- 14.11.2019, 14:49:13
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Schneller zum Ziel mit einem gut vernetzten Angebot
Neuer Fahrplan bietet eine noch bessere Verzahnung von Bus und Bahn
Utl.: Neuer Fahrplan bietet eine noch bessere Verzahnung von Bus und
Bahn =
Bregenz (OTS) - Nur wenn wir das Angebot des Öffentlichen Verkehrs
in Vorarlberg weiter verbessern, können wir noch mehr Menschen für
eine moderne und umweltfreundliche Mobilität begeistern.“ Darin waren
sich Mobilitätslandesrat Johannes Rauch, Christian Hillbrand,
Geschäftsführer Verkehrsverbund Vorarlberg, Marcus Ender,
Regionalmanager ÖBB Vorarlberg und die Geschäftsführer der Stadt-,
Land- und Ortsbusse am Donnerstag in ihrer Präsentation des neuen
Fahrplans 2019/2020 in Bregenz einig. Ein großes Potenzial liege in
der intelligenten Kombination von allen Mobilitätsformen. Bus und
Bahn müssten aber auch besser auf einander abgestimmt werden. Mit dem
Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 sorgen daher drei neue Buslinien
im Walgau dafür, dass seine Bewohnerinnen und Bewohner noch schneller
ihr Ziel erreichen.
Vorarlberg stellt sich der Herausforderung des Klimaschutzes. Da der
Verkehr einer der Verursacher von Emissionen ist, könne eine Lösung
nur der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sein. Mobilität sei der
Schlüssel, erläutert Mobilitätslandesrat Johannes Rauch: „Wir sind
noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Um eine moderne und
umweltfreundliche Mobilität weiterzuentwickeln, braucht es ein
ausgezeichnetes Angebot aller Mobilitätsformen, die einfach
miteinander kombiniert werden können. Nur ein überzeugendes Angebot
von Tür zu Tür ohne Wartezeiten und mit Anschlusssicherheit schafft
Nachfrage.“ Dafür und für den Ausbau der Infrastruktur, der Bahnhöfe
und der Haltestellen sowie in Projekte wie den Ausbau des dritten
Gleises und oder in die Umrüstung der Fahrzeuge auf klimafreundliche
Antriebe müsse in Zukunft eine – wie vom Bund angekündigt --
Milliarde Euro investiert werden, aber pro Jahr, ist Rauch überzeugt.
Im neuen Arbeitsprogramm der Vorarlberger Regierung wurde das Ziel
gesetzt, alle Mobilitätsangebote wie Bus, Bahn, Fahrrad und
Carsharing noch intelligenter miteinander zu verbinden. Zu diesem
Zweck entwickelt der Verkehrsverbund Vorarlberg die Marke VMOBIL
gemeinsam mit seinen Partnern zu einer umfassenden
Smart-Mobility-Plattform für sämtliche Mobilitätsformen. Erste
Schritte wurden bereits gesetzt: „Die 2017 eingeführte und stetig
weiterentwickelte VMOBIL Card ist der Schlüssel zur kombinierten
Mobilität. Mit dieser kann die Benutzung von Bus, Bahn, Carsharing,
Stromtankstellen und zukünftig Fahrradboxen noch einfacher und
attraktiver miteinander verbunden werden. In Arbeit ist derzeit auch
der Relaunch der Website vmobil.at. Sie soll zukünftig der gemeinsame
Auftritt aller Mobilitätsformen sein mit einem für KundInnen
leichteren Zugang zu allen Angeboten,“ erläutert Christian Hillbrand,
Geschäftsführer Verkehrsverbund Vorarlberg.
Bessere Verzahnung von Bus und Bahn – Beispiel Walgau
Eine Verbesserung in der Verknüpfung zwischen Bus und Bahn gelingt
mit dem Fahrplanwechsel 2019/2020 im Walgau. Der Walgau ist mit
seinen ca. 51.000 EinwohnerInnen das nach dem Rheintal
bevölkerungsreichste Tal Vorarlbergs. Daher ist es wichtig, den
Walgauerinnen und Walgauern ein noch besseres Angebot für den
Öffentlichen Verkehr anzubieten. Ein großer Schritt erfolgt nun mit
der Einführung von drei neuen Buslinien, die die Walgaugemeinden an
den Werktagen künftig noch besser an die Regionalexpresszüge (REX) in
Frastanz und Nenzing anbinden.
„Die Landbuslinien im Walgau waren bislang weitgehend auf die S-Bahn
ausgerichtet. Mit den neuen Schnelllinien 93, 94 und 96 und deren
Anbindung an den Schnellzug REX gelingt uns eine Fahrzeiteinsparung
ins Unterland oder ins Montafon von ca. 15 Minuten,“ freut sich
Gerhard Gmeiner, Geschäftsführer des Landbus Walgau. Damit sei der
Öffentliche Verkehr im Walgau DIE Alternative zum Auto. „Unser Ziel
sind im Walgau 400 neue Jahreskarten in den kommenden zwei Jahren“,
erläutert Gmeiner.
Die neuen Linien bieten eine ganztägige REX-Erschließung der
Gemeinden Satteins und Schlins in Frastanz und der Gemeinden
Bludesch, Thüringen und Ludesch in Nenzing. Auf diese Weise können
die Walgauerinnen und Walgauer ihre Ziele im Unterland oder im
Montafon ca. 15 Minuten schneller als bisher erreichen.
