- 28.11.2019, 14:23:01
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„matinee“ am ersten Adventsonntag: Doku „Genussland Steiermark“ und Porträts über Harnoncourt und Renoir
Außerdem: „Die Kulturwoche“
Utl.: Außerdem: „Die Kulturwoche“ =
Wien (OTS) - Der vielfältige Geschmack der Steiermark und einer ihrer
größten Söhne stehen in der „matinee“ am Sonntag, dem 1. Dezember
2019, ab 9.05 Uhr in ORF 2 im Mittelpunkt: So folgt auf die
Dokumentation „Genussland Steiermark“ das Porträt „Nikolaus
Harnoncourt – Die Musik meines Lebens“ (9.35 Uhr) anlässlich des 90.
Geburtstags des 2016 verstorbenen Stardirigenten, der sich am
Nikolaustag zum 90. Mal jährt. Außerdem bietet der
ORF-Kulturvormittag mit der Dokumentation „Augenschmaus: Auguste
Renoir ‚Bal du moulin de la Galette“ kulinarische Einblicke in
fiktive Menüs zu berühmten Bildern von Auguste Renoir, dessen
Todestag sich am 3. Dezember zum 100. Mal jährt. Die von Clarissa
Stadler präsentierte „matinee“ beschließt „Die Kulturwoche“ (10.45
Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.
„Genussland Steiermark“ (9.05 Uhr)
Kürbiskernöl, Kren, Käferbohnen, Wein, Vulcano-Schinken, Grazer
Krauthäuptel oder auch das Murbodner Rind: Die Liste an
Spezialitäten, die zu Markenzeichen steirischer Regionen wurden, ist
lang. Der „Geschmack des Landes“ wurde zu einem bedeutenden
Wirtschaftsfaktor und zu einer tragenden Säule des Tourismus in der
Steiermark: So besuchen etwa Hunderttausende Menschen jährlich im
„Vulkanland“ rund um die Riegersburg Vorzeigebetriebe wie die
Schokoladenmanufaktur Zotter oder den Essig- und Edelbrand-Hersteller
Gölles. Die Steiermark ist aber auch der Obstgarten Österreichs: So
werden 80 Prozent der österreichischen Äpfel in der Steiermark
geerntet.
Der Film von Günter Schilhan zeigt die Entwicklung
landwirtschaftlicher Produkte zu steirischen Markenzeichen auf und
beleuchtet ihre Bedeutung für die heimische Wirtschaft und die
regionale Identität.
„Nikolaus Harnoncourt – Die Musik meines Lebens“ (9.35 Uhr)
Am 6. Dezember wäre der österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt
90 Jahre alt geworden. Für die Filmdokumentation von Günter Schilhan
hat er – zwei Jahre vor seinem Tod im März 2016 – eine Werkauswahl
der für ihn bedeutendsten Musik seines Lebens zusammengestellt.
Seine frühen Kindheitserinnerungen führten Harnoncourt zu den
Melodien George Gershwins, die sein Vater für die Familie am Klavier
im Grazer Palais Meran intonierte. Eine Radioübertragung von
Beethovens 7. Symphonie gab 1947 den entscheidenden Impuls für seinen
Berufswunsch: Harnoncourt wollte Cellist in einem Orchester werden.
Seine Karriere als Orchestermusiker beendete er allerdings abrupt
nach einer Aufführung von Mozarts g-Moll Symphonie, die seiner
Meinung nach völlig falsch interpretiert worden war.
In den folgenden Jahrzehnten schuf sich Nikolaus Harnoncourt, zuerst
noch als Cellist, dann als Dirigent, mit der Gründung des Concentus
Musicus seinen eigenen musikalischen Kosmos. Hier folgte er nur den
„Leitgestirnen der Musikgeschichte“ und erarbeitete aus den
Partituren von Monteverdi, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert
bis Smetana, Dvorak oder auch Gershwin seine eigene, revolutionäre
Klangvorstellung, mit der er sich zu Beginn nicht nur Freunde machte.
Von der Kindheit bis zur Gegenwart reicht diese musikalische
Biografie, die anhand von vorher nie gezeigten Fotos und Personalien
aus dem Familienarchiv, Konzertausschnitten, Probenarbeiten und
persönlichen Kommentaren des Stardirigenten einen Bogen über sein
Leben und gleichzeitig über die von ihm mitgeprägte Musikgeschichte
spannt.
„Augenschmaus: Auguste Renoir ‚Bal du moulin de la Galette‘“
Auguste Renoir spielte in seinen Bildern mit Licht und Schatten und
setzte weiche, mitunter fast verschwimmende Konturen. Nicht umsonst
wird er auch der „Maler des Glücks“ genannt, denn er hielt gern die
kleinen, flüchtigen Momente des Wohlbefindens jenseits des Alltags
fest. Ein Gemälde musste für ihn etwas Angenehmes, Freundliches und
Schönes sein.
1876 und 1881 vollendete Renoir zwei seiner berühmtesten Bilder: „Bal
du Moulin de la Galette“ und „Das Frühstück der Ruderer“. Die beiden
Ölgemälde auf Leinwand sind wahre Hymnen an die Lebensfreude. In
ersterem Werk fing der Künstler die heitere, unbeschwerte Stimmung
eines Sommertages in einem Tanzlokal auf dem Montmartre ein.
Für die Dokumentation von Chantal Allès stellte der Pariser Chefkoch
Thierry Marx ganz im Geist jener Epoche ein farbenfrohes Mahl
zusammen. Ein Essen, wie es beim „Frühstück der Ruderer“ hätte
serviert werden können, im bis heute berühmten Restaurant Fournaise
direkt am Ufer der Seine. Im Moulin de la Galette gab es dagegen
keine Menüs, sondern nur Fladenbrot – eben die Galette, deren Rezept
der Pariser Bäcker Christophe Vasseur vor dem Vergessen bewahrt hat.
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