- 18.11.2019, 11:00:16
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VP-Schuschnig, WB-Mandl: „Regierungsprogramm muss ein Wirtschaftsprogramm werden“
Landesrat Schuschnig und Wirtschaftsbund-Obmann Mandl präsentierten Wirtschaftspaket an die Bundesregierung: „Fünf Säulen für Kärntens Unternehmen.“
Utl.: Landesrat Schuschnig und Wirtschaftsbund-Obmann Mandl
präsentierten Wirtschaftspaket an die Bundesregierung: „Fünf
Säulen für Kärntens Unternehmen.“ =
Klagenfurt (OTS) - Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und
Wirtschaftsbund-Obmann WK-Präsident Jürgen Mandl deponieren klare
Positionen zu den startenden Koalitionsverhandlungen im Bund. „Das
künftige Regierungsprogramm muss einen Schwerpunkt für Wirtschaft und
Konjunktur enthalten“, unterstrichen die beiden heute bei einem
Pressegespräch in Klagenfurt. Das voraussichtliche abflachende
Wirtschaftswachstum brauche „beherzte Maßnahmen“, so Schuschnig:
„Nach einem Wachstum von 2,5 Prozent in den Jahren 2017 und 2018 sind
für heuer 1,7 Prozent und 2020 1,4 Prozent prognostiziert. Jetzt ist
die beste Zeit, um zu agieren und die richtigen Impulse zu setzen. “
WB-Obmann Mandl verwies auf die drei häufigsten Forderungen von
Unternehmern in Kärnten: „Deregulierung, Entlastung bei Steuern und
maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.“ In der Wirtschaft bestehe die
Sorge, dass es aufgrund der aktuellen Koalitionsverhandlungen zu
Verzögerungen bei der Fortführung von Steuerreform und
Entbürokratisierung kommen könnte, warnte Mandl: „Der eingeschlagene
Weg, dass es keine Mehrbelastung für Unternehmer geben darf, muss
fortgesetzt werden.“
Schuschnig und Mandl haben die Positionen bereits persönlich in Wien
deponiert. Sie bestehen aus fünf Säulen. Schuschnig:
„Wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen sind die beste
Wirtschaftsförderung.“ Deshalb mahnt er die Abschaffung von Gold
Plating und eine konsequente Fortsetzung der Entbürokratisierung ein.
Weiters brauche es mehr Raum für unternehmerische Freiheit und
Investitionen. Dazu gehören etwa „die angekündigte Senkung der
Körperschaftssteuer, die Anhebung der Grenze für geringwertige
Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro und die Verkürzung der
Abschreibungsdauer im Tourismus auf 15 Jahre“.
Auch in der Fachkräfteproblematik mahnen Schuschnig und Mandl
wichtige Schritte ein. „Bereits in zehn Jahren werden uns fast 40.000
Fachkräfte in Kärnten fehlen“, so Mandl. „Deshalb muss die
Rot-Weiß-Rot-Card überarbeitet werden.“ Sie soll auch Asylwerbern,
die beitragen können und wollen, offenstehen. Mandl: „Fachkräfte sind
Grundvoraussetzung für unseren Wohlstand.“ Für Schuschnig sollen
digitale Grundkompetenzen und Wirtschaftskompetenzen zu
Mindeststandards in der Ausbildung werden. Außerdem sollen
Überstunden insbesondere in Mangelberufen steuerlich begünstigt
werden.
„Schaffung moderner Infrastruktur ist ein Konjunkturprogramm“, ist
Schuschnig überzeugt. „Die Koralmbahn ist ein entscheidendes Thema
für den Wirtschaftsstandort – die Herausforderungen der
Zentralraumtrasse braucht eine Lösung“, so Schuschnig. Mandl ergänzt:
„Unsere Forderung nach einer umgehenden Wiederaufnahme der
Planungsarbeiten ist mehr als ernst gemeint – es kann nicht sein,
dass mehrere hundert Züge pro Tag durch Kärntens touristisches
Kerngebiet donnern.“
Innovative Technologien sichern den Standort Kärnten. Deshalb
wiederholte Schuschnig seinen Plan Kärnten zur
Wasserstoff-Modellregion zu machen. „Dafür brauchen wir die
Unterstützung der Bundesregierung.“ Schuschnig kann sich auch einen
Logistik-Standort vorstellen, der emissionsfrei betrieben wird.
Überzeugt zeigten sich Schuschnig und Mandl, dass die Vertreter der
Volkspartei bei den Koalitionsverhandlungen die Kärntner Anliegen
einfließen lassen würden: „Wir wollen mit unserem Wirtschaftspaket
sicherstellen, dass sich die künftige Bundesregierung klar zur
Wirtschaft bekennt.“
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