20 Jahre Austrian Sustainability Reporting Award ASRA

„Großartige Unternehmen mit großartigen Berichten zur Nachhaltigkeit“

Wien (OTS) - Die österreichische Wirtschaft ist in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt. Wie gut, das zeigen die Nachhaltigkeitsberichte, die heuer zum 20. Mal mit dem Austrian Sustainability Reporting Award ASRA ausgezeichnet wurden. Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, brachte die Stimmung bei der Gala-Veranstaltung im Wiener Palais Wertheim am Montag Abend auf den Punkt: „Ich freue mich dabei zu sein, wenn heute Abend großartige Unternehmen für großartige Nachhaltigkeitsberichte ausgezeichnet werden.“

Mit 45 Einreichungen erreichte das Interesse am Wettbewerb um die besten Nachhaltigkeitsberichte Rekordniveau, betonte Brigitte Frey, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Nichtfinanzielle Berichterstattung in der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Vorsitzende der Jury, die die Awards vergibt. Mehr als 5.000 Seiten hat jedes Mitglied der Jury durchgearbeitet und jeder Bericht zeige, wie sich die nichtfinanzielle Berichterstattung qualitativ verbessert habe, sagte Frey.

Wirtschaftsprüfer Gerhard Marterbauer wies namens der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer auf den rasanten Ausbau der Nichtfinanziellen Berichterstattung hin, seit die großen Unternehmen vor drei Jahren durch das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz verpflichtet wurden, die Berichte an ihre Stakeholder zu ergänzen und zu vertiefen.

Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG, dessen Unternehmen seit Jahren zu den ASRA-Pionieren zählt, bemüht sich als Vorstand des Vereins respACT Austria darum, „Nachhaltigkeitsmanagement innerhalb der Unternehmen“ voranzubringen. Dabei gehe es nicht um die kosmetische Darstellung von Unternehmen, sondern darum „die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Wirtschaftens im negativen Sinn zu minimieren und positive Impulse für Gesellschaft und Wirtschaft darzustellen und zu realisieren.“

In seinem Impulsreferat beschäftigte sich Erich Kirchler, Psychologe und Professor für Wirtschaftspsychologie an der Universität Wien mit der Frage, wie man Menschen zum erwünschten nachhaltigen Handeln anstoßen könne ohne zu manipulieren.

Den Reigen der Auszeichnungen eröffnete die Verleihung des Sonderpreises „Sieger der Sieger“, für den die Jury zwei jener Unternehmen vor den Vorhang bat, die in den 20 Jahren des Bestehens des ASRA am öftesten den Sprung auf das Stockerl geschafft haben. In diesem Sinne wurden zwei Unternehmen ausgezeichnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten, nämlich das KMU Austria Glas Recycling mit 10 Mitarbeitern und der Kranhersteller Palfinger mit mehr als tausend Mal so vielen Beschäftigten.

Wie hart der Wettbewerb um die besten Berichte inzwischen geworden ist, erläuterte Frey am Beispiel der Kategorie Große Unternehmen, wo 22 Einreichungen zur Bewertung anstanden und zwei erste Plätze ex aequo vergeben wurden. Dagegen habe der Bereich öffentliche Unternehmen noch durchaus Luft nach oben. Das Interesse der Öffentlichkeit und der Steuerzahler wäre für eine größere Zahl von Einreichungen durchaus gut.

Die Preisträger:

Sonderkategorie „20 Jahre ASRA – Sieger der Sieger“

PALFINGER AG

Austria Glas Recycling GmbH

Öffentliche Unternehmen

1. Platz: Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft (IKB)

Erstberichte

1. Platz fair-finance Vorsorgekasse

2. Platz Kotányi GmbH

3. Platz Greiner AG

Klein- und Mittelbetriebe

1. Platz Druckerei Janetschek GmbH

Integrierte oder kombinierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte

1. Platz VBV - Vorsorgekasse AG

2. Platz VERBUND AG

3. Platz EVN AG

Große Unternehmen

1. Platz Raiffeisen Bank International

1. Platz OeKB Kreditinstituts-Gruppe (OeKB KI-Gruppe)

2. Platz Wienerberger AG

3. Platz Lenzing Aktiengesellschaft

Die Auszeichnungen werden von der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Zusammenarbeit mit dem Institut österreichischer Wirtschaftsprüfer, dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, der Industriellenvereinigung, dem Umweltbundesamt, respACT – austrian business council for sustainable development, der Wirtschaftskammer Österreich, der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik, dem Aktienforum, dem Verband für gemeinnütziges Stiften und der Digitalisierungsagentur vergeben.

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