„Die Fahrzeitbeispiele zeigen deutlich: Mit den neuen
Bus-Schnellverbindungen vom Walgau nach Bregenz oder nach Schruns ist
man ähnlich schnell unterwegs wie dem Auto. Die Vorteile, wenn man
den Öffentlichen Verkehr benutzt, liegen aber auf der Hand: Keine
Staus, mehr Zeit, um zu arbeiten oder zu lesen. Insgesamt kommt man
entspannter am Ziel an,“ gibt Hillbrand zu bedenken.
Ausbau Halbstunden-Takt bei der S-Bahn: Besseres Angebot für
PendlerInnen, NachtschwärmerInnen und GrenzgängerInnen
Auch das dichte Bahnangebot zwischen Bludenz und Bregenz, Bludenz und
Schruns sowie zwischen Bregenz und St. Margrethen wird weiter
ausgebaut. So werden ab Fahrplanwechsel die letzten Lücken im S-Bahn-
Halbstunden-Takt zwischen Bludenz und Bregenz zwischen 6:00 Uhr und
24:00 Uhr in der Nacht geschlossen. Auf dieser Strecke gibt es
untertags an Werktagen tagsüber bereits vier Verbindungen pro Stunde
– in der Hauptverkehrszeit sogar deutlich mehr.
Im grenzüberschreitenden Verkehr in die Schweiz verdichtet sich der
Halbstundentakt der S-Bahn zwischen Bregenz und St. Margrethen von
Montag bis Sonntag, 6:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Verbindungen, die bisher
nur am Wochenende fuhren, verkehren jetzt auch werktags, vor allem
Morgen und am Abend und in der Nacht. NachtschwärmerInnen aus dem
Laiblachtal dürfen sich außerdem an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
auch über eine Verlängerung der S-Bahnen bis/ab Lochau/Hörbranz
freuen.
Alle halbe Stunde fährt ab Fahrplanwechsel auch die Montafonerbahn
zwischen 5:35 Uhr bis 18:37 Uhr auf der Strecke Bludenz – Schruns.
Die neuen Busverbindungen: Auf Kundenbedürfnisse und Aktuelles
eingehen
Die Busverkehrsanbieter beweisen auch mit dem neuen Fahrplan, dass
sie auf saisonale Kundenbedürfnisse und aktuelle Ereignisse eingehen
können. Nach dem Sieg des Lünersees bei der ORF-Sendung „Neun
Schätze, neun Plätze“ wird im kommenden Sommer mit einem größeren
BesucherInnen-Andrang gerechnet. Daher wird während der Sommermonate
der Landbus Brandnertal (Linie 81) zwischen Bludenz und Lünersee
halbstündlich fahren.
Der Landbus Montafon (Linie 85) stellt sich auch auf mehr Wandergäste
im Sommer ein und führt daher während der Sommersaison ab 8:30 Uhr
bis 15:30 Uhr einen Halbstundentakt mit optimalen Anschluss auf den
neuen Halbstundentakt der Montafonerbahn ein. Landbus Klostertal
(Linie 90) fährt in der Wintersaison ab neuem Fahrplan zwischen
Klösterle und Stuben a/A. halbstündlich.
Der Fahrradbus R1 im Bregenzerwald wird aufgrund seines großen
Erfolgs in den vergangenen zwei Sommern im Sommer 2020 wieder
zwischen Bahnhof Bregenz und Warth Steffisalp verkehren und ergänzt
damit optimal das Fahrradmitnahmeangebot.
Rückschau und Vorschau
Als großer Erfolg erwies sich 2019 die Beförderung von 20.000 Gästen
während der Weltgymnaestrada vom 7. bis 13. Juli. Die Ressourcen an
Mensch und Maschinen wurden für die Zeit der Gymnaestrada
aufgestockt. Der Öffentliche Verkehr hat die Bewährungsprobe mit
Bravour gemeistert.
Dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger mit dem Angebot des
Öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg zufrieden sind und aktiv zum
Klimaschutz beitragen wollen, beweisen die aktuellen
Fahrgast-Hochrechnungen. Auch 2019 wird die Anzahl an verkauften
Jahreskarten wieder gesteigert werden. So wird es bis Jahresende rund
75.000 Jahreskartenbesitzerinnen und –besitzer im Land geben – ein
Plus von drei Prozent.
Aufgrund von Innovationen und technischem Fortschritt ergeben sich
für den Öffentlichen Verkehr neue Herausforderungen, denen sich der
Verkehrsverbund Vorarlberg stellt. So wird In den Linienbussen im
Laufes des nächsten Jahres eine neue Bordtechnik dafür sorgen, dass
Fahrgäste noch besser über die Pünktlichkeit der Busse und Anschlüsse
informiert werden. In diese werden 3,6 Millionen Euro investiert. Mit
der App „cleVVVer mobil“ können die besten Verbindungen für Bus,
Bahn, Fahrrad und zu Fuß abgefragt werden und mit der FAIRTIQ-App
lassen sich Fahrkarten bequem und schnell bargeldlos beziehen.
Da Kundinnen und Kunden zunehmend auf die digitale Form des
Fahrplanes zurückgreifen, hat sich der VVV dazu entschlossen, nicht
mehr automatisch jedem Haushalt ein gedrucktes Fahrplanbuch
zuzusenden. Dabei werden wichtige Ressourcen wie Energie, Holz und
Wasser geschont. Allen Fahrgästen, die es aber weiterhin bekommen
möchten, wird es auf Bestellung zugesandt.
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