Norbert Hofer: Vor 101 Jahren begann Österreichs Weg zu Demokratie und Freiheit

Wien (OTS) - Heute vor 101 Jahren wurde vor dem Parlament die Erste Republik ausgerufen. Vorerst als „Deutsch-Österreich“ bezeichnet und erst ein Jahr später durch den Friedensvertrag von Saint Germain in die „Republik Österreich“ umbenannt, war der 12. November 1918 die Geburtsstunde der Republik und der erste Schritt zu Demokratie und Freiheit. „Nach der Apokalypse des Ersten Weltkrieges und dem damit zusammenhängen Niedergang der der österreichisch-ungarischen Monarchie startete unsere eben erst geborene Republik in neue Zeiten. Die Ausrufung vor 101 Jahren war Abschluss und Beginn zugleich“, so Norbert Hofer, 3. Präsident des Nationalrats.

Rund 150.000 Menschen waren damals dem Aufruf gefolgt, an der Proklamation vor dem Parlamentsgebäude teilzunehmen. Die Ausrufung führten mit Karl Seitz und Franz Dinghofer zwei Präsidenten der Provisorischen Nationalversammlung durch. Dinghofers politische Karriere im Dienste der Ersten Republik führte ihn in weiterer Folge zum 3. Präsidenten der Nationalversammlung. Diese Aufgabe erfüllte Dinghofer bis zum Oktober 1926, ehe ihn Bundeskanzler Ignaz Seipel als Justizminister in sein Kabinett holte. Es folgte auch die Funktion als Vizekanzler (Oktober 1926 – Mai 1927). Nach seinem Ausscheiden aus der Politik war Franz Dinghofer zehn Jahre lang Präsident des Obersten Gerichtshofs. „Franz Dinghofer war zweifelsohne einer der Baumeister unserer Republik. Das Dinghofer-Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Forschung und wissenschaftliche Lehre zu Fragen der nationalen sowie internationalen Politik zu betreiben. Einen besonderen Schwerpunkt stellen Forschungen im Bereich der Grundprinzipien der Verfassung dar“, erklärt Norbert Hofer, der in seiner Funktion als 3. Präsident des Nationalrats heute gemeinsam mit dem „DI – Dinghofer-Institut – Studiengesellschaft für Politikforschung“ das „Dinghofer-Symposium 2019“. Es steht unter dem Motto „30 Jahre Ende des real existierenden Sozialismus“.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Prof. Dr. Werner Schlake die Franz-Dinghofer-Medaille für Verdienste um die Wissenschaft verliehen. Die „Junge Freiheit“ erhält den Franz-Dinghofer-Medienpreis.

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