• 04.12.2019, 11:45:15
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  • OTS0116

„Am Schauplatz“-Reportage über Freikirchen Österreichs

„Halleluja!“ am 5. Dezember um 21.05 Uhr in ORF 2

Utl.: „Halleluja!“ am 5. Dezember um 21.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Freikirchen haben großen Zulauf, vor allem unter jungen
Menschen. Aber was sind die Freikirchen Österreichs eigentlich? Sind
das normale Christen oder Sekten? Und was unterscheidet sie von der
katholischen und evangelischen Kirche? Für die „Am
Schauplatz“-Reportage „Halleluja!“ – zu sehen am Donnerstag, dem 5.
Dezember 2019, um 21.05 Uhr in ORF 2 – hat Tiba Marchetti
verschiedene Gemeinden, Gläubige und Gottesdienste besucht, um
Antworten und Eindrücke zu bekommen.

Die junge Pastorin Maria Kisslinger etwa betritt die Bühne des
Jesuszentrums im dritten Bezirk wie eine amerikanische
Star-Predigerin. Live-Band und Lichtanlage heizen die Stimmung an.
Beseelt beten manche Gläubige „in fremden Zungen“. Auch die Frisörin
Sonja kann das. „Der Heilige Geist spricht aus mir, ich weiß nicht,
was ich da sage“, erklärt sie den Zustand. Sie kommt jeden Samstag
zum Lobpreis ins Jesuszentrum und gibt den sogenannten Zehnten ab,
zehn Prozent ihres Einkommens, so sieht es die Bibel vor.
Kirchensteuer gibt es dafür nicht.

Die Bibel steht im Zentrum des Lebens der Freikirchler, egal welchem
der fünf Bünde sie angehören – sie nehmen sie wörtlich.
Heilungsgebete sind üblich, Jesus hat dazu aufgerufen. Es wird von
Wundern und Krebsheilungen berichtet. „Wir glauben, dass die meisten
Krankheiten vom Teufel geschickt sind“, erklärt Pastor Chris Pöschl
von den „4 Corners“ im zehnten Bezirk in Wien.

Dass Homosexualität Sünde ist, ist für den 21-jährigen Cosmo in der
evangelikalen Bibelrunde in der Seestadt in Wien klar. „Gott hat ja
Adam und Eva erschaffen“, sagt er. Gott habe die ganze Welt
erschaffen, auch das ist gängige Meinung. „Er hatte einen Plan. Vom
Urknall steht nichts in der Bibel“, sagt Pastorin Maria Kisslinger.
Ihre drei Kinder lernen in der Schule dennoch von Darwin und der
Evolutionstheorie. Ob sie diese Lehren glauben möchten oder nicht,
dürfen sie später selbst entscheiden. Denn getauft wird erst im
Erwachsenenalter.

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