„ORF III Kulturdienstag“: „Erbe Österreich“ mit u. a. „Mysterien in Rot-Weiß-Rot: Habsburgs wundersame Niederlage“

Außerdem: „Die Kronzeugin – Kaiserin Zita“, „Der selige Kaiser – Kaiser Karl I. von Österreich“ und „Wie der Aufzug nach Österreich kam“

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information befasst sich am „ORF III Kulturdienstag“, dem 3. Dezember 2019, mit den Geheimnissen rund um die Schlacht von Königgrätz, jener Entscheidungsschlacht der Habsburger gegen Preußen, die den Weg für das Deutsche Kaiserreich ebnete. Außerdem stellt die Programmleiste „Erbe Österreich“ Kaiserin Zita und Kaiser Karl I. von Österreich in den Mittelpunkt und erzählt die bewegte Geschichte, wie der Aufzug nach Österreich kam.

Der Name „Königgrätz“ ist in Österreich zum zweiten Wort für „Niederlage“ geworden. Zu tief hat sich die verlorene Entscheidungsschlacht Österreichs gegen Preußen in die kollektive Erinnerung gegraben. Der dritte Teil der neuen „Erbe Österreich“-Reihe „Mysterien in Rot-Weiß-Rot“ ergründet um 20.15 Uhr „Habsburgs wundersame Niederlage“. Was führte wirklich zu diesem geschichtsentscheidenden Schlachtenausgang? Warum schlug Erzherzog Albrecht den Oberbefehl aus, wieso musste sein Ersatzmann Ludwig von Benedek dann dazu regelrecht vergattert werden? Weshalb glaubten während des Schlachtverlaufs beide Seiten, Österreicher und Preußen, dass Habsburg den Sieg erringen würde, bevor sich dann das Blatt wendete? Regisseur Christian Papke räumt mit einigen Mythen rund um Königgrätz auf und benennt die wahren Hintergründe für Habsburgs Niederlage.

Anschließend befasst sich der Film „Die Kronzeugin – Kaiserin Zita“ (21.05 Uhr) mit dem Leben und den Erfahrungen der 1989 verstorbenen letzten Kaiserin Zita Maria delle Grazie von Bourbon-Parma. Der Film berichtet von ihrer Kindheit, ihrer ersten Begegnung mit Erzherzog Karl, ihrer Hochzeit, dem Attentat von Sarajewo, ihrem letzten Gespräch mit Kaiser Franz Joseph an seinem Todestag und von der Krönung Kaiser Karls.

Die Dokumentation „Der selige Kaiser – Kaiser Karl I. von Österreich“ (21.55 Uhr) von Gerhard Jelinek und Kurt Schmutzer widmet sich danach dem Ehegatten Zitas, dem letzten Habsburger-Kaiser, der am 1. April 1922 im Exil auf der Insel Madeira starb und dort bis heute in einer kleinen Seitenkapelle der Kirche Nossa Senhora do Monte ruht. Die Dokumentation folgt seinen Spuren in der Gegenwart und öffnet so ein Kapitel der weit verzweigten Habsburger-Geschichte.

Der „ORF III Kulturdienstag“ schließt mit der „Erbe Österreich“-Doku „Wie der Aufzug nach Österreich kam“ (22.45 Uhr). Die Innovation des Aufzugs kam in Österreich mit der Ringstraßenzeit. Das Haus der Industrie bekam einen Paternoster, der so spektakulär war, dass ihn sogar Kaiser Franz Joseph eröffnete. Dabei war er mit Sicherheit kein Liebhaber des Fahrstuhls, schließlich hasste er alle technischen Innovationen. Daher gewöhnten sich in Österreich viele Architekten an, den Aufzug zu verstecken oder abseits zu planen. Die Doku von Patrice Fuchs zeigt, wie der Aufzug in der Gründerzeit die Stadt Wien modernisiert hat.

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