• 26.11.2019, 13:39:39
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Wien: Stephansdom erstrahlt am Mittwoch in Rot

"Red Wednesday" macht am 27. November weltweit auf verfolgte und bedrohte Christen aufmerksam - "Kirche in Not"-Präsident Heine-Geldern kritisiert Indifferenz westlicher Staaten gegenüber dem Thema Christenverfolgung - VP-Abgeordnete Kugler fordert ein "deutliches Aufstehen der Öffentlichkeit, damit die Gewalt gegen Christen endlich ein Ende hat"

Utl.: "Red Wednesday" macht am 27. November weltweit auf verfolgte
und bedrohte Christen aufmerksam - "Kirche in Not"-Präsident
Heine-Geldern kritisiert Indifferenz westlicher Staaten
gegenüber dem Thema Christenverfolgung - VP-Abgeordnete Kugler
fordert ein "deutliches Aufstehen der Öffentlichkeit, damit
die Gewalt gegen Christen endlich ein Ende hat" =

Wien (KAP) - Um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und
bedrohter Christen aufmerksam zu machen, erstrahlt der Wiener
Stephansdom am sogenannten "Red Wednesday" (roten Mittwoch), 27.
November, blutrot. Die Aktion wird von der internationalen
Hilfsorganisation "Kirche in Not" organisiert und heuer zum ersten
Mal in Österreich begangen. Weltweit beteiligen sich tausende
Kathedralen, Kirchen und öffentliche Gebäude an der Aktion.

Diskriminierung bis zur Vertreibung und Ermordung würden für Christen
in vielen Länder "bereits zum Tagesgeschehen gehöre", kritisierte
VP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler, bei einer Pressekonferenz
von "Kirche in Not" am Dienstag. Kugler forderte ein "deutliches
Aufstehen der Öffentlichkeit, damit die Gewalt gegen Christen endlich
ein Ende hat". Europa dürfe nicht länger tatenlos zusehen.

Von einer "Indifferenz der westlichen Staaten" gegenüber dem Thema
Christenverfolgung, sprach Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender
Präsident von "Kirche in Not-International". Er stellte klar, dass
allen Glaubensgemeinschaften regelmäßig Gewalt widerfahre, "doch
internationale Berichte zur Religionsfreiheit bestätigen leider immer
wieder, dass Christen am stärksten verfolgt werden". Eine wesentliche
Aufgabe des päpstlichen Hilfswerks sei es darum, "der schweigenden
und zum Schweigen gebrachten Kirche eine Stimme zu verleihen".

Die einzelnen Staaten sowie Staatengemeinschaften, wie die UNO,
sollten darauf achten, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit
eingehalten werde, forderte Heine-Geldern. Der Christenverfolgung
müsse "entschieden" entgegentreten werden, dazu gehöre auch, dass
sich die europäischen Länder ihrer "christlichen Wurzeln" besinnen.

Über die politische und gesellschaftliche Reichweite der Verfolgung
berichtete Ikenna Okafor, Priester aus Nigeria und Professor für
Interkulturelle Theologie an der Kath. Theolog. Fakultät in Wien. Die
Christenverfolgung in Nigeria habe "schon sehr früh begonnen, noch
bevor die islamistische Sekte 'Boko Haram' im Land war". Politik,
Militär und Boko Haram wären miteinander vernetzt, so Okafor.
Leidtragende wären die Christen, die systematisch mit staatlicher
Hilfe unterdrückt wären.

Aktionen in Österreich und weltweit

Okafor leitet auch den "Red Wednesday"-Gedenkgottesdienstes am
Mittwoch um 19 Uhr im Stephansdom. Bischof Antoine Audo aus
Aleppo/Syrien wird ebenfalls teilnehmen. Weitere Gottesdienste für
verfolgte Christen gibt es am 27. November in der Peterskirche (17
Uhr) und am Sonntag, 1. Dezember, in der Augustinerkirche (10 Uhr).
In letzterer kann von Mittwoch bis Sonntag auch die Fotoausstellung
"Verfolgte Christen weltweit" besichtigt werden.

Im Zeitraum von Mittwoch, 27. November, bis Sonntag, 1. Dezember,
werden in Wien noch weitere prominente Kirchen und Gebäude rot
angestrahlt, wie die Votivkirche, Karlskirche, Karmelitenkirche sowie
die Peterskirche. Insgesamt beteiligen sich am "Red Wednesday"
österreichweit rund 20 Kirchen und Pfarren.

In Graz organisiert die "Plattform für Verfolgte Christen" am 7.
Dezember einen Schweigemarsch für verfolge Christen. Auch das
Parlament in Wien wird an der Aktion teilnehmen. Das Gebäude soll
laut Herbert Rechberger, Nationaldirektor von "Kirche in Not"
Österreich, jedoch erst am Aschermittwoch 2020 (26.2.) rot beleuchtet
werden.

Den Anfang der internationalen Aktion unter dem Motto "Be REDy. Wear
RED. Light RED." machte am Mittwoch Australien mit der Illuminierung
von sieben Kathedralen, darunter der Kathedralen von Sydney und
Melbourne. Der Höhepunkt finde am Mittwoch statt, wenn Tausende
Gebäude in London, Amsterdam, Lissabon, Prag und Washington D.C. rot
beleuchtet werden, teilte das Hilfswerk mit.

Mehr:
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1830217/wien-stephansdom-erstra
hlt-am-mittwoch-in-rot

((ende)) LIL/PWU
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