• 21.11.2019, 11:37:59
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  • OTS0108

ÖVP im Landtag: „Unsere Wälder brauchen europäische Maßnahmen“

Nach den Unwettern in Kärnten fordern VP-Abgeordnete einen europäischen Aktionsplan zur Erhaltung der Wälder: „Intakte Wälder schützen Lebensräume.“

Utl.: Nach den Unwettern in Kärnten fordern VP-Abgeordnete einen
europäischen Aktionsplan zur Erhaltung der Wälder: „Intakte
Wälder schützen Lebensräume.“ =

Klagenfurt (OTS) - Zum wiederholten Mal musste sich die Aktuelle
Stunde im Kärntner Landtag den Unwettern als Folge des Klimawandels
widmen. „Es tut weh, in welchen kurzen Abständen wir hier über
dasselbe sprechen müssen“, merkt ÖVP-Clubobmann Markus Malle an. „Der
Klimawandel findet jetzt statt, und wir müssen dem hier und jetzt
begegnen.“ Kärnten habe seine Hausaufgaben beim Ausbau erneuerbarer
Energie zu leisten – „und nicht nur davon zu reden“, so Malle.

Bis 2050 erwarten Experten eine nahezu Verdoppelung des
Energiebedarfs in Kärnten. „Es wird nicht genügen, Wasserkraftwerke
technisch aufzurüsten“, sagt Malle klar. „Wir müssen einen Ausbau von
Photovoltaik zulassen, verstärkt Biomasse einsetzen und Wasserkraft
dort ausbauen, wo es möglich ist.“ Ein Potenzial von 180.000 Dächern
wird Kärnten in der Photovoltaik bescheinigt. Malle fragt: „Warum
fangen wir nicht mit Dächern von öffentlichen Gebäuden an?“ Einen
entsprechenden Antrag haben die Abgeordneten der Volkspartei bereits
eingebracht.

Bewusst sind sich die Landtagsabgeordneten der ÖVP, dass „wir in
Kärnten nicht das Weltklima retten werden“. Einen Beitrag müsse man
hier aber leisten, so Malle. Deshalb bringt die Volkspartei einen
Antrag ein, der über die Bundesregierung einen Aktionsplan zur
Erhaltung europäischer Wälder sicherstellen soll. Malle begründet:
„Nach den Unwettern der letzten beiden Jahre fehlen uns genau jetzt
die Bäume, die betroffene Gebiete vor Muren, Lawinen und Hochwasser
schützen.“

Für Ferdinand Hueter steht außer Zweifel: „Die Zivilschutzalarme in
vielen Gemeinden zeigen, dass wir die Funktion der Schutzwälder
sicherstellen müssen.“ Das sei aber keineswegs eine Herausforderung,
die nur Kärnten betrifft. „Wir müssen dafür in ganz Mitteleuropa
sorgen und einen multinationalen Aktionsplan ins Leben rufen.“ Dann
auch Italien, Slowenien, Tschechien und auch Deutschland seien massiv
von Unwettern mit Schadholz als Folge betroffen. Hueter: „Ganz Europa
braucht intakte Wälder zum Schutz der Bevölkerung.“ Neben der
Entwicklung eines europäischen Aktionsplans sieht der Antrag auch die
Sicherstellung der Finanzierung – etwas aus dem europäischen
Katastrophenfonds – vor.

Für ÖVP-Abgeordneten Hannes Mak wurde in den letzten Tagen einmal
mehr die Bedeutung der Nahversorger sichtbar. „Die kleinen Geschäfte
und auch die örtlichen Landwirte haben die Bevölkerung in den
abgeschnittenen Gebieten mit dem Notwendigsten versorgt“, macht Mak
klar. „Wir sind gefordert, diese Nahversorger zu unterstützen, um sie
zu erhalten.“

Gemeinsam danken die ÖVP-Abgeordneten den Einsatzkräften und den
Ehrenamtlichen für ihre Leistungen. „Die Mitglieder der
Blaulichtorganisationen leisten Übermenschliches“, sagt Malle
stellvertretend. „Wir können froh sein, dass wir diese
Kameradschaften in Kärnten haben.“ Mak ergänzt: „Über 10.000 Helfer
waren in den letzten Tagen bei weit über 1.200 Einsätzen – die
Leistungen kann unmöglich von der öffentlichen Hand finanziert
werden.“ Deshalb müsse man das Ehrenamt weiter unterstützen.

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