Grundeinkommen: Scheuklappen ablegen und nach zukunftsfitten Lösungen suchen!

SPÖ-Geschäftsführer Sucher: Bedauerlich, wenn Mitbewerber Debatte über Zukunft der Arbeitswelt und Sozialstaat verweigern - politische Beißreflexe sind entbehrlich

Klagenfurt (OTS) - „Es ist bedauerlich, dass die NEOS nicht mehr sinnerfassend zuhören können: Nicht anders ist es zu erklären, dass sie, im Übrigen ähnlich wie die FPÖ, in einer Art politischem Beißreflex und wider besseres Wissen Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes Peter Kaiser falsch interpretieren“, reagiert der Kärntner SPÖ-Landesgeschäftsführer, Andreas Sucher, auf die Aussage der NEOS, wonach sich LH Kaiser für ‚Geld statt Arbeit‘ stark machen würde. „Fakt ist vielmehr: Peter Kaiser hat im heutigen Ö1-Interview darauf aufmerksam gemacht, dass sich infolge der Digitalisierung und der damit zusammenhängenden Veränderungen in der Lohnarbeit eine verantwortungsbewusste Politik Gedanken um die Zukunft der Arbeitswelt zu machen hat. Ihm jetzt zu unterstellen, er wolle ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, ist ebenso unmoralisch, wie den Menschen einreden zu wollen, alles bleibt wie es ist und alles wird von alleine gut“, sagt Sucher.

Die SPÖ mit LH Peter Kaiser nehme die Verantwortung für eine Zukunft, in der auch der Sozialstaat gesichert ist, wahr, betont der Kärntner SPÖ-Landesgeschäftsführer. „Angesichts der Tatsache, dass heute 72 Prozent des BIP durch menschliche Arbeit und 28 Prozent durch Maschinen geleistet werden, sich diese Verteilung aber schon 2025 mit 48 Prozent menschliche Arbeitsleistung und 52 Prozent Maschinen- und Roboterleistung total verkehrt, wäre es eigentlich wünschenswert, dass sich auch andere Parteien Gedanken über diese Herausforderung machen würden“, so Sucher. „Doch was passiert stattdessen? Man steckt den Kopf in den Sand und attackiert jenen politischen Mitbewerber, der nach probaten Antworten sucht.“ Offensichtlich wolle man damit von der eigenen Kompetenz- und Ahnungslosigkeit ablenken.

Es wäre höchste Zeit, sich über die Zukunft der Arbeitswelt und über die Finanzierung des Sozialstaates Gedanken zu machen: „Bis dato wird der Sozialstaat durch Massensteuern wie Steuern auf Arbeit und Mehrwertsteuer finanziert. Steuern auf maschinelle Arbeit oder auf Roboter gibt es nicht. Soll das so bleiben? Wir müssen heute darüber reden – und nicht erst dann, wenn die menschliche Arbeitskraft nur noch 48 Prozent zum BIP beträgt. Diese Diskussion kann aber nicht geführt werden, ohne über eine neue Form der Grundsicherung oder eines zeitlich begrenzten Grundeinkommens zu reden“, fordert Sucher alle verantwortungsbewussten Kräfte auf, ihre Scheuklappen abzunehmen und sich konstruktiv an einer seriösen Debatte zu beteiligen.

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