Medienfitness rückt ins Zentrum der europapolitischen Bildungsarbeit

ExpertInnen diskutierten in Salzburg bei einer Veranstaltung von „EUropa in der Schule“ über die Möglichkeiten und Gefahren sozialer Medien und die Bedeutung von Medienkompetenz.

Wien (OTS) - Salzburg. Die Fähigkeit zu Lesen reicht nicht, um Nachrichten verstehen und einordnen zu können: Die Vermittlung von Medienkompetenz zählt demnach zu den wichtigsten bildungspolitischen Herausforderungen der Gegenwart und wird künftig noch an Bedeutung gewinnen – auch im Hinblick auf EU-Wissen. Darüber waren sich die TeilnehmerInnen der heutigen Jahrestagung des Netzwerkes „EUropa in der Schule“ einig. ExpertInnen und Interessierte im Bildungsbereich gingen in Salzburg bei der Veranstaltung „Die EU und die Medien“ der Frage nach, welche Chancen bzw. Risiken digitale Informations- und Kommunikationsnetzte bergen und wie Bildungsinstitutionen darauf reagieren können.

„Wir in Europa unterstützen Qualitätsjournalismus, Medienfreiheit und Medienpluralismus in den EU-Staaten. Ein besonderes Anliegen ist uns aber vor allem auch die Bildung von Medienkompetenz gerade bei den Jungen, und dafür gibt es keinen besseren Platz als die Schule“, betonte Wolfgang Bogensberger, stv. Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Nachsatz: „Die SchülerInnen sind nicht politisch desinteressiert - im Gegenteil, wie uns die Fridays for Future Bewegung wöchentlich beweist.“

Renommierten ExpertInnnen beleuchteten die einzelnen Aspekte der europapolitischen Bildungsarbeit im Klassenzimmer in Impulsreferaten. Unter den SprecherInnen waren Ingrid Brodnig, Buchautorin und Kolumnistin des Nachrichtenmagazins „profil“ und Wolfgang Böhm, Leiter des EU-Ressorts der Tageszeitung „Die Presse“ und Autor des Sachbuches „EU for you“. Zudem wurden Vorzeigemodelle präsentiert und diskutiert. Das Europe Direct Informationszentrum in Salzburg beispielsweise hat das Thema „Fake News“ in ein „European Escape Fake Game“ verpackt. 600 SchülerInnen haben so am Europatag 2019 Rätsel gelöst, Geheimnisse enthüllt und „Fake News“ über Europa enttarnt. Der spielerische Ansatz zielt darauf ab, die Jugendlichen in der Welt abzuholen, in der sie sich bewegen und ihnen die EU auf spielerische Weise näher zu bringen.

„EUropa in der Schule“ ist eine Initiative des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich, des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Betreut wird das Netzwerk vom Zentrum Polis.

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