Woche bis 19 Uhr und ohne Schließtage. „Es freut mich, dass wir vor der Krankenkassenfusionierung dieses Projekt für unsere Versicherten in Niederösterreich noch fixieren und in die Wege leiten konnten“, merkte NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter in der Vorstandsitzung an. „Das Netzwerk und sein Angebot ist in dieser Form genau auf die Menschen in der Region abgestimmt.“ In Niederösterreich gibt es derzeit drei Primärversorgungszentren in Böheimkirchen, St. Pölten-Harland und Schwechat, mit dem Netzwerk beschreitet die NÖGKK neue Wege.

Koordination zwischen Ärzteteam und Therapeuten vieler Fachrichtungen

Zum Kernteam des Primärversorgungsnetzwerkes im Bezirk Melk zählen neben neun Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern zusätzliches Gesundheits- und Krankenpflegepersonal sowie Ordinationsassistentinnen und Ordinationsassistenten. Das erweiterte Team soll sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Diätologie sowie des Case- und Care-Managements zusammensetzen. Auch eine Hebamme soll es geben. Für die perfekte Koordination zwischen den Gesundheitsdiensteanbietern und Standorten sorgen zwei zusätzliche Primärversorgungsmanager. „Die NÖGKK entwickelt neue und innovative Versorgungskonzepte für die Menschen in Niederösterreich“, so Gerhard Hutter. Das Primärversorgungszentrum in und nahe Ballungszentren hat sich bereits bewährt. Für die Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen ist das Netzwerk die ideale Versorgungseinheit“, sagte der Obmann weiter.

Vormittags haben mindestens drei Standorte immer geöffnet, nachmittags bis zum frühen Abend sind es in der Regel zwei. Die Therapie und Untersuchungstermine werden untereinander koordiniert. Im betroffenen Gebiet leben gut 15 000 Einwohner. Die durchschnittliche Entfernung zwischen den Standorten beträgt knapp acht Kilometer.

„Kurze Wartezeiten, gute Erreichbarkeit und das auch zu Randzeiten: So sieht die neue Top-Versorgung in unserem Land aus“, merkte der Obmann an. „Hier vernetzt sich Kompetenz zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Die erfahrenen Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner können durch die Bank auf ausgezeichnete Zusatzqualifikationen verweisen. Notärzte sind genauso darunter wie Medizinerinnen und Mediziner mit Zusatzausbildung in Palliativmedizin, Geriatrie oder Arbeitsmedizin. Zusammen mit ihren Gesundheitsteams und den Therapeutinnen und Therapeuten aus unterschiedlichen Fachbereichen ist das regionale Gesundheitsnetz eine optimale Sache.“

Hutter lobt Zusammenarbeit mit Ärztekammer für NÖ und Land Niederösterreich

Beim Ausbau der Primärversorgung kann die NÖGKK auf die enge Zusammenarbeit mit Ärztekammer für NÖ und Land Niederösterreich bauen. Das Ziel der Kooperation sei es, laut Hutter, die medizinische Versorgung in NÖ auf eine gänzlich neue Qualitätsstufe in Österreich zu stellen. „Ich muss unseren beiden Partnern ein großes Lob aussprechen. Wir sind uns einig, was das Land und seine Menschen brauchen. Während andere Kassen zum Teil noch immer in der Planungsphase stecken und sich zaghaft aus den Startlöchern bewegen, ist die NÖGKK einmal mehr Vorreiterin“, so Hutter weiter. Über mögliche Primärversorgungsprojekte in der Region um Langenlois und im Industrieviertel wird bereits intensiv verhandelt. „Die NÖGKK und ich arbeiten für Land und Leute, solange man uns lässt“, stellte der NÖGKK-Obmann abschließend mit einem Seitenhieb auf die nahe Kassenfusion fest.

Am 1. Jänner 2020 werden die neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) fusioniert. Die NÖGKK wird in die ÖGK eingegliedert. Alle ihre Versicherten sind ab Jahresbeginn automatisch beim neuen, österreichweit tätigen Krankenversicherungsträger versichert.

Rückfragen & Kontakt:

NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
050899-5121, Fax: 050899-5181
oea@noegkk.at
www.noegkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGK0001