Milizverband Österreich: Die Rückkehr zum Modell „6+2“ ist unverzichtbare Grundlage eines funktionierenden Milizsystems!

Ohne eine Rückkehr zum jahrzehntelang bewährten Modell von 6 Monaten Grundwehrdienst und 2 Monaten Truppenübungen wird es bald keine Miliz mehr geben!
Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer, Milizverband Österreich
Gedankliche Spielereien über verkürzte Ausbildungszeiten sind verantwortungslos und stellen ein Sicherheitsrisiko für die eingesetzte Truppe aber auch die österreichische Bevölkerung dar.
Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer, Präsident Milizverband

Wien (OTS) - Die österreichische Bundesverfassung hält eindeutig fest: Das Österreichische Bundesheer ist nach den Grundsätzen eines Milizsystems auszurichten. Doch eine Milizarmee muss üben, ansonsten gehen ihre Fähigkeiten verloren. „Ohne eine Rückkehr zum jahrzehntelang bewährten Modell von 6 Monaten Grundwehrdienst und 2 Monaten Truppenübungen wird es bald keine Miliz mehr geben!“, so Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer, der Präsident des Milizverbandes Österreich.

Die Grundwehrdiener gehen ohne verpflichtende Milizübungen dem Militär nach ihrer Ausbildung verloren. Übrig bleiben die Kommandanten der verschiedenen Verbände und Truppenkörper, die im Übungsfall über keine Mannschaften und Fachkräfte verfügen. „Am Simulator oder im Sandkasten kann ich den Schutz kritischer Infrastruktur wie etwa der Wasser- und Stromversorgung nicht sinnvoll üben. Nur mit einem einsatzbereiten und personell voll aufgefülltem Milizbataillon können in Übungsszenarien wertvolle Erkenntnisse für einen etwaigen Ernstfall gewonnen werden“, betont Kainzbauer. 6 Monate sind der Mindestzeitraum für eine seriöse Ausbildung, insgesamt 2 Monate Truppenübungen aufgeteilt auf mehrere Jahre sichern den personellen Nachwuchs und die Einsatzbereitschaft unserer Milizverbände.

Die Kommandanten der 12 österreichischen Miliz-Bataillone sind Mitglieder des Milizverbandes Österreich, unter ihrem Kommando stehen rund 8.000 Milizsoldaten. Gedankliche Spielereien über verkürzte Ausbildungszeiten sind verantwortungslos und stellen ein Sicherheitsrisiko für die eingesetzte Truppe aber auch die österreichische Bevölkerung dar. „Die Österreicherinnen und Österreicher müssen sich darauf verlassen können, dass unsere Soldaten mit ihren Waffen und Geräten routiniert und gewissenhaft umgehen können. Dies kann nur durch zeitliche Mindeststandards in der Ausbildung als auch regelmäßiger Wiederholung des Erlernten gewährleistet werden. Alles andere ist fahrlässig“ zeigt sich Kainzbauer besorgt. Die Augen der österreichischen Milizsoldatinnen und Milizsoldaten sind auf die politischen Verhandlungen und ihre Akteure gerichtet, noch ist die Hoffnung aufrecht, dass diese im Sinne des Sicherheitsbedürfnisses der österreichischen Bevölkerung agieren.

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Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer
Präsident des Milizverbandes Österreich
hannes.kainzbauer@milizverband.at
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