• 11.11.2019, 11:23:27
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  • OTS0076

AK Klimadialog: Verkehrswende mit Öffi-Ausbau und E-Mobilität

Öffi-Ausbau ist ein Schlüssel zur Bewältigung der Umwelt- und Verkehrsprobleme / E-Autos für „letzte Meile“

Utl.: Öffi-Ausbau ist ein Schlüssel zur Bewältigung der Umwelt- und
Verkehrsprobleme / E-Autos für „letzte Meile“ =

Wien (OTS) - Rascher Öffi-Ausbau als Schlüssellösung, gesteigerter
Ausbau der E-Mobilität als Ergänzung: „Wir wollen eine klimaschonende
Mobilitätsgarantie für alle. Dafür brauchen wir diese
Doppelstrategie. Sie muss Teil eines sehr breiten und sozial
gerechten Maßnahmenpakets für den Klimaschutz sein“, sagt die
Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter beim
AK Klimadialog heute (Montag). „In den nächsten zehn Jahren müssen
die verkehrsbedingten Kohlendioxid-Emissionen um über 8 Millionen
Tonnen gesenkt werden. Das ist mehr als ein Drittel. Das geht nur mit
einer raschen Verkehrswende, also einem massiven Ausbau der Öffis
auch in ländlichen Regionen“, so Leodolter. Der Ausbau der
E-Mobilität läuft dafür zu lang-sam an. „Aber er kann eine wichtige
Ergänzung, etwa bei der Überwindung der so-genannten letzten Meile
zwischen Öffi-Station und Arbeitsplatz oder Wohnort sein“, sagt
Leodolter. Gerade in urbanen Regionen, etwa in und um Wien, ist der
Ausbau der Öffis auch die richtige Antwort auf die Luftverschmutzung
in der Stadt und auf die Verkehrs- und Gesundheitsbelastungen durch
Stau, Lärm und Feinstaub. Leodolter forderte außerdem, dass „beim
bevorstehenden Wandel in der Autoindustrie, den der Umstieg vom
Verbrennungsmotor zum E-Motor mit sich bringt, die die Anliegen der
Beschäftigten und die Schaffung neuer, alternativer Arbeitsplätze
Priorität haben müssen.“

Beim 8. Klimadialog der AK Wien stellte Theresia Vogel,
Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, den Stand der
Forschung in Sachen E-Mobilität vor: „Der Klimawandel trifft alle
Sektoren – so auch die Automotivbranche. Neue Player – wie es Sono
Motors oder Tesla sind - und der Einsatz von Technologien wie
Wasserstoff kennzeichnen den Umbruch. Österreich muss hier rasch
innovative Antworten finden, denn nur so können Arbeitsplätze in der
Branche und die Position am globalen Markt gesichert und aus-gebaut
werden. Wir unterstützen die Unternehmen mit unseren Förderprogrammen
dabei.“

Die AK fordert:
0 Die Öffis in Österreich müssen massiv ausgebaut werden, mindestens
5.5 Milliarden Euro müssen in den nächsten 10 Jahren investiert
werden, in bessere Infrastruktur, mehr Verbindungen und Lösungen für
den ländlichen Raum, die den Bedürfnissen der Bevölkerung
entsprechen. Zum Klimapaket der AK gehört aber auch der gezielte
Ausbau von Radwegen mit weiteren 400 Millionen Euro.
0 Obwohl das Laden von Elektroautos deutlich günstiger ist als das
Betanken von Verbrennern, gibt es auch hier noch Verbesserungsbedarf.
Derzeit haben es Konsumentinnen und Konsumenten schwer, die Preise
der unterschiedlichen Angebote zu vergleichen. Sinnvoll wäre eine auf
den Energieverbrauch bezogene Abrechnung (pro Kilowattstunde) und ein
Preismonitoring, vergleichbar zum Spritpreismonitor. Das könnte bei
der E-Control angesiedelt werden, die derzeit bereits das
Ladepunkteregister führt.
0 Auch beim Autokauf müssen die Verbraucherinformationen eindeutig
und verlässlich europaweit von der EU für alle Autos, ob Benziner,
Diesel oder E-Auto, geregelt wer-den. Dabei müssen alle, die ein
E-Auto kaufen wollen, verlässliche Infos über den Energieverbrauch
bei Realbetrieb sowie über die Ökobilanz

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