Die Neugestaltung der Rotenturmstraße ist geschafft!

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, 14. November 2019, wurde mit einer symbolischen Schlusssteinlegung durch Wirtschaftskammer, Verwaltung, Politik und Kirche die Neugestaltung der Rotenturmstraße offiziell abgeschlossen. Der sogenannte Schlussstein, eine rund 100 Kilogramm schwere Granitplatte aus dem Waldviertel, wurde von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein und Elisabeth Alexander, Dienststellenleiter-Stellvertreterin der Stadt Wien – Straßenverwaltung und Straßenbau sowie Alexander Biach, Standortanwalt der Wiener Wirtschaftskammer nach einer feierlichen Segnung durch Dompfarrer Toni Faber eingesetzt. Nach knapp sechs Monaten Bauzeit steht – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – den Wienerinnen und Wienern nun eine neue und attraktive Begegnungszone zur Verfügung, die zum Verweilen, Flanieren und Einkaufen einlädt.

„Bei Umgestaltungen wie hier in der Rotenturmstraße rücken wir den Menschen ins Zentrum, verteilen den öffentlichen Raum um und schaffen Orte der Begegnung“, hielt Birgit Hebein fest: „Hervorheben möchte ich dabei die Schattenbäume, die Brunnen und die vielen Sitzgelegenheiten. Das sind gezielte und nachhaltige Klimaanpassungsmaßnahmen in Zeiten, in denen der Klimaschutz immer wichtiger wird.“ Hebein bedankte sich auch bei den vielen an diesem Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Mein besonderer Dank gilt meiner Vorgängerin Maria Vassilakou. Während ich heute den Schlussstein legen durfte, hat sie vor über einem Jahr den Grundstein für diese wirklich gelungene Umgestaltung gelegt“, so die Vizebürgermeisterin.

„Als Standortanwalt haben wir die positiven Effekte von Sanierungsmaßnahmen wie in der Rotenturmstraße berechnet. Sie sind ein gutes Geschäft, machen die Stadt moderner und werten den Standort auf. Deshalb haben die Unternehmer rund 30 Prozent der Baukosten übernommen und waren stets in den Umbau involviert. Die Rotenturmstraße ist ein PPP-Erfolgsmodell für hoffentlich viele andere Wiener Projekte“, sagt Alexander Biach. Der Standortanwalt hatte unlängst die großen City-Bauprojekte unter die Lupe genommen. Die Baukosten in der Rotenturmstraße zahlen direkt auf das BIP in Höhe von 13,6 Mio. Euro ein. Im Betrieb rechnet der Standortanwalt der WK Wien mit zusätzlichen rund 7 Mio. Euro Wertschöpfung und knapp 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Allerdings müsste dafür auch der Schwedenplatz revitalisiert werden, um die vollen Effekte zu heben.

„Ich bin stolz darauf, dass wir die Neugestaltung der Rotenturmstraße im Kosten- und Zeitplan geschafft haben. Mit dem Bauende Mitte November haben wir – zum nun beginnenden Weihnachtsgeschäft – eine regelrechte Punktlandung hingelegt. Ich möchte mich bei meinen umsichtigen Bediensteten der Stadt sowie bei den fleißigen Bauarbeitern unserer Auftragnehmer herzlich bedanken“, so Elisabeth Alexander.

“Leben bedeutet, sich der stetigen Veränderung zu stellen. Und dies nicht nur über sich ergehen zu lassen, sondern mitzugestalten. ‘Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen’, heißt es beim Apostel Petrus. Mit dieser Schlusssteinsetzung wird ein wichtiger Beitrag zu einer lebenswerten Innenstadt geleistet”, so Dompfarrer Toni Faber.

Begegnungszone Rotenturmstraße: Mehr Platz, mehr Lebensqualität

Die Rotenturmstraße, eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Wiener City, wurde von Anfang Juni bis Mitte November 2019 neugestaltet. Auf der Verbindung zwischen Stephansplatz und Schwedenplatz/Morzinplatz im 1. Bezirk sind an Spitzentagen über 60.000 Menschen unterwegs. Bei der Neugestaltung wurde die im Sommer besonders heiße Innenstadtlage mitbedacht: 16 neue Bäume, Kühlung durch Brunnen und helle Granitplatten sorgen dafür, dass die neue Rotenturmstraße auch bei hohen Temperaturen ein angenehmer Ort bleibt.

