International Diabetes Federation: Neueste Zahlen zeigen, dass 463 Millionen Menschen weltweit mit Diabetes leben, und die Tendenz ist weiter steigend

Brüssel (ots/PRNewswire) - Am Weltdiabetestag veröffentlicht die International Diabetes Federation (Internationale Diabetesföderation, IDF) neue Zahlen, die das alarmierende Wachstum der Verbreitung von Diabetes weltweit hervorheben. Schätzungen zufolge ist die Zahl der mit Diabetes lebenden Erwachsenen um 38 Millionen gestiegen, im Vergleich zu den 2017 veröffentlichten Zahlen. Neue Erkenntnisse, die heute in der 9. Ausgabe des IDF Diabetes Atlas veröffentlicht wurden, zeigen, dass es weltweit aktuell 463 Millionen Erwachsene mit Diabetes gibt.

Jeder elfte Erwachsene leidet an Diabetes

International Diabetes Federation lanciert die 9. Ausgabe des IDF Diabetes Atlas anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November 2019

IDF Diabetes Atlas unterstreicht, wie wichtig es ist, der Krankheit und ihren Komplikationen vorzubeugen, um Einzelpersonen, Familien und die Gesellschaft zu schützen

Der jüngste Atlas berichtet, dass die weltweite Prävalenz von Diabetes 9,3 % erreicht hat und dass mehr als die Hälfte der erkrankten Erwachsenen (50,1 %) bisher nicht diagnostiziert wurden. Rund 90 % aller Menschen mit Diabetes leiden an Typ-2-Diabetes.

Der Anstieg der Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes wird durch ein komplexes Zusammenspiel sozioökonomischer, demografischer, ökologischer und genetischer Faktoren gefördert. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die Urbanisierung, eine alternde Bevölkerung, sinkende körperliche Aktivität und zunehmendes Übergewicht und Adipositas. Aus bisher unbekannten Gründen nimmt auch Typ-1-Diabetes zu.

"Diabetes ist ein ernstes globales Gesundheitsproblem, das enorme sozioökonomische Auswirkungen hat, die nicht ignoriert werden können", sagte IDF-Präsident Professor Nam H. Cho. "Die zunehmende Prävalenz von Diabetes ist ein echter Grund zur Sorge, insbesondere wenn man die hohe Zahl von Menschen betrachtet, die nicht diagnostiziert werden. Wir müssen mehr tun, um Typ-2-Diabetes vorzubeugen, alle Formen von Diabetes frühzeitig zu diagnostizieren und Komplikationen zu verhindern. Wir müssen auch sicherstellen, dass jeder Mensch mit Diabetes erschwinglichen und ununterbrochenen Zugang zu der Pflege hat, die er benötigt."

Diabetes wirkt sich auf alle Altersgruppen aus, unabhängig von ihrem geografischen Wohnort und Einkommen. Mehr als 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren leben mit Typ-1-Diabetes, während drei von vier Menschen mit Diabetes (352 Millionen) im erwerbsfähigen Alter (20-64 Jahre) sind. Jeder fünfte über 65-Jährige hat Diabetes. Die steigende Prävalenz belastet die Fähigkeit der Länder, einen regelmäßigen und erschwinglichen Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln und eine angemessene Versorgung zu gewährleisten. Dies macht es vielen Menschen schwer, ihre Diabetes-Erkrankung zu behandeln, wodurch ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet wird.

Wenn ihr Diabetes unentdeckt bleibt oder unzureichend unterstützt wird, besteht bei Menschen mit Diabetes das Risiko schwerer und lebensbedrohlicher Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung und Amputation der unteren Gliedmaßen. Dies führt zu einer geringeren Lebensqualität und höheren Gesundheitskosten und stellt eine übermäßige Belastung für Familienangehörige dar.

"Der IDF Diabetes Atlas bietet Informationen für diejenigen, die Entscheidungen über Diabetesbehandlung und -prävention treffen müssen, und für diejenigen, die sich bemühen, solche Entscheidungen zu beeinflussen", sagte Professor Rhys Williams, Vorsitzender des IDF Diabetes Atlas Committee. "Für die 9. Ausgabe wurden umfangreiche Forschungsarbeiten durchgeführt und neue Erkenntnisse gesammelt. Die Anzahl von Studien in den einzelnen Ländern, die unsere Schätzungen und Prognosen unterstützen, hat sich erhöht, da wir uns bemühen, die Diabetes-Gemeinschaft und die breitere Öffentlichkeit über die Verbreitung von Diabetes auf der ganzen Welt zu informieren."

Es kann viel getan werden, um die Auswirkungen von Diabetes zu reduzieren. Es gibt Hinweise darauf, dass Typ-2-Diabetes oft verhindert werden kann, während eine frühzeitige Diagnose und der Zugang zu einer angemessenen Versorgung für Menschen mit allen Arten dieser Erkrankung Komplikationen vorbeugen oder sie verzögern können.

Weitere wichtige Erkenntnisse aus der 9. Ausgabe des IDF Diabetes Atlas sind:

l Die Gesamtzahl der Menschen mit Diabetes wird bis 2030 voraussichtlich auf 578 Millionen und bis 2045 auf 700 Millionen steigen.

l 374 Millionen Erwachsene haben eine Beeinträchtigung der Glukosetoleranz, wodurch sie einem hohen Risiko ausgesetzt sind, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

l Diabetes war im Jahr 2019 für geschätzte 760 Milliarden US-Dollar an Gesundheitsausgaben verantwortlich.

l Diabetes gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen, wobei fast die Hälfte der Todesfälle bei Menschen unter 60 Jahren auftritt.

l Eines von sechs lebendgeborenen Babys ist während der Schwangerschaft von Hyperglykämie betroffen.

Weitere Informationen und unterstützende Daten zur nationalen, regionalen und globalen Prävalenz von Diabetes in der 9. Ausgabe des IDF Diabetes Atlas finden Sie unter https://www.diabetesatlas.org?utm_source=media&utm_medium=email&utm_campaign=world_diabetes_day_2019_press_release

Über den IDF Diabetes Atlas

Der IDF Diabetes Atlas ist eine maßgebliche Ressource für die globalen Auswirkungen von Diabetes. Er wurde erstmals im Jahr 2000 veröffentlicht und wird von der IDF in Zusammenarbeit mit Experten aus der ganzen Welt regelmäßig aktualisiert. Er enthält Daten über die Prävalenz von Diabetes, die Sterblichkeit und die Ausgaben auf globaler, regionaler und nationaler Ebene. Der IDF Diabetes Atlas macht auf die Bedeutung und die wachsende Wirkung von Diabetes in allen von der IDF erfassten Ländern und Regionen aufmerksam. www.diabetesatlas.org

Über die International Diabetes Federation

Die International Diabetes Federation (IDF) ist eine Dachorganisation von über 230 nationalen Diabetesverbänden in 170 Ländern und Territorien. Sie vertritt die Interessen der wachsenden Zahl von Menschen mit Diabetes und gefährdeten Personen. Die Föderation spielt seit 1950 eine führende Rolle in der globalen Diabetes-Gemeinschaft. www.idf.org

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