Hossein K. wurde heute Nacht nicht abgeschoben

Der Schladminger Lehrling befindet sich aber weiterhin in Schubhaft

Wien (OTS) - Soeben hat uns die Nachricht erreicht, dass Hossein K. heute Nacht nicht nach Afghanistan abgeschoben wurde. Das bedeutet jetzt für ihn, er kann weiterhin jederzeit abgeschoben werden. Aber: Sein neues Asylverfahren wird im BFA behandelt, und es besteht die Chance, dass die Verfolgungsgefahr aufgrund seiner Hinwendung zum Christentum berücksichtigt wird. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass über weitere Lösungswege verhandelt wird.

„Wir hoffen, dass die Nicht-Abschiebung ein Zeichen dafür ist, dass die Verantwortlichen ihre Herzen öffnen und eine vernünftige Lösung für Hossein zu finden bereit sind, damit er möglichst bald auf seinen Lehrplatz zurückkehren kann“, so Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser.

Weiterhin fordert die Diakonie eine umfassende Lösung für Lehrlinge

Unabhängig vom Fall Hossein K. kämpft die Diakonie weiter für alle Lehrlinge, die von Abschiebungen bedroht sind.

„Wir setzen uns weiter dafür ein, dass es keine Abschiebungen mehr nach Afghanistan gibt und eine umfassende Lösung für alle Lehrlinge gefunden wird“, so Moser.

Die Diakonie fordert:

  • Abschiebestopp für Asylwerber in Lehre, die bereits einen negativen Asylbescheid haben.
  • Abschiebestopp für Asylwerber in Lehre, die einen negativen Bescheid bekommen, bevor das Gesetz in Kraft tritt.
  • Ein modernes Bleiberecht als ein Instrument, um unabhängig vom Asylrecht den Verbleib von Asylwerbenden in Lehre auf eine reguläre Basis zu stellen.

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Diakonie Österreich
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Medienarbeit
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Web: www.diakonie.at

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