Asylwerber in Lehre: „Unternehmer bekommen Planungssicherheit“

Asylwerber in aufrechtem Lehrverhältnis dürfen Lehre abschließen

Wien (OTS) - „Der heutige Beschluss bringt eine vernünftige Lösung für eine schwierige Situation: Betriebe, die bereits Asylwerber ausbilden, bekommen die notwendige Sicherheit während gleichzeitig eine klare Linie zwischen Asyl und Zuwanderung gezogen wird“, so Kurt Egger, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Der Beschluss sieht vor, dass Asylwerber, die ihre Lehre vor dem 12. September 2018 begonnen haben, diese auch abschließen können. Haben Asylwerbende bereits einen negativen Asylbescheid erhalten, so haben sie nach Ende des Lehrverhältnisses bzw. nach erfolgter Abschlussprüfung 14 Tage Zeit, um freiwillig auszureisen.

Derzeit geht es um 786 Personen mit einem laufenden Verfahren in Lehre, im Vergleich dazu stehen 10.000 unter 25 Jährige, die bereits einen positiven Asylbescheid erhalten haben. „Die Herausforderung ist größer als oft dargestellt. Wir brauchen nachhaltige Maßnahmen, um die Menschen die in unser Land gekommen sind auch zu beschäftigen, sodass unsere Unternehmer auf ihr Potential zurückgreifen können und sie sich somit langfristig selbst erhalten können“, meint Egger.

Asyl und Zuwanderung sollen nicht nur durch den Beschluss, sondern auch künftig stark getrennt werden. So ist die Möglichkeit zur Lehrausbildung nur für Asylberechtigte vorgesehen. „Das ist durchaus sinnvoll, denn dann können sich unsere Unternehmer darauf verlassen, dass Zeit und Ressourcen, die sie in ihre Lehrlinge stecken auch nach dem Lehrabschluss erhalten bleiben“, so Egger abschließend.

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