younion-VdF: Fußballer wünschen sich psychologische Beratungsstelle

Ergebnis einer Befragung von 607 Spielern der 1. und 2. Liga

Wien (OTS) - Vergangenen Sonntag hat sich der tragische Tod des deutschen Fußballtorwarts Robert Enke, der sich aufgrund von Depressionen das Leben nahm, zum zehnten Mal gejährt.

Depressionen sind im Sport leider keine Einzelfälle. Das zeigt eine aktuelle Studie der Vereinigung der Fußballer (VdF), einer Fachgruppe der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. Für die Studie wurden 607 Spieler aus allen Vereinen der 1. und 2. Liga befragt. 64% der Spieler wünschen sich demnach die Einführung einer speziellen psychologischen Beratungsstelle für Fußballprofis in Österreich.

„Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrheit der Spieler eine Anlaufstelle im psychologischen Bereich, die auf ihre Bedürfnisse als Sportler eingeht, für wichtig erachtet. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und werden versuchen mit der Bundesliga Gespräche aufzunehmen, um eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen“, sagt VdF-Sprecher Gernot Baumgartner.

Großer beruflicher Leistungsdruck, sowie die Angst den Job zu verlieren, sind Faktoren, die den Spielern zu schaffen machen. Die Studie zeigt auch, dass 24% der Spieler während ihrer Karriere schon einmal vertrags- bzw. arbeitslos waren. Die Maßnahme der VdF gegen Arbeitslosigkeit im Fußball - das VdF-Camp für vertragslose Spieler - wird von 91% der Spieler als unbedingt notwendig erachtet.

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