• 29.11.2019, 14:06:04
  • /
  • OTS0165

30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs: Gedenkveranstaltung an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze

LH Mikl-Leitner: Niederösterreich hat es verstanden, dieses historische Ereignis zu nutzen

Utl.: LH Mikl-Leitner: Niederösterreich hat es verstanden, dieses
historische Ereignis zu nutzen =

St. Pölten (OTS/NLK) - LH Mikl-Leitner: Niederösterreich hat es
verstanden, dieses historische Ereignis zu nutzen

„Der Fall des Eisernen Vorhangs ist ein historisches Ereignis
gewesen, das den gesamten Kontinent und auch Niederösterreich
nachhaltig verändert hat. Niederösterreich hat es verstanden, dieses
historische Ereignis zu nutzen“, sagte heute, Freitag,
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der
niederösterreichisch-tschechischen Grenze bei Hardegg. Auf der
Thaya-Brücke zwischen dem sudmährischen Cizov und dem
niederösterreichischen Hardegg fand heute aus Anlass des 30.
Jahrestages der Beseitigung des Eisernen Vorhangs an der Grenze
zwischen Österreich und der damaligen Tschechoslowakei eine
Gedenkveranstaltung statt. Gemeinsam besuchten Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner, der tschechische Außenminister Tomáš Petříček,
Außenminister Alexander Schallenberg und der Kreishauptmann von
Südmähren, Bohumil Šimek, die Reste des einstigen Eisernen Vorhangs
bei Cizov.

“Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Nachbarschaft und der
Freude, des Respekts und der Ehrfurcht“, so Mikl-Leitner. Die
Grenzregion sei heute verbunden durch Natur, Straßen, Rad- und
Wanderwege. „Niederösterreich wurde zum Tor in das neue, größere
Europa und schrieb eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht“,
betonte die Landeshauptfrau. Das Miteinander sei wie auch Friede,
Freiheit und Demokratie jedoch keine Selbstverständlichkeit und müsse
immer wieder aufs Neue erarbeitet werden. Umso wichtiger sei es
„alles zu tun“, um am gemeinsamen Europa weiterzubauen. Die
Landeshauptfrau sprach sich dafür aus, den Westbalkanstaaten den Weg
in die Europäische Union zu ermöglichen und sie dabei zu
unterstützen.

Außenminister Alexander Schallenberg bezeichnete den Eisernen Vorhang
als „Grenze des Schmerzes“, zwei Regionen mit einer langen gemeinsam
kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte wären damit über
Jahrzehnte getrennt gewesen. Das Jahr 1989 sei eine „menschliche
Sternstunde“ gewesen, diesen Mut und diese Weitsicht brauche es auch
heute. Schallenberg sprach sich ebenfalls für die Aufnahme der
Westbalkanstaaten in die EU aus, damit könnte der „letzte Akt der
Trennung beendet werden“.

Der Eiserne Vorhang habe zwei Welten getrennt, so der tschechischen
Außenminister Tomáš Petříček und erinnerte an die Durchtrennung im
Jahr 1989, an die Aufhebung der Visa-Pflicht und die funktionierende
Partnerschaft mit Österreich und Niederösterreich. In den vergangenen
30 Jahren habe man ein „großes Stück“ zurückgelegt. Die Zukunft hänge
davon ab, was „wir gemeinsam schaffen“.

Für Bohumil Šimek, Kreishauptmann von Südmähren, hat der Eiserne
Vorhang das getrennt, “was über Jahrhunderte zusammengehört hat“. Er
dankte Niederösterreich für die intensiven internationalen
Beziehungen zu Südmähren.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel