Anstieg der Schlafapnoe Erkrankungen (Atemaussetzer im Schlaf) - Zusammenhang mit anderen Krankheiten erkennbar

Schlafapnoe ist oft Ursache von Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall - auch Verbindungen zu Demenz/Alzheimer und Krebs wurden festgestellt.

Hamburg/Wilhelmshaven/Wien (OTS) - Beim Kongress der DGSM (Deutsche Gesellschaft der Schlafmedizin) in Hamburg im November 2019 berichtete Prof. Dr. R. Heinzer wurde über eine starke Zunahme der schlafbezogenen Atmungsstörungen (Überbegriff der obstruktiven Schlafapnoe) bei der HypnoLaus Studie mit 2121 Personen im Alter von 40 - 85 Jahren. 49,7% der Männer und 23,4% der Frauen hatten über 15 Atemstörungen pro Stunde, 22% der Männer und 7,6% der Frauen sogar über 30/h.

Im Jahr 2018 wurde eine weitere Studie von Prof. Dr. Ingo Fietze an der Charité Berlin mit über 1208 Personen durchgeführt. Das Ergebnis zeigte, dass 67% der Senioren über 60 Jahre an obstruktiver Schlafapnoe erkrankt waren.

Beim Patientenkongress über Schlafstörungen in Wilhelmshaven wurden Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen präsentiert z.B. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Demenz.

Im Vortrag von Dr. Alfred Wiater wird darüber aufgeklärt, dass die obstruktive Schlafapnoe mindestens 5% der Kinder betrifft. Insbesondere bei jüngeren Kindern steht als Folge des nicht erholsamen Schlafes weniger die Tagesschläfrigkeit im Vordergrund sondern hyperaktives Verhalten.

Prof. Dr. med Kermer erklärt, dass wiederholte Atemstillstände und die damit verbundene mangelhafte Sauerstoffversorgung den Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigert und dadurch Herz und Kreislauf stark belastet. Fett und Kalk lagern sich als Plaque vermehrt an den Innenwänden der Halsschlagadern ab und verengen sie. Wenn sich Bestandteile dieser Ablagerungen lösen, können sie mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort lebenswichtige Gefäße verstopfen, was zum Schlafanfall führen kann.

Schlafapnoe und schlafbezogene Atmungsstörungen sind bei fast allen Erwachsenen zu finden. Bei über 5 Atemstörungen pro Stunde wird eine schlafbezogene Atmungsstörung (wie z.B. Schlafapnoe) diagnostiziert.

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Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4404207/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30272383

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Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich
Ansprechpartner: Josef Hoza
Telefon: +664 15 08 627
Email: kontakt@schlafapnoe-shg.at
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