„Bildungscampus Christine Nöstlinger“ und „Christine-Nöstlinger-Park“ vom Wiener Kulturausschuss beschlossen

Wien (OTS) - Die Benennung von 18 Verkehrsflächen stand gestern, Dienstag, auf der Tagesordnung des Wiener Kulturausschusses. Unter den Neu-Benennungen befinden sich KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen sowie Opfer und Überlebende des Holocaust.

„Straßennamen würdigen Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen, die mit ihrem Schaffen und Wirken, ihren Hervorbringungen und Ideen im kollektiven Gedächtnis bleiben sollen“, unterstreicht Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Christine Nöstlinger zählt zu den wichtigsten Kinder- und JugendbuchautorInnen im deutschsprachigen Raum; nach ihr wurden gemäß ihrer literarischen Bedeutung gleich zwei Verkehrsflächen benannt: Der Bildungscampus im neuen Teil des Nordbahnhofviertels in der Leopoldstadt (Taborstraße 120) wird künftig an die im Vorjahr verstorbene Kinderbuchautorin erinnern. Darüber hinaus wird sie in Wien Hernals, wo sie aufgewachsen ist, mit einem Park gewürdigt (im Bereich Lidlgasse, nicht amtlich als „Lidlpark“).

„Ich freue mich ganz besonders über die Namensgebung nach Christine Nöstlinger, weil sie nicht nur zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen zählt, sondern ihre Bücher und Geschichten Kinder stark machen und ihre Träume und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen!“ betont Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Zwt.: „Stefan-Weber-Park“ zwischen Margareten und Meidling

Damit hätte er wohl zu Lebzeiten nicht gerechnet: Stefan Weber, Musiker, Gründer und Mastermind der legendären Musiktheatergruppe „Drahdiwaberl“ sowie Kunsterzieher, wird im Bereich Margaretengürtel und Gaudenzdorfer Gürtel zwischen Schönbrunner Straße und Arbeitergasse mit einer Parkanlage geehrt.

Verewigt wird auch Carl Djerassi, Chemiker („Vater der Pille“), Schriftsteller und Kunstsammler. Der „Djerassiplatz“ bezeichnet den zukünftigen Vorplatz des derzeit in Bau befindlichen Biologiezentrums der Uni Wien (3. Bezirk).

Zwt.: Opfer und Überlebende des Holocaust sichtbar machen

Ein Park am Johann-Nepomuk-Berger-Platz (Ottakring) wird nach Adele Jellinek benannt: Die Schriftstellerin wurde am 25. Mai 1943 ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Auch Rudolf Grünwald wurde ein Opfer des Holocaust: Der Pferdehändler und Fuhrunternehmer sowie Sportfunktionär beim Fußballclub Vienna wurde am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert). Der „Rudolf-Grünwald-Park“ ist künftig in Döbling zwischen der Püchlgasse und dem Sportplatz Hohe Warte situiert.

Der „Alma-Rosè-Park“ in Floridsdorf in der Grellgasse 6A wird nach der prominenten Wiener Violistin der Zwischenkriegszeit benannt; sie starb im April 1944 im Konzentrationslager Auschwitz.

Elisa Springer und Hugo Pepper haben die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten überlebt und haben als Zeitzeugen eminent wichtige Aufklärungsarbeit an den Schulen geleistet. Die Übersetzerin Elisa Springer erhält einen Park im 8. Bezirk („Elisa-Springer-Park“, Piaristengasse 22); Hugo Pepper, Widerstandskämpfer, Volksbildner und Schriftsteller, einen im 13. Bezirk „(Hugo-Pepper-Park“ ggü. Wolkenbergenstraße 134-172).

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