Unterschutzstellung des Ensembles „Klagenfurt - Alter Platz“ in Prüfung

Wien (OTS/bda.gv.at) - Die Klagenfurter Altstadt ist ein besonderes Beispiel für die Bewahrung und Nutzung eines historischen Zentrums. Das Bundesdenkmalamt prüft nun, ob der Alte Platz als Ensemble unter Schutz zu stellen ist. Das Denkmalschutzgesetz definiert Ensembles als Mehrheiten von Gebäuden, die in einem geschichtlichen, künstlerischen oder kulturellem Zusammenhang stehen. Dieser Zusammenhang kann ein öffentliches Interesse begründen.

Der Alte Platz wird von Bürgerhäusern, die im Kern großteils auf das 16. Jahrhundert zurückgehen – wie etwa das Haus Zur Goldenen Gans – und der barocken Dreifaltigkeitssäule bestimmt. Prägend sind auch die Palais der Familien Rosenberg-Orsini und Goëss sowie das ehemalige Stadtpalais Stampfer. Das Bundesdenkmalamt hat daher am 11. November 2019 die Eigentümerinnen und Eigentümer zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um über das Vorhaben zu informieren. Dem Bundesdenkmalamt ist der Dialog mit allen Stakeholdern wichtig. Bei der Veranstaltung begrüßte auch Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, Bürgermeisterin von Klagenfurt, die Anwesenden: „Die Erhaltung unserer schönen Altstadt bedarf der Mitwirkung aller und Gespräche auf Augenhöhe.“

Ab 12. November 2019 finden mit den Eigentümerinnen und Eigentümern Besichtigungen der Häuser am Alten Platz durch Amtssachverständige des Bundesdenkmalamtes statt. Auf dieser Grundlage wird ein Gutachten erstellt und ein Prüfverfahren eingeleitet. Dr. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, betont: „Die österreichische Kulturlandschaft ist auch durch eine Vielzahl von historischen Stadtkernen ausgezeichnet. Es ist unsere Aufgabe, dieses Erbe gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern und den Gemeinden lebendig zu erhalten.“

In Österreich gibt es derzeit rund 80 denkmalgeschützte Ensembles von unterschiedlicher Größe. In Kärnten wurden zuletzt die Ensembles Gmünd und Friesach unter Denkmalschutz gestellt.

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