Der gesamte Straßenbereich wurde auf einer Ebene ausgestaltet. Fußgängerinnen und Fußgänger bekamen dadurch viel mehr Platz. Autos und Busse können weiterhin die Straße benutzen. Ladezonen und Garagen sind gut erreichbar, Taxistandplätze bleiben erhalten. Das Radfahren ist in beide Richtungen zwischen Schwedenplatz und Lichtensteg möglich. So entstand im Herzen Wiens eine Straße modernen Typs nach dem Modell einer Begegnungszone. Dort sind alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt: Zufußgehende dürfen die gesamte Straße benutzen, Tempo 20 sorgt für maximale Verkehrssicherheit.

Die Rotenturmstraße weist eine Länge von rund 400 m auf. Die Straßenbauarbeiten umfassten die Rotenturmstraße von Stephansplatz bis Schwedenplatz, einschließlich Abschnitte der Ertlgasse, des Lichtenstegs, des Lugecks, des Fleischmarkts und des Rabensteigs. Auf dem überwiegenden Anteil der Fläche kam eine neue Pflasterung aus Granitplatten mit unterschiedlichen Formaten zum Einsatz. Die Fahrbahn mit einer Breite von 4,5 m vom Schwedenplatz bis zum Lichtensteg bzw. 3,5 m vom Lichtensteg bis zum Stephansplatz wurde aus Beton hergestellt. Für den Radverkehr wurde im Abschnitt Schwedenplatz bis Lichtensteg Radfahren gegen die Einbahn aufgrund des breiteren Fahrbahnquerschnitts von 4,5 m ermöglicht. Im gesamten Projektbereich wurden Radabstellplätze integriert.

Was wurde in der Planung berücksichtigt?

Für die Stadt Wien war es wichtig, im Zuge der Planung auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks anzuhören. Bei zwei Dialogveranstaltungen im Herbst 2018 wurden Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung gesammelt und sind in das Projekt eingeflossen. Zudem wurden die Geschäftstreibenden in der Rotenturmstraße von Anfang an eingebunden. Mehr Grün, Verkehrsberuhigung, Lärmeindämmung, eine Neuordnung der Schanigärten, weiterhin gute Erreichbarkeit und Ladezonen waren einige der wichtigsten Anliegen, die berücksichtigt werden konnten.

Zahlen & Fakten

Die Planung liegt bei der Stadt Wien – Architektur und Stadtgestaltung, die Straßendetailplanung und die bauliche Umsetzung bei der Stadt Wien – Straßenverwaltung und Straßenbau. Die Planungspartner der Stadt Wien sind das Architekturbüro Katzberger ZT GmbH und das Planungsbüro FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH.

• 6.140 m2 heimische Granitpflastersteine
• 1.500 m Leitungen für Beleuchtung
• 950 m Blindenleitsystem
• 450 m Kanalleitungen
• 52 Radbügel
• 24 Einzelbänke
• 16 Japanische Schnurbäume
• 4 Doppelbänke
• 2 Bushaltestellen
• 2 Fontänenbrunnen (Ertlgasse, Fleischmarkt)
• 2 Trinkbrunnen
• 1 Orientierungsstele (Fleischmarkt)

Vorarbeiten Einbauten: Mitte Februar – Ende Mai

Bauarbeiten Straßenoberfläche: 3. Juni – 14. November

Kosten: ca. 11 Mio. Euro

Beteiligte Dienststellen: MA 19, MA 28, MA 31, MA 33, MA 34, MA 42, MA 46, Wiener Netze, Stadtbaudirektion

Rückfragen & Kontakt:

Georg Kehrer
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Birgit Hebein
Telefon: 01 4000-81693
E-Mail: georg.kehrer@wien.gv.at

Matthias Holzmüller
Stadt Wien - Straßenverwaltung und Straßenbau
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 4000-49811
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